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Gartenviertel: SPD will Anwohner unterstützen

In Zeiten hoher Grundstückspreise und Wohnungsknappheit kommt der Nachverdichtung in dünn bebauten städtischen Wohngegenden eine besondere Rolle zu.

Die SPD sieht das Bauprojekt für ein Acht-Parteien-Haus in der Saarlandstraße kritisch.
Die SPD sieht das Bauprojekt für ein Acht-Parteien-Haus in der Saarlandstraße kritisch. Foto: André Madeisky

Neumarkt.So wird derzeit auch in Neumarkt an vielen Stellen im Stadtgebiet nachverdichtet. Auch in der SPD werde die städtische Nachverdichtung heiß diskutiert, informiert die Partei in einer Stellungnahme, denn schließlich sei die Schaffung von Wohnraum eines der zentralen Themen im SPD-Kommunalwahlkampf gewesen.

Man dürfe dabei aber nicht außer Acht lassen, dass mit der Verdichtung eines bestehenden Wohngebiets auch immense Nachteile einhergehen können: Wenn nämlich für den Neubau hochpreisigen Wohnraums die Grenzen der örtlichen Infrastruktur erreicht würden und gesteigerter Autoverkehr und Parkplatznot die Lebensqualität im Quartier einschränkten, könne das zu sozialen Spannungen führen und die eingesessene Nahbarschaft in Aufruhr versetzen, heißt es weiter. „Genau das passiert gegenwärtig im Neumarkter Gartenviertel, ausgelöst durch das Bauvorhaben auf dem Grundstück Saarlandstraße 34.“ Auf dem Areal soll ein Neubau für acht Wohnparteien entstehen.

Auf Einladung der Anwohner informierte sich die Stadtratsfraktion der SPD kürzlich vor Ort über die Situation in der Saarlandstraße. Viele Anwohner hätten die Gelegenheit genutzt, ihre Bedenken hinsichtlich des riesigen Bauprojekts zum Ausdruck zu bringen und die Stadträte um Unterstützung ihrer Anliegen zu bitten, schreibt die SPD. Dabei sei unter unter anderem vorgetragen worden, dass der Baumbestand an für das Viertel charakteristischen Föhren vom Bauträger ohne Genehmigung entfernt worden sei.

„Die SPD-Stadträte können die Anliegen und Bedenken der Bürger des Gartenviertels sehr gut nachvollziehen und unterstützen deren Forderung nach einer der Nachbarschaft angemessenen Bebauung auf dem Grundstück“, heißt es in der Stellungnahme. Nachverdichtung ist aus Sicht der SPD-Stadträte durchaus wichtig und richtig. Jedoch dürfe diese nicht zu einer reinen Gewinnmaximierung für den Bauträger verkommen. Mit Augenmaß müsse sowohl auf Naturverträglichkeit als auch auf die Akzeptanz in der Nachbarschaft Rücksicht genommen werden. Nur so sei eine nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtplanung möglich.

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