MyMz
Anzeige

Franke zieht ins Finanzamt ein

Minister Füracker bestellte Bernd Lindner zum neuen Amtsleiter und verabschiedete Vorgänger Paul Prengel in die Pension.
Von Josef Wittmann

Paul Prengel (3.v.l.) hinterlässt Bernd Lindner (2.v.l.) eine große Baustelle. Die Sanierung wird noch mindestens bis 2022 dauern. Finanzminister Albert Füracker (l.) besichtigte nach der Feier mit Roland Jüptner (Landesamt für Steuern) und Mitarbeitern des Ministeriums die Arbeiten.
Paul Prengel (3.v.l.) hinterlässt Bernd Lindner (2.v.l.) eine große Baustelle. Die Sanierung wird noch mindestens bis 2022 dauern. Finanzminister Albert Füracker (l.) besichtigte nach der Feier mit Roland Jüptner (Landesamt für Steuern) und Mitarbeitern des Ministeriums die Arbeiten. Foto: Josef Wittmann

Neumarkt. „Wir begrüßen einen waschechten Franken als Chef im Finanzamt in Neumarkt. Ich kann mit Franken gut umgehen, mein Chef ist auch Franke“, hieß Finanzminister Albert Füracker den neuen Leiter des Neumarkter Finanzamtes, Bernd Lindner, willkommen. Der Minister war mit Mitarbeitern und Dr. Roland Jüptner (Präsident des Bayerischen Landesamtes für Steuern) gekommen, um Lindner die Bestellungsurkunde zu überreichen und seinen Vorgänger Paul Prengel zu verabschieden.

Der neue Amtsleiter bringe als bisheriger stellvertretender Leiter des Hersbrucker Finanzamtes enorme Führungserfahrung mit. Seine Referenzen als Referent an der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Herrsching passen ausgezeichnet zur neuen Aufgabe im „Ausbildungsamt Neumarkt“. Hier erwarte den Neuen keine „Schonfrist“, sondern ein „Kaltstart“, denn er übernehme das hiesige Finanzamt mitten in einer großen und notwendigen Sanierungs- und Baumaßnahme. „Das erfordert viel Geschick. Aber Herr Lindner hat auch schon viel Bauerfahrung aus Hersbruck“, rundete der Minister das Lob ab.

Wirtschaft

Das Neumarkter Finanzamt wird saniert

Die Modernisierung kostet rund 3,9 Millionen Euro. Das Service-Zentrum für Kunden muss deshalb verlegt werden.

Ein Jurist mit Führungserfahrung

Der gebürtige Bayreuther kam in seiner Jugend nach Nürnberg und fühlt sich dort zu Hause, verriet er. Verständigungsprobleme mit Mitarbeitern und Bürgern werde es aber nicht geben, denn in seinen Adern fließe väterlicherseits auch Oberpfälzerblut.

„Das Finanzamt Neumarkt ist mein Wunschamt“, sagte Bernd Lindner. Es verbinde die Bedeutung für die Region mit einer „angenehmen Größe. Bei etwa 150 Mitarbeitern ist – anders als bei einem anonymen Großstadtfinanzamt – der persönliche Kontakt mit jedem einzelnen möglich“.

Abends entspannt sich der mit allen Wassern der Steuerverwaltung gewaschene Jurist beim „Outdoorsport“. Auch beim Halbmarathon am Neumarkter Stadtlauf hat er vor Jahren schon teilgenommen. Mit seiner Frau, einer Betriebswirtin, hat er zwei Söhne (20 und 22 Jahre) erzogen. Einer habe eben die Zimmererausbildung abgeschlossen und der andere studiere.

Sein Vorgänger im Neumarkter Chefsessel, Paul Prengel, ist eigentlich schon zum 30. Juni in Pension gegangen. Er sei aber ein „jemand, der nicht Ruhe geben kann und stets ein herausragender Repräsentant des Staates gewesen ist. Das Amt ist in seinen zwölf Neumarkter Jahren bei ihm stets in besten Händen gewesen“, bedankte sich Füracker.

Eifer für Mitarbeiter und Kinder

Prengel habe immer seine Mitarbeiter gefördert und gefordert und in Neumarkt Großartiges geleistet. Kurz vor der Pensionierung „hat er sich noch zum Baumeister gemacht und bis hin zum Finanzminister jeden traktiert, der nicht schnell genug weg war“, um die Interessen des Neumarkter Finanzamtes zu wahren, bedankte sich Füracker mit einer Flasche Wein.

Besonders hob er das Engagement des Neumarkter Amtes für den Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder in Ostbayern hervor, für das Paul Prengel seine Kollegen begeistert habe. Für dieses Engagement hat der Wahlregensburger mit preußischen Wurzeln nun noch mehr Zeit und wahrscheinlich wird man ihn beim Kinderschminken der Finanzbeamten beim ersten Kinderbürgerfest nach der Pandemie wiedersehen.

Weil die Amtseinführung wegen Corona nur im kleinen Kreis möglich war, besuchte Minister Füracker am Ende die Mitarbeiter noch in ihren Büros, bevor er zurück ins Ministerium musste.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht