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Umwelt

Grundschüler werden zu „Zukunftshelden“

In Workshops haben Drittklässler in Neumarkt viel über Umwelt- und Klimaschutz gelernt. Das Wissen sollen sie weitergeben.
Von Sarah Bloos

Die Schüler aus Neumarkt errechneten ihren ökologischen Fußabdruck. Foto: Sarah Bloos
Die Schüler aus Neumarkt errechneten ihren ökologischen Fußabdruck. Foto: Sarah Bloos

Neumarkt.„Nur jede zweite Banane kommt zu uns, weil die anderen nicht ganz gerade oder schön gewachsen sind.“ – „Und warum sind die da so pingelig?“ Das und anderes hinterfragten die Kinder der Theo-Betz-Grundschule am Freitag auf dem Aktionstag „Neumarkter Zukunftshelden“, bei dem die Umweltexperten von morgen ausgebildet wurden.

Den ganzen Tag über lernten die Schüler in verschiedenen Workshops, was sie im Alltag tun können, um unsere Umwelt zu schützen. Freiwillige der dritten Klassen aus ganz Neumarkt waren dafür zu Besuch. Organisiert hatten die Veranstaltung die Schule und der Eine Welt Laden. Dessen ehrenamtliche Mitarbeiter leiteten das Programm und halfen mit Lehrmaterial und dem nötigen Know-how aus. Durch die interaktive Gestaltung sollten die Drittklässler zum Mitdenken angeregt werden.

Lehramtsstudenten zeigten den Kindern, wie Fußbälle hergestellt werden. Foto: Sarah Bloos
Lehramtsstudenten zeigten den Kindern, wie Fußbälle hergestellt werden. Foto: Sarah Bloos

Gleich beim ersten Programmpunkt durften die Kinder das Modell des „globalen Dorfes“ nachspielen. Bei dem Modell wird die gesamte Erdbevölkerung symbolisch durch 100 Personen dargestellt. Nachdem die Schüler auf die einzelnen Kontinente aufgeteilt wurden, erhielten sie Schokoladenstückchen. Je reicher eine Region, desto mehr Schokolade bekam sie auch. Schnell wurden Rufe aus den Reihen des afrikanischen Kontinents laut: „Das ist ja ungerecht, wir sind doch viel mehr!“ So wurde den Kindern die ungleichmäßige Verteilung von Reichtum, Wohnraum und Bildung auf der Welt erklärt.

Erstaunt zeigten sich die Mädchen und Jungen bei den Workshops am Vor- und Nachmittag. An verschiedenen Stationen zeigten Lehramtsstudenten den Kindern, aus welchen Ländern Obst und Gemüse kommen oder wie Kleidung, Fußbälle und Handys hergestellt werden. Betroffen machte die Schüler, unter welchen Bedingungen am anderen Ende der Welt Kinder in ihrem Alter arbeiten müssen.

Mithilfe dieser Karte lernten die Kinder, wo ihr tägliches Obst und Gemüse herkommt. Foto: Sarah Bloos
Mithilfe dieser Karte lernten die Kinder, wo ihr tägliches Obst und Gemüse herkommt. Foto: Sarah Bloos

Die künftigen Umweltexperten brachten sich mit eigenen Ideen ein, wie sie ihren Teil zum Umweltschutz beitragen könnten: „Weniger Schokolade essen – und wenn, dann fairtrade“, meinte beispielsweise ein Schüler. Zusammen mit den Umweltexperten ihrer Schulen können sie ihre Tipps und Tricks an ihre Mitschüler weitergeben.

Schulleiter Dr. Thomas Mayr zeigte sich sehr angetan von der Aktion: „Wenn ich mir Gedanken über die Welt mache, dann denke ich vielleicht 30 Jahre in die Zukunft. Die Kinder denken viel weiter. Und sie müssen später in der Welt leben, die wir ihnen hinterlassen.“ Deshalb sei es ihm eine Herzensangelegenheit, die Kinder darauf vorzubereiten und bei ihnen ein Umweltbewusstsein zu wecken. Er hofft auch, dass die Kinder ihr Wissen an die Eltern weitergeben. „Sie können dann mit Argumenten überzeugen.“ Zum Abschluss des Tages erhielt jedes Kind einen Beutel mit weiteren Informationen und eine Urkunde.

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