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Ehrung

Hohe Auszeichnung für Eduard Liebscher

Der Beilngrieser gibt dem Tourismus seit vielen Jahren entscheidende Impulse. Dafür erhält er das Bundesverdienstkreuz.
Von Hans Gleisenberg

Landrat Anton Knapp, MdL Eva Gottstein und Bürgermeister Alexander Anetsberger freuten sich mit Eduard Liebscher, seiner Ehefrau Maria und Tochter Simone. Staatsminister Franz-Josef Pschierer (2. v. re.) überreichte die Auszeichnung. Mit auf dem Bild auch MdL Tanja Schorer-Dremel (re.). Foto: A. Krämer
Landrat Anton Knapp, MdL Eva Gottstein und Bürgermeister Alexander Anetsberger freuten sich mit Eduard Liebscher, seiner Ehefrau Maria und Tochter Simone. Staatsminister Franz-Josef Pschierer (2. v. re.) überreichte die Auszeichnung. Mit auf dem Bild auch MdL Tanja Schorer-Dremel (re.). Foto: A. Krämer

BEiLNGRIES.„Ich war schon überrascht, als ich vor einem viertel Jahr erfuhr, dass ich das Bundesverdienstkreuz erhalten werde“, so Eduard Liebscher im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung.

Am Dienstag war es nun so weit und begleitet von seiner Ehefrau Maria und Tochter Simone trat er die Reise nach München an. Wie groß die Wertschätzung des Ausgezeichneten in seiner Heimatstadt und im ganzen Altmühltal ist, zeigte auch die Tatsache, dass Landrat Anton Knapp und Bürgermeister Alexander Anetsberger es sich nicht nehmen ließen, Eduard Liebscher nach München zu begleiten wo auch die Landtagsabgeordneten Eva Gottstein und Tanja Schorer-Dremel mit ihrem Kommen die Verbundenheit mit dem Geehrten demonstrierten.

Der Staatsminister für Wirtschaft, Energie und Technologie, Franz Josef Pschierer, überreichte das Bundesverdienstkreuz am Bande, im Auftrag von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. In seiner Laudatio machte er deutlich, dass Liebscher sich weit über ein normales Maß für seine Mitmenschen, seine Stadt und die Region engagiert habe und dies durch die Übernahme zahlreicher Ehrenämter untermauert habe: „Diese Bereitschaft ist deshalb öffentlich hervorzuheben und wird durch die Überreichung des Verdienstkreuzes dauerhaft gewürdigt“, so der Staatsminister.

Ein großer Beilngrieser

Auch Bürgermeister Alexander Anetsberger würdigte den Geehrten als großen Beilngrieser: „Ohne ihn hätte Beilngries heute nicht den Stellenwert und die Ausstrahlung, die alle Jahre eine steigende Zahl von Touristen in die Altmühlmetropole lockt. Doch auch die ureigensten Belange der Stadt und seiner Bürger wurden von Eduard Liebscher immer mit Nachdruck vertreten und diese Auszeichnung hat er sich redlich verdient“.

Schon im Alter von 14 Jahren, damals verstarb sein Vater, musste er Verantwortung übernehmen, um mit Mutter und Schwester das Wirtshaus am Leben zu erhalten. Doch schon ein Jahr später entwickelte er mit einer Hähnchenbraterei auf dem damaligen Volksfestplatz auf der „Bauernwiese“ erste Geschäftsideen.

Seine Frau Maria freut sich mit dem Geehrten Eduard Liebscher. Foto: Gleisenberg
Seine Frau Maria freut sich mit dem Geehrten Eduard Liebscher. Foto: Gleisenberg

Und die „Gamshendl“ sind bis heute ein Markenzeichen im Hause Liebscher geblieben. Richtig in Fahrt kam die Erfolgsgeschichte der Familie Liebscher 1968 als das alte Wirtshaus, so Liebscher, zu einem Gasthof mit Café umgebaut wurde.

1970 übergab ihm seine Mutter das Geschäft, doch zunächst musste ihm das Gericht seine Reife hierfür bescheinigen, da er erst 20 Jahre alt war und damals die Volljährigkeit erst mit 21 Jahren gegeben war.

Dies war auch im Bezug auf die Hochzeit mit seiner Maria notwendig, die er sich aus Ernersdorf (Gemeinde Berching) an die Altmühl holte und mit der er, so der Geehrte, auch nach 48 Ehejahren, den Glücksgriff seines Lebens getan hat. Die Ehefrau engagierte sich an der Seite ihres Mannes und bildete sich im Hotelfach immer wieder fort und erhielt 1985 den Bayerischen Wirtebrief. Liebscher selbst absolvierte eine Lehre zum Metzger und anschließend besuchte er die Hotelfachschule in München und erlernte auch den Beruf des Kochs.

Wirtegemeinschaft gegründet

Seinen Gasthof baute er kontinuierlich aus gründete schon 1981 das Seminarhaus und schon 1982 wurde sein Haus Mitglied in der Ring Hotelkette.

Doch nicht nur für seine Familie war er da, er engagierte sich auch nach Kräften in seiner Heimatstadt. „Ich habe im Leben schon einiges Glück gehabt und auch gute Berater wiesen mir den richtigen Weg.“ An dieser Stelle nennt er ganz besonders Andreas Schmidtner von der Sparkasse und den Architekten Robert Wein.

Aber ohne funktionierende Familie wäre das alles auch nicht möglich gewesen. Meine Frau und unsere drei Kinder Markus, Simone und Tobias waren Stütze und Ruhepol bei allen Aktivitäten.“

Dass dies alles so möglich war ist aber sicherlich auch dem Wahlspruch von Eduard Liebscher geschuldet: „Wähle einen Beruf, der dir Freude macht und du brauchst ein Leben lang nicht zu arbeiten“.

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Zur Person

  • Ämter:

    Er gründete 1973 die Wirte-Gemeinschaft, engagierte sich seit 1994 als Vorsitzender im Tourismusverein, im Lions Club. Er war Gründungsmitglied der Beilngrieser Tafel, von 1996 bis 2001 Schöffe am Landgericht in Ingolstadt. Er ist Mitglied der Nepalhilfe, fungiert als Vorsitzender der Willibald Schmidt Stiftung und war aktiv bei der Gründung des Golfclubs Beilngries beteiligt. Dies ist aber nur ein Teil seines Engagements für seine Stadt und deren Bürger.

  • Sein Betrieb:

    Im Alter von 14 Jahren übernahm Liebscher den väterlichen Betrieb. 1968 wurde es zu einem Gasthaus mit Café umgebaut. Als ihm seine Mutter den Betrieb 1970 übergab, musste ihm ein Gericht erst die notwendige Reife bescheinigen, da er noch nicht volljährig war. 2015 übergab er den Betrieb an Sohn Markus, der das Hotel nun in der siebten Generation führt.

  • Der Orden:

    Das Bundesverdienstkreuz wird an Personen verliehen, die politische, wirtschaftlich-sozial und geistige Leistungen in der Regel unter Zurückstellung der eigenen Interessen erbracht haben.

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