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Benefiz

Hardrock für die Glocken

Die Audi Bläserphilharmonie spielt in der Beilngrieser Bühler Halle für das Geläut der Stadtpfarrkirche
Von Johann Grad

Stadtpfarrer Josef Funk und Orchesterleiter Günther Graf (Mitte) freuen sich mit den Unterstützern auf das Benefizkonzert. Foto: Grad
Stadtpfarrer Josef Funk und Orchesterleiter Günther Graf (Mitte) freuen sich mit den Unterstützern auf das Benefizkonzert. Foto: Grad

Beilngries.Darauf können sich alle freuen, Jung und Alt: Die Audi Bläserphilharmonie gibt am 5. Mai 2018 ein Benefizkonzert in der Bühlerhalle. Der Reinerlös ist für die Glocken von St. Walburga. Bei einem Pressegespräch mit den Verantwortlichen wurde Näheres bekannt gegeben.

Der Kontakt kam über Bischof Gregor Maria Hanke und Audi-Chef Rupert Stadler zustande. Orchester-Leiter Günther Graf ging die Sache an und besprach sich mit Stadtpfarrer und Domkapitular Josef Funk. Man kannte sich, es gab ja schon Konzerte des Audi-Ensembles auf dem Kirchenvorplatz.

Graf stellte die Musik vor, moderne Rock- und Popkompositionen, Funk hatte nichts dagegen, aber die Stadtpfarrkirche erwies sich nicht als der günstigste Konzertraum. Man ging auf Suche und fand in der Bühlerhalle einen idealen Ort. Auf dem Programm stehen Stücke wie „A hard day’s night“, Musik von Led Zeppelin, Deep Purple oder Supertramp. Michael Jackson ist vertreten mit „Thriller“, Leonhard Cohen mit seinem bekannten „Halleluja“, dazu kommen Lieder wie „Wind of chance“, „Marry“, bei dem die Röhrenglocken für romantische Stimmung sorgen, und ein Medley von Grönemeyer, das mit einem Mambo endet und „die Zuhörer auf die Stühle treibt“, ist sich Günther Graf sicher. Falls Zugaben gewünscht sind, wird das Konzert ruhig ausklingen.

Die Musik wird sicher alle Altersgruppen ansprechen, man brauche keine große Verstärkung, für E-Gitarren ist sie notwendig, z. B. bei Metallica. Stadtpfarrer und Domkapitular Josef Funk freut sich auf das Konzert, denn „es wird bestimmt spannend und für jeden ist etwas dabei“.

Seit 1962 gibt es ein Audi-Werksorchester, zu dem sich Mitarbeiter des Autobauers zusammenfanden. Es war eine Blaskapelle und wurde von der Firmenleitung fest unterstützt. In den achtziger Jahren wurde aus der Blaskapelle ein symphonisches Blasorchester, das mehr konzertante Musik spielte. Es gab auch immer mehr Leute, die zeitgenössische Musik für symphonische Blasorchester komponierten oder arrangierten. Das Audi-Orchester spielte diese moderne Rock- und Popmusik, bei der fünf oder sechs Leute die Schlagwerke malträtieren, die sog. Perkussionisten. Seit zehn Jahren nennt man sich Audi Bläserphilharmonie. Musiker vom Bandarbeiter über IT-Leute, Auszubildende, Manager und Rentner gehören dazu, alle haben einen Bezug zu Audi. Geprobt wird alle zwei Wochen am Montag und Donnerstag nach der Schicht, ein eigener Probenraum steht zur Verfügung, das Ensemble wird nach wie vor von der höchsten Ebene unterstützt.

Im Oktober kommt das ganze Orchester in das Bildungszentrum bei Leising zu einem Probenwochenende.

Laut Stadtpfarrer Josef Funk sind die Arbeit an den hölzernen Glockenstühlen und an den Armaturen abgeschlossen, die Programmierung der Läute-Zeiten muss noch genauer abgestimmt werden. „Der Klang ist weicher geworden, alle Glocken, auch die achte, sind gut aufeinander abgestimmt“, zog Funk ein positives Resümee der Arbeiten. Der Freundeskreis St. Walburga und der Lions Club werden die Halle herrichten und in der Pause für Verpflegung sorgen. So lassen sich die Kosten für die Bühler Halle minimieren. (ugr)

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