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TOURISMUS

Gästeführung zu Gluck und Barock

Auch der Berchinger Komponist und die Epoche Barock war Thema beim Tag der Weltgästeführer, das eigentlich „Feuer und Flamme“ zum Thema hatte.
Von Franz Guttenberger

Einige Kinder hatten auch Feuer in Laternen dabei.

BERCHING.. Der Weltgästeführertag 2014 hat dieses Jahr das Thema Feuer und Flamme. Und weil in Berching das Gluckjahr gefeiert wird, haben die Gästeführer das Thema Feuer und Flamme mit Barock und Gluck erweitert.

Am Rathaus startete am Freitag der Weltgästeführertag nach dem Verstummen der Abendglocken der Stadtpfarrkirche. Durch diesen Aktionstag werden die Bürger in den Städten und Regionen eingeladen, sich über Gebäude und Gegebenheiten zu informieren, die ansonsten nicht so bekannt sind. Und so freute sich die Gästeführerin, dass auch einige Gluckfreunde mit ihrer Vorsitzenden Ursula Lindl an der Führung teilnahmen.

Einige Kinder in historischer Tracht führten passend zum Thema „Feuer und Flamme“ Kerzen mit. Das Feuer gibt Wärme und wurde auch dafür verwendet in uralten Zeiten die wilden Tiere fernzuhalten und abzuschrecken. Gerlinde Delacroix erinnerte an die Glaubenskämpfe ,an den 30 jährigen Krieg an Hunger und Not.

In der Blütezeit des Barocks erblickte Christoph Willibald Ritter von Gluck 1714 das der Welt. Er habe den Barock geliebt und begeisterte mit feuriger Musik. Die Menschen genossen in dieser Zeit das Leben. Gluck war Reformer und Visionär und entschied sich entgegen den Willen seines Vaters anstatt Förster zu werden, den Weg als Musiker einzuschlagen. Der Barock wird der Zeit vom 16. bis 18. Jahrhundert zugerechnet. Ein typisches barockes Gebäude ist in Berching die Stadtpfarrkirche. Dorthin begaben sich die Teilnehmer an der Führung.

Regionalkantor Peter Hummel spielte an der Orgel ein Stück von Johann Sebastian Bach, ein klassischer Vertreter des Barocks. Und es fehlte auch nicht das bekannte Stück von Gluck „Reigen seliger Geister“. Gästeführerin Herma Dess erinnerte an den berühmten barocken Baumeister Maurizio Pedetti. ›Anhand eines Gedichts von Dr. Schauwecker erinnerte sie an die einzelnen Gluckstationen in Prag, Paris oder Wien.

An der Stadtapotheke erklärte Wolf Knüfer, wie im Mittelalter Feuer gelöscht wurde. Das Wasser wurde aus dem Stadtbach genommen. Zwischen den einzelnen Häuserfronten in der Stadt sind heute noch kleine Abstände, die als „Reicher“ bezeichnet werden. Hier wurden bei Bränden die Wassereimer von Hand zu Hand weitergereicht. Knüfer hatte einen Wassereimer von damals mit dabei. Sowohl Gerlinde Delacroix als auch Heiner Bauer zeigten anhand von Bildern auf, wie einige Brände im Mittelalter gewütet hatten. So ist ein Teil der Stadt am Reichenauplatz im Bereich Kaufhaus Hutter bis zum Zunftbaum 1885 völlig abgebrannt. Am Wohnhaus der Familie Schäfer wurde die Symmetrie der Fenster und Türen gezeigt, was auf die Barockzeit zurückgeht. Am Rathaus und im Gluckmuseum erzählte Altbürgermeister Rudi Eineder über Gluck, sein Leben und seine Werke. Dabei spielten Bernard Strunz und sein Sohn Simon (11) Melodien von Gluck. Mit Rotwein und Flammkuchen klang Tag aus.

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