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Treffpunkt

Garagenbar feiert das 50. Jubiläum

Peter Koller und Franz und Hans Haußner waren die Gründer. Nun feierten sie mit Weggefährten in Velburg.
Von Wolfgang Schön

Die Gründerväter der Velburger „Garagenbar am Ring“ haben für Samstag ein Treffen mit etwa 30 damaligen Weggefährten organisiert. Foto: Wolfgang Schön
Die Gründerväter der Velburger „Garagenbar am Ring“ haben für Samstag ein Treffen mit etwa 30 damaligen Weggefährten organisiert. Foto: Wolfgang Schön

Velburg.50 Jahre sind es nun, seit beim Anwesen Haußner in der Straße „Am Ring“ die legendäre Velburger Garagenbar ihre Anfänge hatte. Damals wie heute wünschen sich Jugendliche nichts sehnlicher, als einen eigenen, möglichst von Erwachsenen nicht kontrollierten Ort zum Treffen und Feiern zu haben. Wer von den Jugendlichen dann das Glück eines solchen Treffpunkts hat, der fühlt sich als König und erinnert sich meist auch mit viel Pathos an diese Zeit zurück.

So nun auch bei Peter Koller und den beiden Haußner-Brüdern Franz und Hans, die zu den Gründern dieses von Mythen umwobenen Treffpunkts der Garagenbar in Velburg gehörten. Und weil es nun 50 Jahren sind, nimmt man dieses Jubiläum zum Anlass, wieder mit den alten Freunden und Freundinnen von damals, die mittlerweile in alle Winde verstreut sind, zusammen zukommen.

Ein Gedicht über die alten Zeiten

Sie kommen am kommenden Samstag zunächst in der Garagenbar zusammen. Diese besteht auch heute noch, wird aber nicht mehr genutzt. Später geht es in den Gasthof „Zur Post“, weil es hier für die „in die Jahre gekommenen“ doch etwas gemütlicher sei, wie Koller schmunzelnd anmerkt. „Wir waren den Alt-Achtundsechzigern von damals weit voraus“ erinnert sich der „Gründer-Vater“ Koller, der heute noch von dem Etablissement der Garagenbar schwärmt, als wäre deren große Zeit erst gestern gewesen. An all das erinnern sich die Ehemaligen am Samstag zurück. Die einstigen Velburger Jugendlichen sind heute schon fast alle im Rentneralter. Peter Koller hat sogar ein Gedicht über diese Zeit und die Erfahrungen von damals geschrieben und will es am Samstag vortragen. Fast alle haben ihr Kommen zugesagt, die Organisatoren rechnen mit „so mit um die 30 Leuten“, wie sie sagen.

Feiern und schmusen

  • Musikauswahl: Diese sei legendär gewesen – über 1000 Schallplatten hätten die „Haußner-Buben“ gehabt. Sie waren die „Hausherren“ der „Garagenbar am Ring“. (pws)

Voll und ganz kann Koller die Velburger Jugendlichen von heute verstehen. Sie beantworteten beim Jugendforum die Frage nach ihren Wünschen an erster Stelle mit einer verbesserten Mobilität, was den ÖPNV anbelangt, und einem eigenen Treffpunkt, wo man nicht gleich mit Auflagen konfrontiert oder gar weggeschickt werde. „Wir hatten das Glück, unsere Garagenbar war so ein Treffpunkt und deshalb kommen wir auch jetzt wieder zusammen und freuen uns darauf, Erinnerungen auszutauschen, obwohl wir doch eigentlich noch gar nichts vergessen haben „Es ist, als wäre es gerade erst gestern gewesen“, sagt Koller.

Das Essgeschirr steht noch da

Und so schaut es in der Velburger Garagenbar auch heute noch aus, wie sich der Berichterstatter unserer Zeitung überzeugen konnte. Von der Decke hängt noch die letzte Faschingsdekoration, die bunten Strahler verströmen eine discomäßige Atmosphäre, in der Bar stehen halb volle Flaschen und das Essgeschirr ist auch noch da, obwohl die letzte Fete Jahrzehnte zurückliegt. Oder hat man vielleicht nur vergessen, aufzuräumen? Auch das kann nun am Samstag geklärt werden.

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