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Zukunft

In Beilngries stehen viele Projekte an

Der Bauausschuss hat in der jüngsten Sitzung viele Anträge genehmigt – unter anderem Urnenwände in Friedhöfen.
von Johann Grad

Im Kevenhüller Gewerbegebiet kann die Schreinerei erweitert werden. Die Löschwasserversorgung muss jedoch bald geklärt sein. Foto: Grad
Im Kevenhüller Gewerbegebiet kann die Schreinerei erweitert werden. Die Löschwasserversorgung muss jedoch bald geklärt sein. Foto: Grad

Beilngries.Viele Baustellen werden sich demnächst im ganzen Gemeindegebiet von Beilngries auftun, wenn alles realisiert wird, was der Bauausschuss in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch genehmigt hat. Dazu gehören auch Urnenwände oder Urnengrüfte, die ab 2019 nach und nach auf den städtischen Friedhöfen in den Ortsteilen – außer in Kevenhüll – errichtet werden. Eine Urnenbestattung in einem normalen Grab ist natürlich auch möglich.

Bürgermeister Alexander Anetsberger erinnerte an die Ortsteil-Spaziergänge, bei denen dieser Wunsch vorgetragen worden sei, wie in Irfersdorf. Dort und in Wolfsbuch gibt es laut Stadtbaumeister Thomas Seitz den Antrag auf eine Urnenwand. Heuer entstehe auf dem Friedhof in Beilngries eine neue Anlage mit Urnenwänden und -grüfte. Helmut Schloderer schlug vor, in den Ortsteilen neben Wänden auch Grüfte vorzusehen. Der Stadtbaumeister meinte dazu, in Beilngries sei beides notwendig, bei den Ortsteilen müsse man den großen Aufwand beachten. Kirchliche Friedhöfe erhalten beim Bau solcher Urnenanlagen den üblichen Zuschuss, erfuhr Christian Gerner. In Aschbuch gebe es acht Urnengräber, sagte Ortsprecher Georg Treffer. Man sollte in Irfersdorf beginnen, da es dort mit anderen betroffenen Orten an die tausend Einwohner gibt, schlug Alfons Fehlner vor, Ortssprecher von Grampersdorf.

Brigitte Frauenknecht meinte, man solle sich nicht an eine Baumaßnahme pro Jahr binden. Die Verwaltung habe sicher einen Überblick.

Bürgermeister Alexander Anetsberger sagte, bei Bedarf könne man separate Entscheidungen treffen. Das Ganze sei als eine Absichtserklärung der Kommune und als Grundsatzbeschluss zu verstehen. Dem schloss sich der Bauausschuss an. Ab dem Jahr 2019 kann mit der Errichtung von Urnenwänden auf den Ortsteil-Friedhöfen begonnen werden.

Ausgleich ist notwendig

Matthias Rohmann will mit einer Voranfrage die Möglichkeit einer Betriebserweiterung klären lassen. Das Areal liegt im Überschwemmungsbereich und das betreffe eigentlich alle Betriebe dort. Im Einzelgenehmigungsverfahren sei eine Erweiterung möglich. Der Bereich müsse durch einen Retentionsraum ausgeglichen werden, beantwortete Anetsberger die Anmerkung von Rüdiger Stein. Die Umgehungsstraße habe wegen der Durchlässe keine Auswirkungen auf Überschwemmungsgebiete vor und in der Stadt, erfuhr Helmut Schloderer.

Brigitte Frauenknecht fragte, ob der Begriff „Regenwasserversickerung auf dem Grundstück zwingend erforderlich“ eine Baumaßnahme scheitern lasse, wenn man dem Passus nicht zustimmt. Laut Seitz kommt das automatisch in den Bescheid. Nach Anetsberger ist man trotzdem nicht von der Beitragspflicht befreit. Widersprüche dagegen würden momentan behandelt. Dem Vorbescheid und der Regelung der Abwasserentsorgung wurde zugestimmt.

Die Firma Eckerle Logistik will eine Produktionshalle mit überdachter Lagerfläche und drei Siloanalgen neben ihrer Logistikhalle errichten. Dieses Gelände sei weniger vom Hochwasser berührt. Der Ausschuss genehmigte das Vorhaben einstimmig, ebenso die Regelung der Abwasserbeseitigung per Erschließungsvereinbarung mit der Stadt. In Oberndorf will Landwirt Markus Schels seinen Rinderstall erweitern und eine zusätzliche Güllegrube und ein Fahrsilo bauen. Der Betrieb liegt 220 Meter vom geplanten Baugebiet in Oberdorf entfernt, nur 120 Meter wären notwendig gewesen. Man könne deshalb jederzeit zustimmen, so Stadträtin und Ortssprecherin Pauline Hirschberger. Eine ausreichende Löschwasserversorgung müsse noch ermittelt und auf Kosten des Bauherrn errichtet werden. Auch dafür gab es einstimmige Zustimmung. Dies gilt auch für den Antrag von Sylvester Sedlmeier in Hirschberg, der seinen Saal aufstocken will für einen Tagungsraum. Dazu komme eine Außentreppe als Fluchtweg.

Ebenfalls einstimmig beschieden wurde der Antrag von Richard Burger zum Neubau einer Werkhalle in Kevenhüll. Helmut Schloderer fragte nach der Löschwasserversorgung. Das Landratsamt Eichstätt hat laut Anetsberger bei einem Brand eine benötigte Wassermenge von 96 Kubikmeter für die ersten zwei Stunden errechnet. Eine Hälfte davon komme aus den Leitungen, die andere müsse vorhanden sein. Das betreffe auch das Schützenhaus und das Anwesen Pöringer. Burger strebe für alle drei Bereiche eine gemeinschaftliche Lösung an, erklärte Anetsberger.

Hallen sollen gebaut werden

Die Baufirma Karg wolle in Wolfsbuch eine Lagerhalle und Material-Boxen für Schüttgut errichten, hieß es außerdem in der Sitzung. Das Vorhaben liege zum Teil außerhalb des Mischgebiets. Der Bauausschuss gab seine Zustimmung, die endgültige Entscheidung treffe allerdings das Landratsamt.

Ein weiterer Punkt in der Sitzung war: Die Gebrüder Biersack wollen eine neue Produktionshalle errichten. Das Gelände liege im Überschwemmungsbereich, der Bauherr habe zum Ausgleich selbst schon einen Retentionsraum angelegt. Die Anbindung erfolge an die Sandstraße und weiter zur Umgehungsstraße. „Das werden auch andere Betriebe so halten und damit kommt Verkehr weg von der Max-Prinstner-Straße“, betonte Bürgermeister Anetsberger. Der Ausschuss sah das auch so – und war einstimmig für das Bauvorhaben.

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