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Region Neumarkt
Montag, 16. Juli 2018 27° 8

Lupburg

Heimspiel für Harry und Ernschie

Im Burghof Lupburg gab es eine Sommernacht mit Unterhaltung. Harald Scharnbeck und Martin Ehrensberger lobten ihre Heimat.
Von Günter Treiber

Harry und Ernschie boten musikalisch ein Vergnügen. FOTO: TREIBER
Harry und Ernschie boten musikalisch ein Vergnügen. FOTO: TREIBER

Lupburg.„Ja uns geht‘s guad, wal ma an Metzger, an Bäcker und an Buachamoaster hom“, lobten Harry und Ernschie, alias Harald Scharnbeck und Martin Ehrensberger ihre Heimat Lupburg, „und wenn ma des ned hätt‘n, miast ma af Parschberch foarn“.

Das Konzert-Duo, das ansonsten in Bayern unterwegs ist, hatte erst zum dritten Mal ein Heimspiel. Sie sangen zweieinhalb Stunden zugunsten der ortsansässigen Grundschule.

Bürgermeister Manfred Hauser fand das ehrenamtliche Engagement einfach großartig, denn der Erlös der heimischen Konzerte gehen meistens Einrichtungen für Kinder am Ort. Unter dem Titel „Wellness für die Ohren“ hat das Duo, das seine Lieder selbst schreibt und komponiert, die Oberpfälzer Mundart hochleben.

Da hätten Menschen aus dem hohen Norden, die ein Bayer auch gerne „Preiß‘n“ nennt, schon einige Schwierigkeiten gehabt. Interessant und kurzweilig im Ambiente des Burghofs, illuminiert mit vielen Kerzen, war es ein Vergnügen, den beiden zuzuhören.

Ihr Gesang und das Instrumentenspiel zeugte von hoher Qualität. Während Harry seiner sauberen Baritonstimme die Dialektworte entlockte, hatte Ernschie die Aufgabe, neben Gesang auch aus vielfältigen Instrumenten die Melodien hinzuzufügen.

Es war eine geschmackvolle Vielseitigkeit, die das Duo interpretierte, die sich aus Gesang, Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und Saxofon zusammenfügte und das Publikum begeisterte.

Großes Repertoire der Musiker

Man staunte nicht nur über die hohe Qualität der beiden Musiker, sondern auch über das riesige Repertoire über das beide verfügen.

„Wir haben seit letztem Mal 15 neue Stücke dazugetan“ sagte Martin Ehrensberger, „und alle selbst geschrieben“. „Des is mei Hoamat“, mit Inbrunst gesungen, hat gezeigt, wie heimatverbunden beide sind. Und dass sie eingefleischte Bayern sind, machte nicht nur ihre Mundart deutlich, sondern auch ihre Hommage an das 100-jährige Bayern: „Unser Freistaat is do, wo andere in Urlaub fahren, do bin i dahoam“.

Während seiner Begrüßung hat Bürgermeister Hauser auch einen Wunsch geäußert: „Mein Lieblingslied ist die Lupburghymne“. Nun, diesen Wunsch erfüllten Harry und Ernschie gerne. Im Refrain heißt es: „In Lupburg geht‘s uns guad. Von Lupburg gehn ma ned fuat. Weil, da samma dahoam“.

Den Beifall, der zum Ende hin aufrauschte, haben beide Musiker verdient. Aber das Publikum hatte auch etwas verdient, nämlich eine Zugabe. Fazit: Ein Abend, den man gerne in Erinnerung behält und von dem man sich eine Wiederholung wünscht.

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