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Region Neumarkt
Dienstag, 17. Juli 2018 28° 6

Erasmus-Projekt

Jugend Europas in Parsberg zu Gast

Zum Erasmus-Projekt traf man sich am Gymnasium Parsberg. Die Schüler kamen aus Spanien, Finnland und Norwegen.
Von Peter Tost

Auch kreatives Arbeiten mit Müll stand auf dem Programm des Projekttreffens in Parsberg. Foto: Tost
Auch kreatives Arbeiten mit Müll stand auf dem Programm des Projekttreffens in Parsberg. Foto: Tost
Annika, 16, Finnland: „Ich habe mich für dieses Projekt beworben, weil ich sehr interessiert an anderen Ländern bin und gerne möglichst viel über unsere Nachbarn in Europa lernen möchte. In Deutschland gefällt mir besonders die hügelige Landschaft.“ Foto: Tost
Annika, 16, Finnland: „Ich habe mich für dieses Projekt beworben, weil ich sehr interessiert an anderen Ländern bin und gerne möglichst viel über unsere Nachbarn in Europa lernen möchte. In Deutschland gefällt mir besonders die hügelige Landschaft.“ Foto: Tost

Parsberg. Der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen des Planeten ist ein aktuelles Thema, das in ganz in Europa eine Rolle spielt und eine länderübergreifende Zusammenarbeit erfordert. Dass es diese nicht nur auf höchster politischer Ebene gibt, sondern auch im kleinen Rahmen, das beweist ein Projekt des Gymnasiums. Dort machten sich mit einheimischen Schülern auch Altersgenossen aus Spanien, Finnland und Norwegen Gedanken, wie der Rohstoffverbrauch verringert werden kann.

Das Gymnasium Parsberg ist seit dem Schuljahr 2016/2017 an dem Erasmus-Plus-Projekt „Sustainable Development – How is Europe dealing with that challenge within 2020?“ beteiligt. „Gemeinsam mit den Partnerschulen aus Oulu (Finnland), Trujillo (Spanien) und Bergen (Norwegen) erarbeiten unsere Schüler verschiedene Maßnahmen, wie wir unsere Ressourcen nachhaltiger verwenden können“, berichtet Stefan Ziegler.

Erstes Treffen im Jahr 2016

Leila, 17, Spanien: „Ich finde das Projekt sehr gut, weil ich sehr gerne reise – und das ist eine gute Gelegenheit, neue Erfahrungen zu machen und neue Sprachen kennenzulernen – auch in richtigen Gesprächen. Ich war schon in Deutschland und habe deshalb sofort Ja gesagt.“ Foto: Tost
Leila, 17, Spanien: „Ich finde das Projekt sehr gut, weil ich sehr gerne reise – und das ist eine gute Gelegenheit, neue Erfahrungen zu machen und neue Sprachen kennenzulernen – auch in richtigen Gesprächen. Ich war schon in Deutschland und habe deshalb sofort Ja gesagt.“ Foto: Tost

Der Projektverantwortliche wird von Birgit Neumann-Zaunstöck, Elena Baron, Michaela Buchecker und Johannes Geitner unterstützt. Im Oktober 2016 hatte das erste Projekttreffen in Bergen stattgefunden, bei dem die Lehrkräfte aus den vier Ländern Leitlinien und verschiedene Ansätze erarbeiteten. „Ziel des Projekts ist es, dass Schulen und Länder voneinander lernen und Erkenntnisse aus dem Projekt umsetzen“, sagt Ziegler.

Das erste Projekttreffen mit Schülern aus allen vier beteiligten Ländern fand dann im finnischen Oulu statt, gefolgt von Aufenthalten im norwegischen Bergen und in Trujillo in Spanien. Nun waren je fünf Schüler aus Finnland, Norwegen und Spanien am Gymnasium Parsberg zu Gast, um sich gemeinsam Gedanken über den schonenden Umgang mit Rohstoffen zu machen.

„Ziel des Projekts ist es, dass Schulen und Länder voneinander lernen und Erkenntnisse aus dem Projekt umsetzen.“

Stefan Ziegler

„In den vergangenen Tagen haben verschiedene Vorträge und Workshops zum Thema Nachhaltigkeit stattgefunden“, berichtet Projektverantwortlicher Stefan Ziegler. So sei unter anderem mitgebrachtes Wasser aus allen vier Ländern mit einem wissenschaftlichen Test auf Mikroplastik untersucht und darüber aufgeklärt worden, über welche Produkte es in den Wasserkreislauf gerät. „Da Mikroplastik auch oft in Kosmetikprodukten vorkommt, bekamen die Schüler auch Alternativen dazu gezeigt – und sie lernten, wie sie selbst ein Gesichtspeeling und einen Lippenstift ohne diese Stoffe herstellen können.“

Kreativität im Umgang mit Müll

Aber auch Kreativität war gefragt, denn beim sogenannten „Trashen“ sollten die Schüler versuchen, aus üblichem Hausmüll Mode zu fabrizieren. Die Ergebnisse wurden dann bei einer richten Modenschau vorgestellt.

Maya, 16, Norwegen: „Ich finde es besonders schön, Altersgenossen aus anderen Ländern zu treffen und mich mit ihnen zu unterhalten. Dabei merkt man, dass es auch in Europa kulturelle Unterschiede gibt. Ich finde das aber sehr interessant.“ Foto: Tost
Maya, 16, Norwegen: „Ich finde es besonders schön, Altersgenossen aus anderen Ländern zu treffen und mich mit ihnen zu unterhalten. Dabei merkt man, dass es auch in Europa kulturelle Unterschiede gibt. Ich finde das aber sehr interessant.“ Foto: Tost

„Weil in Smartphones sehr viele wertvolle Rohstoffe verbaut sind, bekamen die Schüler auch die Aufgabe, sich eine Werbestrategie zu überlegen, um unbenutzte Telefone einsammeln und recyceln zu können“, berichtet der Projektverantwortliche Stefan Ziegler.

Nicht zuletzt erarbeiteten die Projektteilnehmer einen Aktionsplan, wie an ihren Schulen die Mengen von Kunststoff und Papier reduziert und die dann trotzdem noch anfallenden Rohstoffe sinnvoll wiederverwertet werden können.

Damit auch alle Schüler etwas von dem Projekt haben, sollen die gesammelten Ergebnisse bei einem „Erasmus-Day“ vorgestellt werden, kündigt Stefan Ziegler an.

Carolin, 15, Deutschland: „Ich habe mich für das Projekt beworben, weil ich unbedingt einmal nach Finnland wollte. Dort hat es mir dann auch am besten gefallen. Außerdem möchte ich gerne etwas dafür tun, dass unser Planet nicht komplett ausgebeutet wird.“ Foto: Tost
Carolin, 15, Deutschland: „Ich habe mich für das Projekt beworben, weil ich unbedingt einmal nach Finnland wollte. Dort hat es mir dann auch am besten gefallen. Außerdem möchte ich gerne etwas dafür tun, dass unser Planet nicht komplett ausgebeutet wird.“ Foto: Tost

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