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Region Neumarkt
Donnerstag, 22. Februar 2018 5

Erlebnis

Für ein ganzes Jahr in die USA

Eine 15-Jährige Staufersbucherin schildert ihre Erlebnisse als Austauschschülerin in einer Kleinstadt in Indiana.
Von Sophia Brandmüller

  • Sophia Brandmüller vor einem der bekannten gelben Schulbusse. Fotos: Tista Russow (2)
  • Besuch in einer FelsenhöhleFoto: Alexia Hernandez
  • Sophia und ihre Freunde

Staufersbuch.Schon seit fast vier Monaten lebe ich in Logansport, einer Kleinstadt im Staat Indiana in den USA. Mein Name ist Sophia Brandmüller, ich bin 15 Jahre alt, komme aus Staufersbuch bin Schülerin am Gymnasium Parsberg. Ich mache ein Auslandsjahr, was bedeutet, dass ich hier für ein ganzes Schuljahr auf einer Highschool zur Schule gehe und bei einer Gastfamilie lebe. Im Gegensatz zu einem kürzerem Schüleraustausch oder einem Urlaub in den USA habe ich nicht nur die Möglichkeit Dinge wie typisch amerikanisches Essen auszuprobieren, sondern kann auch die amerikanische Kultur hautnah miterleben und sogar ein Teil davon werden.

Es gibt viele Gründe warum ich mich dafür entschieden habe ein Auslandsjahr zu machen. Einerseits lernt man eine andere Kultur, ein anderes Schulsystem und eine komplett neue Lebensweise kennen. Man findet neue Freunde und eine zweite Familie auf der anderen Seite der Welt. Andererseits entwickelt man sich persönlich extrem weiter. Man wird selbstständiger, da man regelrecht dazu gezwungen wird, Probleme alleine zu lösen. Ich habe jetzt schon Herausforderungen gemeistert und Dinge getan, die ich mir noch vor einigen Monaten niemals zugetraut hätte. Obwohl ich erst 15 Jahre alt bin, habe ich mir mehr als 7000 Kilometer von meinem Zuhause in Deutschland entfernt ein neues Leben aufgebaut.

Die Entscheidung mein Zuhause zu verlassen, habe ich noch nicht bereut. Ich konnte schon viele tolle Erfahrungen machen, die ich in Deutschland nicht machen hätten können. Angefangen beim Essen bis hin zum School-Spirit meiner Schule. Bis jetzt habe ich zwei Sportarten ausprobiert: Volleyball und Basketball. Ich war bei zahlreichen Schulveranstaltungen wie, Football- und Basketballspielen oder Homecoming. Ich konnte amerikanische Feiertage wie Thanksgiving und Veterans Day miterleben und verschiedene Städte wie Chicago und Indianapolis sehen.

Natürlich waren bis jetzt nicht all meine Erlebnisse positiv. Oft kann man nicht nachvollziehen, warum viele Menschen hier eine gewisse Meinung vertreten oder bestimmte Dinge tun, was ziemlich frustrierend sein kann. Solche Dinge muss man dann einfach akzeptieren.

Meine Zeit in den USA vergeht wie im Flug. Da ich auch noch nach meinem Auslandsjahr neue Kulturen kennenlernen will, werden meine Familie und ich selbst einen Austauschschüler aufnehmen. Das gibt nicht nur mir, sondern auch meiner Familie die Möglichkeit, einen Einblick in eine fremde Kultur zu bekommen. Oft motiviert ein Austauschschüler die Gastfamilie auch dazu, mehr Zeit zusammen zu verbringen, sich mehr mit der eigenen Kultur zu beschäftigen und mehr zu unternehmen. Deswegen würde ich auch jedem empfehlen, darüber nachzudenken einen Gastschüler aufzunehmen. Schließlich wäre mein Auslandsjahr ohne meine Gastfamilie nicht zu Stande gekommen. Auf der Internetseite von YFU (www.yfu.de), der Organisation, die mir geholfen hat mein Auslandsjahr zu ermöglichen, gibt es mehr Informationen. Es ist es auf jeden Fall Wert sich zu erkundigen.

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