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Festival

Glasperlenspiel sind heiß aufs Soundhorn

Das erfolgreiche deutsche Elektro-Pop-Duo spielt beim Festival nahe Pilsach. Zuvor stellte es sich den MZ-Fragen.
Wolfgang Endlein

Sängerin Carolin Niemczyk und Keyboarder Daniel Grunenberg bilden das Duo Glasperlenspiel, das Anfang August in Niederhofen beim Soundhorn-Festival auftritt. Foto: Axel Heimken/dpa
Sängerin Carolin Niemczyk und Keyboarder Daniel Grunenberg bilden das Duo Glasperlenspiel, das Anfang August in Niederhofen beim Soundhorn-Festival auftritt. Foto: Axel Heimken/dpa

Niederhofen.Sie sind der Headliner des Soundhorn-Festivals im kleinen Ort Niederhofen (Gemeinde Pilsach): das deutsche Elektro-Pop-Duo Glasperlenspiel. Was Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg mit Niederhofen verbinden, wie ein Festivaltag für sie verläuft und wie es ist, Auftritt für Auftritt immer wieder die gleichen Songs zu spielen, darüber sprechen sie im großen MZ-Interview.

Carolin Nemczyk und Daniel Grunenberg kommen beide aus der Nähe von Freiburg. Foto: Arton Sefa
Carolin Nemczyk und Daniel Grunenberg kommen beide aus der Nähe von Freiburg. Foto: Arton Sefa

Carolin und Daniel, habt ihr schon mal von Niederhofen gehört?

Daniel: Gehört schon, da gewesen sind wir aber noch nie.

Ihr wisst aber schon, was Ihr da am 3. August machen werdet?

Daniel: Klar. Soundhorn heißt das Festival, glaube ich.

Festival

Organisator von SoundHorn sucht Lösungen

Es gibt ein Insolvenzverfahren, doch Jonas Lücke bleibt positiv. Er gründet eine neue GmbH, um in Niederhofen durchzustarten.

Wisst Ihr noch mehr über das Festival oder ist das bei der Masse an Festivals, die Ihr im Sommer spielt kaum möglich?

Carolin: Man muss ehrlich sein: Bei 40 Festivals, die wir in diesem Sommer spielen, schaue ich mir meist erst in der Woche vor dem Festival an, wohin es geht und was dort los ist. Aber über das Soundhorn haben wir tatsächlich schon was gehört, als wir uns mit Max Giesinger unterhalten haben.

Erfolgs-Sänger Max Giesinger trat im vergangenen Jahr beim Soundhorn-Festival in Niederhofen auf. Foto: Uwe Anspach/dpa
Erfolgs-Sänger Max Giesinger trat im vergangenen Jahr beim Soundhorn-Festival in Niederhofen auf. Foto: Uwe Anspach/dpa

Der ja auch schon beim Soundhorn war.

Carolin: Stimmt. Es soll sehr schön sein. Wir freuen uns schon sehr.

Ihr habt schon Euer Festival-Programm erwähnt: Das klingt nach viel Arbeit.

Daniel: Klar, wir spielen jedes Wochenende auf Festivals. Aber wir genießen zugleich einfach die besondere Atmosphäre und dass man draußen Zeit verbringen kann.

Das Wetter beim Soundhorn-Festival 2018 war eher durchwachsen. Foto: Distler
Das Wetter beim Soundhorn-Festival 2018 war eher durchwachsen. Foto: Distler

Was macht für Euch die Festival-Saison so besonders neben dem Draußensein?

Carolin: Wir sind immer mit der selben Crew unterwegs. Das ist ein bisschen wie ein Klassentreffen, wenn man sich jedes Wochenende trifft.

Daniel: Wenn es beim Festival eine schöne Backstage gibt, kann man die Zeit auch gut genießen. Da geben sich viele Veranstalter extrem viel Mühe. Ein Grill ist beispielsweise extrem wichtig. Carolin sucht auch immer gleich nach Liegestühlen oder ob man in der Nähe baden kann. Dadurch, dass wir mit Nightlinern (Busse mit Schlafmöglichkeiten; Anm. d. Red.) reisen, ist man oft schon um 5 Uhr in der Früh am Festivalgelände, spielt aber erst am Abend. Man hat also viel Zeit, die man draußen verbringen kann.

Das sind Glasperlenspiel

Als Fan hofft man natürlich, dass Ihr auf dem jeweiligen Festivals Eure Hits spielt. Wie ist es aber für Euch, immer wieder die gleichen Lieder zu spielen? Ist das nicht anstrengend?

Daniel: Nein. Jeder Auftritt ist anders. Es geht ja auch um die Publikumsreaktion, um die Energie zwischen uns und dem Publikum. Idealerweise wird es eine Party.

Carolin: Sagen wir so, „Geiles Leben“ würde ich mir privat jetzt nicht anhören, aber auf der Bühne ist das was anderes. Wenn Fans jede Zeile mitsingen können, sorgt das immer noch für Gänsehautmomente bei mir.

Jonas Lücke (l.) ist der Organisator des Soundhorn-Festivals, das von der Lammsbräu, hier vertreten von Mario Spies, unterstützt wird. Foto: Stefanie Roth
Jonas Lücke (l.) ist der Organisator des Soundhorn-Festivals, das von der Lammsbräu, hier vertreten von Mario Spies, unterstützt wird. Foto: Stefanie Roth

Ihr steht inzwischen seit vielen Jahren als Band oben auf der Bühne bei Festivals. Seid Ihr denn ab und an auch noch als normale Fans unten vor der Bühne anzutreffen?

Carolin: Ich war vergangenes Jahr auf dem Southside-Festival am Bodensee. Leider nur einen Tag lang.

Daniel: In den vergangenen fünf Jahren war das kaum möglich. Wir spielen selbst am Wochenende und unter der Woche sind leider meist keine Festivals.

Familien-Open-Air

  • Übernachten:

    Im Zelt, im Wohnwagen oder im Hotel.

  • Attraktionen:

    Vor Ort gibt es Kinderschminken und Artisten-Auftritte sowie Foodtrucks.

  • Eltern:

    Container zum Stillen und zum Wickeln sind vorhanden.

  • Atmosphäre:

    Künstler spielen auch unplugged am Lagerfeuer.

  • Workshops:

    Die Besucher des Soundhorn-Festivals sollen miteinander in Kontakt kommen und
    sich auch unterhalten können.

Was macht für Euch Festival-Atmosphäre aus?

Carolin: Dass man mit coolen Leuten unterwegs ist. Und auf jeden Fall, dass es gutes Essen gibt.

Daniel: Und das wichtigste ist natürlich das Wetter.

Neben dem Soundhorn gibt es im Landkreis Neumarkt weitere Festivals:

Wenn es beim Soundhorn tatsächlich noch Menschen geben sollte, die Euch nicht kennen sollten: Wie würdet Ihr Eure Musik beschreiben?

Daniel: Wir machen Elektropop und legen sehr viel Wert auf die Show. Wir haben richtig Bock, die Menschen zum Tanzen zu bringen.

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