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Wirtschaft

Hubert Aiwanger besucht Max Bögl

Im Fokus des Gesprächs mit dem Wirtschaftsminister in Sengenthal standen die Energiewende und Entwicklungen der Firmengruppe.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Mitte) besuchte die Firmengruppe Max Bögl: von links Bürgermeister Werner Brandenburger (Sengenthal), die Vorstände Josef Knitl und Michael Bögl, die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Karin Hammerl-Ranftl, Gesellschafter Johann Bögl und der BWE-Landesvorsitzende Dr. Matthias Grote. Foto: Bögl
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Mitte) besuchte die Firmengruppe Max Bögl: von links Bürgermeister Werner Brandenburger (Sengenthal), die Vorstände Josef Knitl und Michael Bögl, die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Karin Hammerl-Ranftl, Gesellschafter Johann Bögl und der BWE-Landesvorsitzende Dr. Matthias Grote. Foto: Bögl

Sengenthal.Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, besuchte am Montag die Firmengruppe Max Bögl am Hauptsitz in Sengenthal. Neben einer Werksrundfahrt sowie der Vorstellung des Leistungsspektrums der Firmengruppe standen auch Gespräche zu energiepolitischen Themen auf der Agenda, darunter zur Energiewende, zur Energiespeicherung und -verteilung, der Mobilität sowie zur Reduzierung des Flächenverbrauchs und dem Schaffen von bezahlbarem Wohnraum.

In den Gesprächen mit dem Staatsminister erläuterte Gesellschafter Johann Bögl, dass man die Augen nicht davor verschließen dürfe, dass der aktuelle Erfolg in Bayern im Wesentlichen auf den Investitionen der Vergangenheit beruhe, die basierend auf den regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen getätigt wurden. Um diesen Erfolg auch für die Zukunft zu sichern, bedürfe es allerdings weiterer Investitionen und eines attraktiven, starken Heimatmarktes.

Bögl: Die Energiewende stockt

Die Firmengruppe Max Bögl begrüßt einen Neustart der Energiewende in Bayern und sicherte ihr hohes Engagement für dieses Thema zu. „Wir sind sicher, dass Bayern seine Spitzenposition beim Ausbau Erneuerbarer Energien nur wieder erreichen kann, wenn sich das Investitionsklima für Erneuerbare Energien im Freistaat deutlich verbessert“, erklärte Johann Bögl.

Dass die Energiewende im Freistaat in den letzten Jahren ins Stocken geraten ist, liegt an den deutlich verschlechterten Rahmenbedingungen für Investitionen in Erneuerbare Energien. Ein Beispiel dafür ist die 10H-Abstandsregelung für Windkraftanlagen. Sie behindere massiv den Ausbau der Windkraft, die auch in Bayern an vielen Standorten großes Potenzial hat. Aus Sicht der Firmengruppe muss die 10H-Regelung deutlich modifiziert werden.

Positiv werde bewertet, dass jüngst Ministerpräsident Markus Söder das Thema Windenergie im „Klimakabinett“ aufgegriffen hat und hundert neue Windanlagen in den nächsten zwei Jahren in den bayerischen Staatswäldern errichtet werden sollen.

CO-frei in die Zukunft?

Der Beschluss könne nur der erste Schritt zu einer CO2-neutralen Wirtschaft in Bayern sein. Die bayerische Industrie frage verstärkt erneuerbare und damit CO2-freie Energie nach. „Wir brauchen hier echte Fortschritte, um den Wirtschaftsstandort Bayern zukunftsfest zu machen“, so Johann Bögl. Weitere aktuelle Themen waren die dezentrale Stromversorgung und der Ausbau des Übertragungsnetzes. Die Firmengruppe Max Bögl hat mit der Wasserbatterie eine innovative dezentrale Stromspeicheranlage direkt für die Standorte von Windkraftanlagen entwickelt.

Interessieren Sie sich für die Debatte um die neue Stromtrasse durch den Landkreis Neumarkt? Dann werfen Sie einen Blick in unser MZ-Spezial zur Juraleitung.

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