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Engagement

Jeder Zehnte fördert das BRK Neumarkt

Das BRK zog Jahresbilanz für 2019. Die 290 hauptamtlichen Mitarbeiter werden von 4000 ehrenamtlichen Helfern unterstützt.
Von Josef Wittmann

BRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann, Kreisvorsitzender Landrat Willibald Gailler und die stellvertretende Kreisgeschäftsführerin Jutta Birkl (v. r.) stellten den Jahresbericht 2019 vor. Foto: JOSEF WITTMANN
BRK-Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann, Kreisvorsitzender Landrat Willibald Gailler und die stellvertretende Kreisgeschäftsführerin Jutta Birkl (v. r.) stellten den Jahresbericht 2019 vor. Foto: JOSEF WITTMANN

Neumarkt.Landrat Willibald Gailler ist seit 2016 ehrenamtlicher Kreisvorsitzender beim BRK. „Ich nehme die Aufgabe gerne wahr, weil ich die hier geleistete Arbeit schätze“, bekannte er. Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann erläuterte den Jahresbericht.

Im Roten Kreuz Neumarkt arbeiten täglich 290 hauptamtliche Mitarbeiter mit 4000 ehrenamtlichen Helfern Hand in Hand. „Das sind Menschen, die ihre Freizeit in den Dienst am Nächsten stellen und sich aus- und fortbilden, um bei Bedarf qualifizierte Hilfe leisten zu können“. Vor allem die Ehrenamtlichen hätten in den 14 Bereitschaften mit 720 Mitgliedern, im Jugendrotkreuz und der Wasserwacht Hervorragendes geleistet.

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Wertschätzung für das BRK

„Das Rote Kreuz in Neumarkt hat drei Schwerpunkte“, erläuterte Zimmermann. Zuallererst sei das BRK eine Hilfsorganisation, die den Rettungsdienst in Stadt und Landkreis Neumarkt sicher stelle. Die Rettungswachen in Neumarkt, Parsberg, Berching und Hörmannsdorf hätten bei 18 489 Einsätzen im Jahr 2019 insgesamt 695376 Kilometer zurückgelegt. Der betreute Fahrdienst wird seit 2005 direkt in Neumarkt organisiert. Das fordere von allen Mitarbeitern und den Organisatoren gewaltige Flexibilität, um die Fahrten zum Arzt, zur Dialyse oder zum Einkaufen so kundenfreundlich und wirtschaftlich wie möglich zu gestalten. Mit 14 Spezialfahrzeugen und zwei Bussen hätten die Neumarkter letztes Jahr 13 297 Fahrten erledigt – oft mit Rollstuhl, Tragestuhl oder auch liegend.

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Auch der Blutspendedienst konnte wieder eine stolze Bilanz ziehen. 8906 Spender kamen laut Zimmermann zu den 67 Terminen. Auch die seien organisatorisch anspruchsvoll, denn es dürften nicht mehr Blutkonserven produziert werden, als benötigt.

In 364 Kursen wurden eine Vielzahl an Teilnehmern in unterschiedlichen Lehrgängen ausgebildet. Neben der klassischen Ausbildung in Erster Hilfe führte das BRK zum Beispiel auch Kurse für Erste Hilfe am Kind, Frühdefibrillation oder auch Pflegehelferlehrgänge durch. Inzwischen sei das BRK aber auch ein bedeutender Wohlfahrtsverband, der zum Beispiel in der Kohlenbrunner Mühle 98 Kindergartenplätze biete.

Ausgebildete Pflegkräfte des BRK versorgten im vergangen Jahr 725 Patienten rund um die Uhr. Die Rot-Kreuz-Tagespflege in Parsberg war fast zu 100 Prozent ausgelastet.

Ein moderner Wohlfahrtsverband

Mit über 1400 Stunden habe der Entlastungsdienst viele pflegenden Angehörigen freie Zeit geschenkt, rechnete die stellvertretende Kreisgeschäftssführerin Jutta Birkl vor. Ganz zu schweigen vom „Essen auf Rädern“.

Dieses Angebot des Kreisverbandes für 250 Menschen oder der Hausnotruf, der nicht nur zu Hause, sondern auch bei Stadtgängen der Nutzer möglich sei, kämen noch dazu. Knapp 400 Kunden im Landkreis lebten damit wesentlich sicherer als ohne dieses Angebot, hieß es bei der Vorstellung des BRK-Jahresberichts.

Und dann sind da noch die 9899 Fördermitglieder. Ihre Mitgliedsbeiträge in Höhe von insgesamt etwa 560 000 Euro machten den Löwenanteil der Einnahmen aus. In der Summe „unterstützen also zehn Prozent der Einwohner mit ihrer Fördermitgliedschaft oder Mitarbeit die ideellen Ziele im Sinne der Wohlfahrt und damit auch die Arbeit und Ausbildung der Ehrenamtlichen“, wirbt Zimmermann um neue Fördermitglieder.

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