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Natur

Hubertusfeier des Jägervereins

Der Hubertustag lade traditionell dazu ein, sich mit der Beziehung zwischen Mensch, Natur und Schöpfung zu befassen.
von Ludwig Walter

Die Hubertusfeier 2019 fand mit der Vorstandschaft und den Ehrengästen zusammen statt.  Foto: Ludwig Walter
Die Hubertusfeier 2019 fand mit der Vorstandschaft und den Ehrengästen zusammen statt. Foto: Ludwig Walter

Lupburg.Mit einem festlichen Gottesdienst zu Ehren des heiligen Hubertus, den Pfarrer Christian Rakete in der Pfarrkirche St. Barbara zelebrierte und den Jagdhornbläser unter Leitung von Hornmeister Josef Rappl und Oberpfälzer Moidln musikalisch umrahmten, leitete der Jägerverein Jura e.V. Parsberg seine diesjährige Hubertusfeier ein.

Nach dem gemeinsamen Fackelzug zum Gasthaus Gablerkeller eröffneten die Jagdhornbläser mit ihren Jagdsignalen die Hubertusfeier. 1. Vorsitzender Peter Lehmeier jun. begrüßte die Anwesenden, besonders die Ehrengäste mit Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, „Hubertusredner“ MdL BJV-Bezirksvorsitzenden Alexander Flierl aus Oberviechtach, stellvertretender Landrat 1. Bürgermeister Josef Bauer, Parsberg, 1. Bürgermeister Manfred Hauser, Lupburg, Pfarrer Christian Rakete sowie alle Vertreter der Jagdgenossenschaften und Hegeringen.

Gemeinsam Natur erhalten

Albert Füracker ging in seinen Grußworten auf das leidige Thema des Zusammenwirkens zwischen Land- und Forstwirten und Jägern ein, die beide aufeinander angewiesen seien. Nur gemeinsam könnten sie unsere Natur erhalten. Erster Bürgermeister Manfred Hauser überbrachte die Grüße der Marktgemeinde. Der Hubertustag lade traditionell dazu ein, sich mit der Beziehung zwischen Mensch und Natur zu befassen.

Zum Grundprinzip der Jagd gehörten Hege und Pflege unabdingbar dazu.

Hintergrund

  • Hubertus:

    Der Hubertustag verpflichtet Waidmänner auch gegenüber der Gesellschaft und gegenüber der Schöpfung. Die Jagd kann nur Bestand haben, wenn alle Landnutzer zusammenstehen.

Die Jägerinnen und Jäger verstehen ihr Wirken auch als Teil des allgemeinen Naturschutzes, sie schätzen den Wald und das Wild und setzen sich für die Erhaltung intakter Lebensräume ein. Zum Schluss bat er um Verständnis dafür, dass beim Jura-Radmarathon, den der Sportverein Lupburg am 14. Juni 2020 ausrichten darf, die Fluren und Wälder mehr als üblich beansprucht werden. BJV-Bezirksvorsitzender MdL Alexander Flierl warf in seiner Hubertusrede die Frage auf, ob Hubertusfeiern noch modern und zeitgemäß seien. Er beantwortete dies mit einem Ja, denn diese seien mehr als ein schöner Rahmen, mehr als ein Ritual und dem Brauchtum geschuldet. Der BJV bleibe insbesondere Anwalt des Wildes und seiner Lebensräume. Zum Waffenrecht bzw. der EU-Feuerwaffenrichtlinie stellte Flierl fest, dass vom legalen Waffenbesitz keine Gefahren ausgingen und Grundvertrauen statt Misstrauen auch für die Genehmigung von Nachtsichtgeräten und Schalldämpfern erforderlich sei.

Landwirte und die Waidmänner

In seinen Ausführungen sprach er die Erhaltung der Wildlebensräume und den Artenschutz, die Inanspruchnahme von Fördermittel, den Umgang mit Wild, wildlebenden Tieren und Konflikte an und betonte, dass Landwirte und Waidmänner nicht die Sündenböcke der Gesellschaft seien. Zum wiederkäuenden Schalenwild (Rot- und Rehwild) plädierte er für die Beibehaltung der Schonzeiten. Zum Schwarzwild bemerkte er, dass Eingriffe notwendig seien, dieses aber nicht zum Schädling degradiert werde, bei dem keine Regeln gelten. Der Umgang mit der Schöpfung sei zentraler Punkt der Jagd. Die Jagd sei Kulturgut.

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