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Verkehr

Haltestellen für Elterntaxis in Parsberg

Bei der Grundschule gibt es sogenannte „Hop on/Hop off“ Zonen. Sie sollen die Verkehrssituation in dem Bereich entschärfen.
Von Vera Gabler

Entlang der Lupburger Straße (Foto) und an der Ritter-Haug-Straße wurden die Haltestellen für Elterntaxi eingerichtet  Foto: Vera Gabler
Entlang der Lupburger Straße (Foto) und an der Ritter-Haug-Straße wurden die Haltestellen für Elterntaxi eingerichtet Foto: Vera Gabler

Parsberg.Wenn nächste Woche wieder die Schule beginnt, dann sollte zumindest ein großes Problem wegfallen. Nämlich die gefährliche Verkehrssituation vor der Grundschule in der Aschenbrenner Straße, weil nicht nur Eltern ihre Grundschüler direkt vor das Schulhaus bringen, sondern weil auch die Autos zur Realschule und zum Gymnasium an der Grundschule vorbeifahren.

„Das bekannte Problem gibt es aber nicht nur in Parsberg, es ist auch in anderen Gemeinden ein Thema“, sagte Bürgermeister Josef Bauer beim Pressetermin an der Lupburger Straße. Nach einem Stadtratsbeschluss und der Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz (ZV KVS) wurden nunmehr „Hop on/Hop off“ Zonen geschaffen. Zum einen an der Lupburger Straße ab der Einmündung Forstgartenweg und zum anderen an der Ritter-Haug-Straße auf der Höhe des Parsberger Friedhofes. Dort können Eltern im Zeitraum von 7 bis 8.30 Uhr und von 11 bis 13 Uhr ihre Kinder ab sofort entspannt ein- und aussteigen lassen.

Sicherer Weg zur Schule

„Mit den beiden Parkplätzen haben wir perfekte Elternhaltestellen gefunden“, stellte Bauer fest. Von dort können die Schüler gefahrlos entlang des Fußgängerwegs und über einen Fußgängerüberweg mit Ampel zum Schulhaus gehen. Jetzt hoffe er, dass die Eltern diese Neuerung gut annehmen und so aktiv dazu beitragen, den Schulweg aller Kinder der Grundschule Parsberg sicher zu gestalten.

Sandra Schmidt, kommissarische Geschäftsführerin des Zweckverbandes ergänzt: „Elternhaltestellen tragen aber nicht nur zur Verkehrssicherheit bei. Ein zu Fuß zurückgelegter Schulweg ist für Kinder eine wichtige Erfahrung, um aktive Teilnahme am Verkehrsleben zu verinnerlichen. Außerdem steigern ein paar Schritte an der frischen Luft erfahrungsgemäß die Konzentrationsfähigkeit.“ Neben der Einführung und Beschilderung der Elternhaltezonen in Parsberg versorgt der Zweckverband die Schüler der Grundschule sowie deren Eltern mit weiteren Informationen. So gibt es demnächst einen Flyer, in dem Genaueres zu den beiden Zonen in Parsberg erläutert wird, inklusive dem Schulweg der Kinder. „Und wir werden mit drei Mitarbeitern in den ersten Wochen präsent sein“, verspricht Tom Dörner vom Zweckverband, um Eltern nochmals auf die Zonen aufmerksam zu machen.

Alles passiert in enger Absprache mit der Polizeiinspektion Parsberg, die zum Schulbeginn Polizisten an den Schulen abstellen wird. Die Schulanfänger seien noch nicht in der Lage, den Verkehr in ähnlicher Weise wie Erwachsene zu begreifen, sagte PHK Günter Wolfsteiner. Er ergänzt, dass mehr als die Hälfte der auf dem Schulweg verletzten Kinder im Auto der Eltern verunglücken.

Ohne Rücksicht überholt

Mit sehr viel Herzblut hat die Rektorin Brigitte Rausch die Einrichtung der Zone beobachtet. Sie hatte zuletzt im Februar mit Manfred Frömmig vom Sonderpädagogischen Förderzentrum die gefährliche Verkehrssituation kurz vor Schulbeginn und am Mittag beklagt. „Die Eltern haben nicht nur ihre Kinder mitten auf der Straße aussteigen lassen, sie überholten ohne Rücksicht auf Verluste auch die Busse.“

Vor Schulbeginn und nach Unterrichtsschluss sind im Bereich der Grundschule 300 Kinder, elf Schulbusse, drei Kleinbusse, Autos von Eltern, von Patienten einer Arztpraxis und der normale Durchgangsverkehr unterwegs. „Jetzt muss die Zone nur noch angenommen werden“, sagt Rausch.

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