MyMz
Anzeige

Ehrungen

Jahresempfang des evangelischen Dekanats

Auch viele der Engagierten waren anwesend, die sich mit musikalischen oder sozialen Fähigkeiten einbringen.
Von Doris Distler

Karl-Walter Emmerling wurde für seinen Einsatz geehrt. Foto: Klaus Eifler
Karl-Walter Emmerling wurde für seinen Einsatz geehrt. Foto: Klaus Eifler

Neumarkt.Zum Jahresempfang hatte das evangelische Dekanat in den Saal des Landratsamtes geladen und die Gäste strömten zu dem jährlichen Ereignis, das unter anderem dazu dient, Danke zu sagen an all die engagierten Mitarbeiter – ob haupt- oder ehrenamtlich. Dekanin Christiane Murner war an diesem Abend überall gleichzeitig im Einsatz: Sie begrüßte die Gäste persönlich, die aus den elf Kirchengemeinden gekommen waren, aus denen sich das evangelische Dekanat zusammensetzt. Dazu waren viele Geladene aus Politik, Ökumene, Behörden, und Einrichtungen an diesem Abend da, mit denen das evangelische Dekanat regelmäßig zu tun hat.

Einbringen mit den Fähigkeiten

Auch viele der rund 1300 Engagierten waren anwesend, die sich haupt- oder ehrenamtlich mit ihren musikalischen, sozialen oder technischen Fähigkeiten einbringen in Gemeinden, Krankenhäusern, Kindertagesstätten oder Seniorenheimen. Nach der sehr langen Begrüßung der vielen Gäste betonte Dekanin Murner, dass dieser Abend vor allem als Dank gedacht sei für die Zusammenarbeit mit den vielen Einrichtungen, aber vor allem für die zahlreichen Ehrenamtlichen. Stellvertretend holte sie Karl-Walter Emmerling aus der Zuhörerschar. Sie dankte ihm mit einer Urkunde für 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit als Prädikant und 25 Jahre als Lektor. Mehr als 1000 Gottesdienste hat Karl-Walter Emmerling gestaltet, seit 15 Jahren unterstützt von seiner Frau, die einen Blumenstrauß erhielt.

Das Dekanat

  • Ökumene:

    Das evangelisches Dekanat überschneidet sich in der Kirchengemeinde Parsberg mit dem katholischen Dekanat Habsberg, im Bereich der Kirchengemeinde Beilngries mit dem Dekanat Eichstätt geleitet von Domkapitular Josef Funk, mit dem katholischen Dekanat Neumarkt.

Die nächsten Überraschten waren Rainer Göldner und seine Frau Annelie. Nach dem Weggang von Markus Hamacher hatten sie die Notfallseelsorge übernommen. Dekanin Murner sagte den beiden Ehrenamtlichen, „stellvertretend für alle Ehren- und Hauptamtlichen,“ wie sie betonte.

„Suche den Frieden und jage ihm nach!“ - Dieses Wort aus der Bibel begleitet die evangelischen Christen als Jahreslosung. Es war Zufall oder Fügung, dass ausgerechnet für diesen Abend der Sänger Dr. Hans-Gerd Bauer mit jüdischen Liedern bereits vor neun Monaten engagiert worden war. „Niemand hat sich gedacht, dass dies so aktuell werden würden,“ sagte die Dekanin im Hinblick auf die Ereignisse in Halle.

Der stellvertretende Landrat Helmut Himmler griff diese Losung in seinen Grußworten auf und erinnerte an eine TV-Diskussion 1991 mit dem Verleger Rudolf Augstein zum Ende des Kalten Krieges. Dieser hatte die Friedensbejubler als „Träumer“ bezeichnet: „Krieg und Frieden bleiben Bestandteil der Menschheit,“ habe der Verleger gesagt und alleine auf die Gewinne der Waffenindustrie verwiesen, die sich diese nicht nehmen lassen werde. „Und er hat Recht behalten,“ resümierte Himmler. Es gebe den großen Frieden (international), den mittleren Frieden („du und ich“) und den kleinen Frieden (in einem selbst). „Der große und mittlere Frieden sind nur erreichbar, wenn man den kleinen Frieden mit sich findet.“

Kirchen wuchsen zusammen

Dr. Hans Georg Bauer machte die Musik. Foto: Distler
Dr. Hans Georg Bauer machte die Musik. Foto: Distler

Albert Löhner als Stellvertreter des Bürgermeisters griff wiederum dieses Bild auf und betonte, dass zum kleinen Frieden die Lebensqualität gehöre, die ohne die Beiträge der evangelischen Kirche so nicht vorhanden wären. Und er lobte ausdrücklich das „wohltuende Zusammenwachsen der Kirchen in Neumarkt“, was gleich danach von der Rede des katholischen Pfarrers Norbert Winner bestätigt wurde. Winner ging zusätzlich auf das hebräische Wort Shalom ein, „das wir mit „Frieden“ übersetzen“.

Eine Stimme verlieh diesem „Shalom“ schließlich Dr. Hans-Gerd Bauer, Der evangelische Pfarrer, der als Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilian-Universität München arbeitet, trug osteuropäisch-jiddische Lieder vor ,

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht