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Region Neumarkt
Montag, 23. Juli 2018 23° 2

Prozess

Gestritten, gerauft und wieder vertragen

Das Neumarkter Amtsgericht hat einen 31-Jährigen zu acht Monaten verurteilt – die vier Jahre auf Bewährung ausgesetzt werden.
Von Luis Münch

Richter Rainer Würth verurteilte den Angeklagten zu einer Bewährungsstrafe. Foto: Malte Christians/dpa
Richter Rainer Würth verurteilte den Angeklagten zu einer Bewährungsstrafe. Foto: Malte Christians/dpa

Neumarkt.Mit der Faust ins Gesicht geschlagen, einen Kopfstoß verpasst und mit dem Kopf voraus gegen eine Hauswand gedrückt – was im Oktober vergangenen Jahres in Neumarkt vorgefallen ist, hört sich spektakulär an. Mehr als ein paar Abschürfungen hat das Opfer aber zum Glück nicht erlitten. Ein 31-Jähriger musste sich am Dienstagvormittag vor dem Amtsgericht verantworten, weil er nach einem Streit mit einem jungen Mann handgreiflich geworden war.

„Wir haben gestritten, gezofft und gerauft – uns aber wieder vertragen.“ Sie seien wegen einer Frau aneinander geraten, erklärte der Angeklagte. Dabei seien das Handy und die Brille des anderen Mannes beschädigt worden. „Ich habe ihm die Brille und das Handy ersetzt und mich vor der Verhandlung bei ihm entschuldigt.“

Vor Richter Rainer Würth zeigte sich der 31-Jährige geständig und räumte den Tatvorwurf ein. Folgenschwere Verletzungen habe das Opfer nicht erlitten. „Außer ein paar Schürfungen hatte ich keine schwerwiegenden Verletzungen – halb so wild“, sagte dieser als Zeuge vor Gericht.

Thomas Leykam, der Vertreter der Staatsanwaltschaft, hielt dem Angeklagten sein Geständnis und seine Entschuldigung zugute und dass er den Schadens ersetzt hat. Er forderte eine einjährige Freiheitsstrafe, die wegen der positiven Sozialprognose auf Bewährung ausgesetzt werden könne.

Richter Würth verurteilte den 31-Jährigen letztendlich wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten mit einer Bewährungszeit von vier Jahren. Der Angeklagte habe nun die Chance, dass es einigermaßen vernünftig mit seinem Leben weitergehe. Weil sich der Angeklagte wegen Erwerbs, Besitzes und Handeltreibens mit Betäubungsmitteln bereits strafbar gemacht habe, riet ihm der Richter, von den Drogen Abstand zu nehmen: „Sie haben noch die Chance abzuspringen.“

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