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Aufwertung

Friedhof Plankstetten wird saniert

Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. In die Planungen flossen viele Bürgerwünsche ein. Das freut die Ortssprecherin.
Von Alexandra Nurtsch

Bürgermeister Ludwig Eisenreich und Manfred Lang vom Bauamt trafen sich auf dem Friedhof Plankstetten mit Ursula Barth vom Planungsbüro Garnhartner, Schober und Spörl, Peter Kranzler und Herbert Engelmann von der Baufirma Engelmann sowie Stefan Grabmann vom Ingenieurbüro Lerzer. Foto: Nurtsch

Plankstetten. Wenn die Arbeiten im Friedhof Plankstetten abgeschlossen sind, dann wird er ein Schmuckstück sein, ist sich Bürgermeister Ludwig Eisenreich sicher. Seit November läuft die Generalsanierung. Die lässt sich die Stadt rund 424 000 Euro kosten. „Das ist eine stolze Summe“, sagt Eisenreich, der sich am Dienstag mit Vertretern der beteiligten Firmen in Plankstetten getroffen hat. Doch auf dem Friedhof sei 50 Jahre lang nichts gemacht worden, darum müsse man nun tiefer in die Tasche greifen.

Die Generalsanierung des denkmalgeschützten Gebäudes steht kurz vor dem Abschluss. Außen wurde es neu verputzt und getüncht und auch innen wurde das Leichenhaus restauriert. Nur der Natursteinboden fehlt noch. Der soll nach Ostern verlegt werden. Foto: Nurtsch

Die Bürger von Plankstetten und Eglasmühle hatten die Sanierung angestoßen. Sie wollten auf die Missstände auf ihrem Friedhof hinweisen und reichten eine Mängelliste mit 200 Unterschriften bei der Stadt ein. Die beiden Ortssprecher Ingeborg Zenk und Martin Grabmann luden den Bürgermeister zum Vor-Ort-Termin. „Er hat sofort gesehen, dass hier dringend etwas gemacht werden muss“, sagt Zenk.

Mauer aus Sichtbeton

Die Arbeiten im Friedhof laufen auf Hochtouren. Die neuen Parkplätze an der Fribertshofener Straße nehmen langsam Gestalt an und eigentlich sollte auch die neue Friedhofsmauer einen Schritt weiter sein. „Aber der Frost kam uns dazwischen“, sagt Manfred Lang vom Bauamt. Die Mauer entlang der Straße wird aus Sichtbeton sein. Neben dem Haupteingang wird es künftig auch einen Eingang bei den Parkplätzen geben, der direkt in den oberen Teil des Friedhofs, den Eglasmühler Bereich, führen wird. Bislang ist der Bereich nur über eine Treppe zu erreichen, was gerade für Senioren oftmals ein Problem darstellt.

„Alles was wir uns erträumt haben, wird umgesetzt. Das ist super.“

Ortssprecherin Ingeborg Zenk

Der obere, ungenutzte Teil des Friedhofs wird nach außen verlagert. So entsteht Platz für acht Parkplätze an der Fribertshofener Straße. Der Mangel an Stellflächen war in der Vergangenheit immer wieder ein Problem und es kam zu großen Behinderungen. Foto: Nurtsch

Nach den Sanierungsarbeiten wird eine Rampe die beiden Teile des Friedhofs verbinden. Für die Bevölkerung geht mit den Stellflächen an der Fribertshofener Straße ein Herzenswunsch in Erfüllung. „Wir sind total begeistert, dass das Parkplatzproblem gelöst wurde“, sagt Zenk. Dies sei nur möglich gewesen, da zwei Familien sofort einer Umbettung zugestimmt hätten, wofür die Ortssprecherin sehr dankbar sei.

Im Oktober 2015 machte sich der Bauausschuss vor Ort ein Bild vom Friedhof Plankstetten. Den dazugehörigen Artikel lesen Sie hier.

Die Bewohner wünschten sich auch eine Verkleinerung der Gräber, was ebenfalls umgesetzt wird. Die Einfassungen werden angepasst und neu eingesetzt. Die Hauptwege im Friedhof werden gepflastert und auf den Wegen zwischen den Gräbern, die mit Split aufgefüllt sind, wird nach der Sanierung Rasen wachsen. „Das sieht einfach freundlicher aus“, sagt Lang. Die Pflege werde dadurch zwar intensiver, aber auch einfacher. Künftig wird auf dem Friedhof auch Urnenbestattung möglich sein. Die zwölf Gräber für eine Erdbestattung entstehen hinter dem Leichenhaus. Weiter werden die beiden Brunnen nahe des Haupteingangs und im oberen Teil des Friedhofs erneuert. Ein zusätzlicher Brunnen entsteht am Vorplatz des Leichenhauses und der Grüngutcontainer wird versetzt, vom Haupteingang in den hinteren Bereich der Parkplätze.

Auch an den Grabeinfassungen sind die vergangenen 50 Jahre nicht spurlos vorübergegangen. Da die Grabfelder bei der Sanierung verkleinert werden, werden die Einfassungen angepasst und neu gesetzt. Auf dem Areal unterhalb des Leichenhauses entstehen Urnengräber. Foto: Nurtsch

„Alles was wir uns erträumt haben, wird umgesetzt. Das ist super“, sagt Zenk glücklich. Sie hat noch einen Wunsch, „dass es nun zügig vorangeht“. Verläuft alles nach Plan, dann sollen die Arbeiten im Herbst abgeschlossen werden – und der Plankstettener Friedhof ein kleines Schmuckstück sein.

Wege müssen saniert werden

Doch nicht nur in Plankstetten wird gearbeitet. Derzeit wird auch der Friedhof in Erasbach umgestaltet. Mit den Arbeiten begannen die Erasbacher Bürger im Mai 2017, denn sie sanieren den Friedhof in Eigenregie unter der Leitung von Ortssprecher Willi Bauer. Im vergangenen Jahr wurden die Wege neu gepflastert, Sträucher angepflanzt und Rollrasen verlegt. Heuer stehen noch einige Restarbeiten auf dem Programm, wie das neue Eingangstor und der Pavillon. Im Herbst soll dann alles fertig sein.

Die Generalsanierung läuft auf Hochtouren. Foto: Nurtsch

Auch im Friedhof in Pollanten stehen Arbeiten an. Hier müssen die Wege, die in einem schlechten Zustand sind, saniert werden. Erst kürzlich waren sie Thema im Bauausschuss. Zudem sollen an steilen Böschungen Geländer angebracht werden.

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