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Wirtschaft

Horn geht zu Bischofshof

Die Generalbevollmächtigte der Neumarkter Lammsbräu wechselt nach Regensburg. Johannes Ehrnsperger übernimmt die Führung.
Von Eva Gaupp

Auf die Vertragsunterzeichnung wurde schon mal angestoßen: Susanne Horn wird die neue Geschäftsführerin der Brauerei Bischofshof und damit Nachfolgerin von Hermann Goß. Bischof Rudolf Voderholzer gab seinen Segen dazu.Foto: altrofoto.de
Auf die Vertragsunterzeichnung wurde schon mal angestoßen: Susanne Horn wird die neue Geschäftsführerin der Brauerei Bischofshof und damit Nachfolgerin von Hermann Goß. Bischof Rudolf Voderholzer gab seinen Segen dazu.Foto: altrofoto.de

Neumarkt. Neumarkt. Nach zehn Jahren übergibt Susanne Horn die Führung des Familienunternehmens Neumarkter Lammsbräu in die Hände von Johannes Ehrnsperger, der am 1. Februar in die Brauerei eingestiegen ist und damit die Familientradition fortsetzt.  Der 28-Jährige wird ab 1. Februar 2019 die alleinige Geschäftsführung übernehmen, teilte das Neumarkter Bio-Unternehmen auf Nachfrage des Tagblatts mit. Bis 31. Januar 2019 werde er gemeinsam mit der Generalbevollmächtigten Susanne Horn als Doppelspitze die Geschicke der Brauerei leiten.

Johannes Ehrnsperger ist ausgebildeter Brauer und Mälzer, studierter Betriebswirt, Brau-  und Getränketechnologe und arbeitete zuletzt bei der Distelhäuser Brauerei in Tauberbischofsheim. Seit Anfang 2018 bildete er mit Susanne Horn bereits eine Doppelspitze und verantwortete die Bereiche Produktion, Qualitätssicherung und Produktentwicklung, Energie und Instandhaltung sowie Logistik und Nachhaltigkeit bei der Neumarkter Lammsbräu.

Wie am Dienstag bekanntwurde, übernimmt Susanne Horn zum 1. April 2019 die Geschäftsführung der Brauerei Bischofshof in Regensburg. Der aktuelle Geschäftsführer der Brauerei Bischofshof, Hermann Goß, geht zum 30. Juni 2019 nach 18 Jahren in den Ruhestand. 2008 war die heute 44-Jährige Horn Mitglied der Geschäftsführung in der Neumarkter Bio-Brauerei geworden, nachdem sie zuvor in der Regensburger Vielberth-Gruppe beschäftigt war. Als Generalbevollmächtigte leitete sie das Unternehmen, das sich vom einstigen Pionier zur größten deutschen Ökobrauerei entwickelt hat. Derzeit beschäftigt die Lammsbräu rund 130 Mitarbeiter.

Bereits bei einer Mitarbeiterehrung Ende vergangenen Jahres hatte die Lammsbräu angekündigt, dass Johannes Ehrnsperger bis zum Jahresende die Leitung der technischen Geschäftsfelder übernehmen soll.

Überraschung bei der IHK

Für Vertreter der Neumarkter Wirtschaft kam diese Entscheidung sehr überraschend. Denn Susanne Horn wurde erst vor kurzem als Vorsitzende des IHK-Gremiums wiedergewählt. Eine ihrer Stellvertreter ist die Unternehmerin Ursula Hammerbacher: „Das ist ein großer Verlust für Neumarkt“, reagierte diese auf Nachfrage des Tagblatts. Sie schätze Horn sehr als seriöse Geschäftspartnerin.

Auch die Geschäftsführerin der IHK-Außenstelle in Neumarkt, Silke Auer, bedauert den Weggang von Susanne Horn: „Wir haben immer sehr gut zusammengearbeitet. Ich finde es sehr schade, dass sie geht.“ Doch die IHK habe ausreichend Zeit, einen neuen Vorsitzenden des IHK-Gremiums zu wählen. Als nächster Schritt werde im Vorstand ein Vorschlag für die Personalie gesucht, dann müsse das Gremium abstimmen. „Ein reibungsloser Übergang ist gewährleistet“, sagte Auer.

Susanne Horn stammt aus Hahnbach im Landkreis Amberg-Sulzbach. Sie ist verheiratet und Mutter eines Sohnes. In Neumarkt ist sie jedoch nicht nur als Generalbevollmächtigte bekannt, sondern auch als eine Frau, die sich gesellschaftlich und sozial engagiert, so beispielsweise in der Münsterpfarrei St. Johannis sowie im IHK-Gremium.

Freude bei Bischofshof

„Ich bin außerordentlich zufrieden, dass wir Susanne Horn für die Nachfolge von Hermann Goß gewinnen konnten“, sagte Alois Sattler als Brauereiverwaltungsratsvorsitzender. „Sie überzeugt nicht nur mit ihrer fachlichen Expertise, sondern auch mit ihrer ganzen Persönlichkeit.“ Er sei schon beim ersten Gespräch sicher gewesen, dass Horn die Richtige für seine Nachfolge sei, sagt Goß. „Mit ihr wird die Brauerei Bischofshof auch in Zukunft große Ziele erreichen.“

Bei der Sitzung des Brauereiverwaltungsrats und Diözesanvermögensverwaltungsrats wurde die designierte Geschäftsführerin diesen zuständigen Gremien vorgestellt. Bischof Rudolf Voderholzer fasste das zustimmende Votum der Mitglieder mit knappen Worten und voller Überzeugung zusammen: „Meinen Segen habt’s!“ Die Stiftungsbrauerei befindet sich im Besitz des Bistums Regensburg. Unter ihrem Dach wird auch das Bier der Klosterbrauerei Weltenburg produziert.

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