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Region Neumarkt
Mittwoch, 26. September 2018 17° 1

Politik

In Berg steht das nächste Großprojekt an

Architekten des Büros Berschneider haben erste Pläne für seniorengerechtes Wohnen mit Büroräumen und Tiefgarage vorgestellt.
Von Hans Stepper

Gemeinderäte und interessierte Bürger machten sich ein Bild vom Fortgang der Arbeiten am Sport- und Kulturzentrum in der Schulstraße. Foto: Stepper
Gemeinderäte und interessierte Bürger machten sich ein Bild vom Fortgang der Arbeiten am Sport- und Kulturzentrum in der Schulstraße. Foto: Stepper

BERG.Geprägt war die öffentliche Gemeinderatssitzung am Mittwochabend, zu der sich auch einige Zuhörer einfanden, von aktuellen Bauvorhaben sowie von künftigen Projekten – besonders im Bereich der Neumarkter Straße. Bevor sich die Gemeinderäte im Rathaus-Saal trafen, führte der Weg zum neuen Sport- und Kulturzentrum an der Schulstraße. Dort informierten Bürgermeister Helmut Himmler und Bauamtsleiter Ingenieur Bernhard Birgmeier über den Fortschritt des größten Hochbauprojektes in der 40-jährigen Geschichte der Gemeinde.

Zu Beginn des Schuljahres 2018/2019 soll die Mehrzweckhalle fertig sein und für den Schulsport genutzt werden können. Anfang 2019 wird auch das voll sanierte Hallenbad wieder seine Pforten für Schulschwimmen und öffentliches Schwimmen öffnen.

Neue Straßenarbeiten beginnen

Zu Beginn der Sitzung gab Himmler einige Termine bekannt: So wird in der Gemeinderatssitzung im Juni der Rekordhaushalt 2018 mit 32,3 Millionen Euro behandelt. Zudem soll der erste Entwurf für das etwa 130000 Quadratmeter große Areal in Richtheim-West, das Handel, Gewerbe und Wohnen beinhaltet, durch ein Architektur-Büro vorgestellt werden. Bereits am Dienstag werden die Arbeiten an der Gemeinde-Verbindungsstraße Klostermühle hin zur Staatsstraße bei Gnadenberg beginnen.

Der Ausbau des schnellen Internets in vielen Ortsteilen der Kommune soll laut Bürgermeister Himmler im Herbst abgeschlossen sein. Dann könne jeder Haushalt in der Gemeinde Berg auf eine Datengeschwindigkeit von 30 Megabit zurückgreifen.

Zweite Bürgermeisterin Susanne Hierl und dritter Bürgermeister Peter Bergler überreichten Helmut Himmler eine Dankurkunde für seine 40-jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst. Foto: Stepper
Zweite Bürgermeisterin Susanne Hierl und dritter Bürgermeister Peter Bergler überreichten Helmut Himmler eine Dankurkunde für seine 40-jährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst. Foto: Stepper

Nahezu 45 Minuten befasste sich die Ratsversammlung zum wiederholten Mal mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes mit integriertem Grünordnungsplan für das Sondergebiet „Gesundheit/Pflege“ in der Schulstraße, beim ehemaligen Festplatz sowie der Änderung des Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan. Das Ratsgremium billigte auch den Bebauungsplan mit integriertem Grünordnungsplan nach der nochmaligen Auslegung.

Bevor es aber so weit war und alle gewählten Volksvertreter ihre Hand hierzu erhoben und somit grünes Licht für das „Berger Gesundheitszentrum“ gaben, trug Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Guido Bauernschmitt vom „Team4“ aus Nürnberg die neuen vorgebrachten Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und von Privatpersonen vor.

Er erläuterte auch die Einwände gegen dieses Bauvorhaben, ging auf die Anregungen ein und gab hierzu die Sichtweise und Gegenargumente der Berger Gemeindeverwaltung bekannt. Nach der Zustimmung des Gemeinderates zeigte sich Bürgermeister Himmler erleichtert. „Was im Bereich der Pflege und in der ärztlichen Versorgung in der Schulstraße im neuen Gesundheitszentrum entstehen wird, ist für unsere Kommune von größter Bedeutung.“

Einig waren sich die Gemeinderäte, dass man im 1994 erstellten Rathaus am Sophie-Scholl-Platz etwas für den Bereich Barrierefreiheit tun müsse. „Beim Bau vor 25 Jahren war die Barrierefreiheit überhaupt kein Thema“, sagte Himmler. Umso wichtiger sei es heute, in einem öffentlichen Gebäude auch behinderten Menschen einen beschwerdefreien Zugang zu ermöglichen. Angedacht ist, an der Ost-Giebelseite des Rathauses im Außenbereich einen Personenaufzug anzubringen, um den Sitzungssaal, das Trauungszimmer im Dachgeschoss und die Räume im Kellerbereich mit dem Gemeindearchiv sowie die sanitären Einrichtungen besser und ohne Hindernisse erreichen zu können. Auch im Gebäude müssten einige barrierefreie Maßnahmen durchgeführt werden. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf etwa 200000 Euro.

Ein Dirtpark für die Biker

Bereits in wenigen Wochen könnte in der Nähe der Autobahn A3, bei der Unterführung der Gemeindeverbindungsstraße Berg-Unterwall, ein Pumptrack- und Dirtline-Platz entstehen. Gemeindeingenieur Birgmeier bezifferte die Kosten auf etwa 10000 Euro. Erst in der vergangenen Woche hatte hierzu ein Ortstermin mit dem Gemeinderat, Jugendlichen und deren Eltern stattgefunden, bei dem der Gemeinderat eine weitere Freizeiteinrichtung für Jugendliche im Berger Ortsbereich in Aussicht stellte. Nun signalisierte die Ratsversammlung grünes Licht für das Vorhaben, das Beschäftigte des Bauhofes errichten sollen. Das freute vor allem die jugendlichen BMX-Fahrer und Mountainbiker.

Die Architekten Rico Lehmeier und Andreas Schmid vom Architektur-Büro Berschneider + Berschneider stellten einen ersten Planungsentwurf für seniorengerechte Wohnungen, Geschäfts- und Büroräume sowie Parkplätze und Tiefgarage in der Neumarkter Straße vor. Das Areal in Berg umfasst rund 3000 Quadratmeter.

Bürgermeister Himmler gab bekannt, dass es sich in einem Mischgebiet befinde. Ob hierzu ein Bebauungsplan nötig wird, muss die Kommune mit dem Landratsamt absprechen. Gemeinderat Alois Braun gab bei der Diskussion zu bedenken, dass in der Nähe der neuen geplanten Gebäude – dreistöckige Hauptfront an der Staatsstraße 2240, einstöckiger Verbindungstrakt und zwei dreistöckige, abgesetzte Wohntrakte im westlichen Bereich – ein Handwerksbetrieb angrenze und man sich Gedanken machen müsse wegen der Immission.

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