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Verkehr

In Neumarkt wird bald mehr geblitzt

Der Stadtrat hat beschlossen, dem Zweckverband Verkehrssicherheit beizutreten. Gefährliche Stellen sucht die Polizei mit aus.
Von Eva Gaupp

Neumarkt hat Rasern den Kampf angesagt. Foto: Fabian Sommer
Neumarkt hat Rasern den Kampf angesagt. Foto: Fabian Sommer

Neumarkt.In Neumarkt müssen sich bald die Raser in Acht nehmen: Denn der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend beschlossen, dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz beizutreten. Dieser kann dann beauftragt werden, die Geschwindigkeit an neuralgischen Punkten in Neumarkt zu kontrollieren. Wo, wann und wie oft gemessen wird, das soll in enger Absprache mit der Neumarkter Polizei geschehen, waren sich die Stadträte einig.

Allerdings fiel das Votum mit 22 : 12 am Ende recht knapp aus, denn CSU und FLitZ stimmten gegen dieses Vorhaben. Dieter Ries (FLitZ) kritisierte, regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen seien eine „Gängelung und ein Abkassieren der Bürger“ und CSU-Fraktionsvorsitzender Markus Ochsenkühn bezweifelte, dass punktuelle Radarfallen langfristig etwas am Fahrverhalten rücksichtsloser Verkehrsteilnehmer ändern. Er plädierte deshalb für Geschwindigkeitstafeln, die anzeigen, wie schnell man fährt und für bauliche Verengungen von Straßen, in denen zu schnell gefahren wird – beispielsweise in der Nürnberger Straße.

Im Februar war die Arbeit des Zweckverbands im Stadtrat vorgestellt worden.

„Da würden wir was zu hören bekommen, wenn wir die Nürnberger Straße verschmälern!“, wandte Oberbürgermeister Thomas Thumann ein. Er schlug jedoch vor, nach einem bestimmten Zeitpunkt ein Résumé zu ziehen, um zu überprüfen, ob die Geschwindigkeitskontrollen den gewünschten Erfolg bringen. Außerdem könne die Stadt jederzeit wieder aus dem Zweckverband austreten.

Verkehrsreferent Jakob Bierschneider indessen steht voll hinter dem Schritt: Gerade in Föhrenweg, Regensburger Straße, Mussinanstraße oder Nürnberger Straße werde viel zu schnell gefahren. Und die Polizei habe dringend um Unterstützung gebeten, weil sie personell nicht in der Lage sei, regelmäßig die Geschwindigkeiten zu kontrollieren. Auch Ursula Plankermann (SPD) begrüßte den Beitritt Neumarkts zum Zweckverband. „Wenn man die Geschwindigkeit nicht kontrolliert, hält sich keiner dran.“ Und das habe nichts mit Abzocke zu tun, entgegnete sie ihrem Stadtratskollegen Ries. Wer zu schnell fahre, müsse dann eben ein Bußgeld zahlen.

Wann die ersten Blitzer aufgestellt werden, steht noch nicht fest, denn zunächst müssen noch die Mitglieder des Zweckverbands dem Beitritt Neumarkts zustimmen. Postbauer-Heng, Pyrbaum und Parsberg sind bereits Mitglied. Und auch wenn es in Neumarkt so weit sein sollte, wird den Bürgern nicht verborgen bleiben: Denn zu dem Konzept des Zweckverbands gehört es, die Bürger mit Plakaten darauf aufmerksam zu machen.

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