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Region Neumarkt
Freitag, 20. April 2018 24° 1

Schule

Im Ausland neue Erfahrungen sammeln

Bei Austauschprogrammen profitieren alle Beteiligten. Das bestätigen auch die drei befragten Gymnasien.
Von Heike Regnet

Die Schüler des Beilngrieser Gymnasiums waren auf den Spuren der Geschichte unterwegs, wie hier beim Ausflug nach Loudun. Fotos: Neumayr/Borchert

Neumarkt.Lust aufs Sprachenlernen wecken, den eigenen Horizont erweitern und neue Freundschaften über Landesgrenzen hinweg – das sind nur einige der zahlreichen positiven Aspekte, die Schüleraustauschprogramme bieten. Auch wenn die Vorbereitung und Durchführung der Treffen unzählige Stunden an Arbeit verschlingen, sind Austauschprogramme stets den Aufwand wert, so die einhellige Meinung aller Beteiligten.

Seit 15 Jahren gibt es so ein Schüleraustauschprogramm am Gymnasium Beilngries. Angeboten wird es für die Schüler der neunten Klassen sowohl im naturwissenschaftlich-technologischen, als auch im sprachlichen Zweig. Durch den Austausch mit den Partnerschulen in Loudun und Saint-Gély du Fesc können die Jugendlichen eine bedeutende Kulturlandschaft im Westen Frankreichs erkunden. Hier verbinden sich Zeugnisse der Vergangenheit wie Loudun oder das Loire-Schloss mit der Moderne wie Futuroscope und Aquarium La Rochelle. Beeindruckend ist zudem die Weite der Landschaft und des Atlantischen Ozeans.

Miteinander wird gefördert

„Über die Jahre hinweg hat sich eine hervorragende pädagogische Kooperation entwickelt, die auch das Miteinander zwischen den Jugendlichen beider Partner aktiv fördert“, sagt Oberstudiendirektorin Sabine Nolte-Hartmann. Im Kontext der Städtepartnerschaft zwischen Beilngries und der norditalienischen Stadt Garda erfreue sich auch der regelmäßige Schüleraustausch zwischen dem Gymnasium Beilngries und der Hotelberufsschule Garda seit zwölf Jahren großer Beliebtheit.

Derzeit sind italienische Schüler im Altmühltal und lernen die bayerische Adventstradition kennen. Zudem besteht ein Austauschprogramm mit der Wheat Ridge High School im US-Bundesstaat Colorado. Von der letzten Reise kehrten die Schüler begeistert zurück, vor allem die amerikanische Gastfreundschaft, Denver und die malerischen Rocky Mountains faszinierten die Schüler.

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Im Zwei-Jahres-Turnus findet am Gymnasium Parsberg ein Schüleraustausch mit La Réunion statt. Angestoßen hatte dies vor sechs Jahren ein Parsberger Lehrer, der von der Insel so begeistert war, dass er dort eine Schule suchte, die ein Austauschprogramm durchführen wollte. Gerade die Partnerschaft mit einer Schule auf einer Insel biete ungewöhnliche und tolle Erfahrungen, sind sich Schüler und Lehrer einig. Die Vulkaninsel mitten im Indischen Ozean biete vom Strand bis zur Bergwanderung beeindruckende Möglichkeiten. Zudem leben hier Menschen unterschiedlichster Hautfarbe, Ethnien und Religionen auf engstem Raum harmonisch miteinander. Hinduistische Tempel stehen neben katholischen Kirchen, Moscheen und buddhistischen Tempeln. Afrikanische, asiatische und europäische Einflüsse vermischen sich, und dies sei besonders faszinierend in den Klassenzimmern zu beobachten. Die Gastfreundschaft sei für die Schüler stets ein ganz besonderes Erlebnis.

In unserem Locator sehen Sie die geografische Lage der drei Partnerschulen:

Die Partnerschule Lycee Evariste de Parny ist zudem an die Universität gekoppelt und bietet den Studiengang Tourismus an. Einige der Austauschpartner sind daher Studenten, die vor Ort das Programm und die Besichtigungen organisieren. So gibt es neben dem Unterricht ein umfangreiches Programm von Wanderungen über Delfinsafari bis hin zur kreolischen Kochwerkstatt. „Die Schüler sammeln beim Austausch Erfahrungen, die sie ein Leben lang begleiten, den Horizont erweitern und vielleicht auch Lust aufs Sprachenlernen machen“, sagt Lehrkraft Claudia Borchert. „Das wirkt sich auch aufs Schulklima aus.“

Beim Schüleraustausch mit La Réunion erwartet die jugendlichen Gäste vom Gymnasium Parsberg stets ein ganz besonderes Programm. Die Vulkaninsel hat viel Beeindruckendes zu bieten. Das beginnt schon bei einer rasanten Bootstour über den Indischen Ozean. Die Landschaft auf La Réunion ist genau so vielfältig wie die Menschen, die hier leben. So sammeln die Schüler auf ihrer Reise zahlreiche unvergessliche Eindrücke. Weitere Schüleraustauschprogramme bestehen mit Spanien, Frankreich und Prag. Zudem waren viele Schüler bereits mit Commenius-Projekten unterwegs.

Ein musikalischer Austausch

Am Ostendorfer Gymnasium gehen auch die Musen auf Reisen. Foto: Regnet

Ein musisches Schüleraustauschprogramm ist am Ostendorfer Gymnasium in Neumarkt beheimatet. Bereits seit sechs Jahren besteht der Kontakt zum Pécsi Müveszeti Gimnàzium im ungarischen Pécs. Im Zwei-Jahres-Turnus werden die Treffen organisiert, und schon jetzt laufen die Vorbereitungen zum Austausch im kommenden Jahr. Dann werden wieder 15 Schüler mit den begleitenden Lehrkräften neue Erfahrungen sammeln.

Musik, Tanz, Dramaturgie und künstlerische Gestaltung sind Schwerpunkte an der ungarischen Schule. Im Fokus steht beim Schüleraustausch das gemeinsame Musizieren. Zudem lernen die Jugendlichen beim abwechslungsreichen Rahmenprogramm Land und Leute kennen. Ein Höhepunkt ist stets das gemeinsame Konzert am Ende der Woche. „Interessant ist es auch, die Arbeitshaltung der ungarischen Schüler zu sehen“, sagt Musiklehrer Franz Rauch. „Die üben einfach mehr und das motiviert auch unsere Schüler.“

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