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Politik

Historischer Tag für Parsberg

Vor der ersten Stadtratssitzung im neuen Saal gab es den kirchlichen Segen. Am Sonntag steht das Rathaus für Besucher offen.
Von Peter Tost

Pfarrer Thomas Günther segnete den neuen Sitzungssaal im Obergeschoss des Rathauses. Foto: Tost
Pfarrer Thomas Günther segnete den neuen Sitzungssaal im Obergeschoss des Rathauses. Foto: Tost

Parsberg.„So einen schönen Sitzungssaal hat es in Parsberg noch nie vorher gegeben“, schwärmte Bürgermeister Josef Bauer bei der Einweihung der neuen Heimat des Stadtrats am Donnerstagabend. Es sei ein historischer Tag für die Stadt, betonte er. Stadtpfarrer Thomas Günther erteilte dem lichtdurchfluteten Raum den kirchlichen Segen und wünschte dem Gremium, allzeit gute Entscheidungen für Parsberg zu treffen.

Im Anschluss ging Bürgermeister Bauer auf den Umbau des Rathauses ein und erinnerte daran, dass der vorherige Sitzungssaal für seine Aufgabe nicht besonders geeignet gewesen sei. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass am Sonntag von 13 bis 17 Uhr beim Tag der offenen Tür alle Interessierten die Gelegenheit haben, das Rathaus und natürlich den neuen Sitzungssaal zu besichtigen. Zudem werde an dem Nachmittag die neue Parsberg-App für Smartphones vorgestellt.

Ferienbetreuung beschlossen

Landrat Willibald Gailler zeigte sich beeindruckt vom neuen Sitzungssaal und dem umgebauten Rathaus. „Parsberg hat sinnvoll in die Zukunft investiert, denn eine kommunale Verwaltung braucht funktionale Räume, um die Anforderungen zu erfüllen.“

Im Anschluss an den kleinen Festakt fand die erste Stadtratssitzung in dem neuen Sitzungssaal statt. Dabei traf das Gremium einstimmig die Grundsatzentscheidung, dass eine Ferienbetreuung an der Grundschule eingeführt wird. „Laut der Kindergarten- und Schulbeauftragten Carmen Fritz war die Nachfrage in den letzten Jahren relativ gering“, erklärt Bauer.

„Parsberg hat sinnvoll in die Zukunft investiert, denn eine kommunale Verwaltung braucht funktionale Räume, um die Anforderungen zu erfüllen.“

Landrat Willibald Gailler

Deshalb habe man sich zu einer Kooperation mit den medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz (Medbo) entschlossen. Die beschäftigen in den Bezirkskliniken in Parsberg 270 Mitarbeiter und bieten an anderen Standorten firmeneigene Ferienbetreuungen an.

„Wir wollen deshalb in den ersten beiden Wochen der großen Ferien eine ganztägige Betreuung zusammen mit der Medbo anbieten“, sagte Bauer. Die ganztägige Betreuung von 7.45 bis 16.15 Uhr koste für eine Woche 120 Euro pro Kind und 80 Euro für Geschwisterkinder, die halbtägige Betreuung die Hälfte.

Die Stadt bietet heuer eine Ferienbetreuung an. Foto: Uwe Anspach/dpa
Die Stadt bietet heuer eine Ferienbetreuung an. Foto: Uwe Anspach/dpa

Soweit nicht der Arbeitgeber die Ferienbetreuung bezuschusse, springe die Stadt Parsberg ein und übernehme für Parsberger Bürger bei ganztägiger Betreuung 30 und bei halben Tagen 15 Euro. Betreut werden Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren, in Ausnahmefällen auch Fünf- und Elfjährige.

Weil die Genehmigung der Regierung der Oberpfalz noch aussteht, wird mit den Rohbauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Grundschulerweiterung heuer nicht mehr begonnen, sondern erst im Frühjahr 2019. Wie Bürgermeister Bauer informierte, werde die Zeit bis dahin für Erschließungsarbeiten und die Vorbereitung des Baugrundstücks genutzt.

Wegen der derzeit sehr langen Genehmigungszeiten gehe man davon aus, dass auch mit dem Kindergartenneubau erst im Frühjahr 2019 begonnen werden könne. Laut dem Bürgermeister seien zwischenzeitlich die Grundstücksverhandlungen für den Standort beim Freizeitzentrum abgeschlossen. Um den Bedarf an Plätzen für unter Dreijährige bis zur Fertigstellung des neuen Kindergartens decken zu können, werde im katholischen Kindergarten St. Josef eine weitere Kinderkrippen-Gruppe eingerichtet.

Klärschlamm ist ein Problem

Das landkreisweite Problem der immer schwieriger werdenden Entsorgung von Klärschlamm habe nun die interkommunale Vereinigung Arge 10 auf den Plan gerufen, teilte Bauer mit. Mit Unterstützung durch Professor Markus Brautsch von der Fakultät Umwelttechnik der OTH Amberg-Weiden soll deshalb ein Konzept zur Lösung des Klärschlammproblems erarbeitet werden. Nach Abzug der Fördermittel bleibe für die Arge 10 ein Betrag in Höhe von 30 000 Euro übrig, die auf die Mitgliedsgemeinden aufgeteilt werden, sagt der Bürgermeister.

„Mit der Ansiedlung des Technologiecampus wird ein sehr wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung von Parsberg und der Region gesetzt“, betonte Bauer. Die Vermarktung der Gewerbeflächen am Campus mit 80 000 und im Bereich Hörmannsdorf mit 100 000 Quadratmeter sei deshalb von großer Bedeutung.

Der Stadtrat habe sich deshalb bei einem Workshop mit Dr. Wolfgang Fruhmann intensiv mit der künftigen Entwicklung Parsbergs beschäftigt. Letzterer stellte bei der Sitzung eine Zusammenfassung der Zielrichtung bei der Vermarktung der Gewerbeflächen vor. Er betonte, dass man sich bei der Auswahl der Firmen Zeit lassen sollte, um möglichst qualitativ hochwertige Betriebe anzusiedeln.

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