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Politik

Junge Union sieht sich als Motor für CSU

Trotz Verlusten bei der Landtagswahl herrscht bei den Mitgliedern der JU Optimismus. Das zeigte der Oberpfalztag in Neumarkt.
Von Andreas Friedl.

Christian Doleschal, Albert Füracker, Johann Bögl, Emilia Müller und Albert Deß stellten sich den Fragen der Delegierten. Fotos: Friedl
Christian Doleschal, Albert Füracker, Johann Bögl, Emilia Müller und Albert Deß stellten sich den Fragen der Delegierten. Fotos: Friedl

Neumarkt.Über einhundert Delegierte waren am Samstag der Einladung zum Oberpfalztag der Jungen Union (JU) ins Hotel Park-Inn gefolgt. Neben dem Bezirksvorsitzenden Christian Doleschal nahmen auch Staatsminister Albert Füracker und seine Kollegin aus dem Sozialministerium, Emilia Müller, sowie MdEP Albert Deß, Bezirksrätin Heidi Rackl und der Vorstandsvorsitzende der Unternehmensgruppe Max Bögl, Johann Bögl, gekommen.

Begrüßt wurden die Gäste, davon etwa ein Fünftel Frauen, vom Neumarkter Kreisvorsitzenden Martin Willjung, der sich zuerst für die Ausrichtung des Oberpfalztages in Neumarkt bedankte, aber dann sofort zur Tagesordnung überging und auf Christian Doleschal, den CSU-Kandidaten der Oberpfalz für die Wahlen zum Europaparlament, zu sprechen kam. „Motor im Wahlkampf ist die Junge Union. Wir unterstützen dich bei Deiner Kandidatur.“

Partner der Wirtschaft

„Warum geht es uns in Bayern so gut?“, fragte der Vorsitzende des Neumarkter CSU-Stadtverbands, Marco Gmelch, und lieferte die Antwort gleich selbst: „Weil es der Wirtschaft so gut geht und die CSU die Rahmenbedingungen dafür gestellt hat“. Zudem lobte er das Abschneiden Albert Fürackers bei der Landtagswahl und gratulierte Heidi Rackl zur Wahl in den Bezirkstag. Ihr sei es gelungen, das Direktmandat gegen den Neumarkter Oberbürgermeister zu holen.

Das fordern Mitglieder der JU für die künftige Politik:

Oberpfalztag der JU in Neumarkt

In einer Art Grundsatzrede zeigte auch der Bezirksvorsitzende Christian Doleschal Selbstbewusstsein. „Wir haben eine gute Zukunft. Die Jungen sind gewillt, Politik zu machen. Wir sind zu Boden gegangen, wir können aber wieder aufstehen. Nicht nörgeln – sondern aufbauen“, gab er sich kämpferisch.

Trotz der massiven Einbußen am 14. Oktober hätten gerade viele Erstwähler sich für die CSU entschieden. Großen Applaus bekam Doleschal für seine Warnung: „Es gibt eine Entfremdung von der Politik zum Volk. Wir brauchen eine Politik, die sich wieder den Themen widmet, von denen die Bürger unmittelbar betroffen sind – wie beim Diesel. Kein Mensch versteht, was hier vor sich geht.“ Es brauche neue Strukturen, um die Menschen wieder zu gewinnen. „Die Mission für 2023 muss jetzt beginnen.“

Botschaft von Markus Söder

Selbst Ministerpräsident Markus Söder lieferte einen Beitrag für den Oberpfalztag der JU – via Videobotschaft. Darin dankte er vor allem für die Unterstützung der JU. Veränderungen kündigte auch Finanz- und Heimatminister Albert Füracker an. Sie seien die Voraussetzung für Chancen in der Zukunft. Und er bedankte sich bei den Nachwuchspolitikern: „Ohne euch hätte ich dieses Ergebnis nicht erreicht“.

Er unterstrich, dass die CSU sich in Bayern für Familien stark mache, aber er stellte auch klar, dass er nicht alle Wünsche erfüllen könne. Ein weiteres Thema mit Blick auf die Europawahl nächstes Jahr: Es müssten alle Anstrengungen unternommen werden, um Konflikte in Europa zu vermeiden.

Die anschließenden Arbeitskreise und Diskussionsrunden befassten sich unter anderem mit dem Thema „Die Oberpfalz – von der Grenz- zur Aufstiegsregion im Herzen Europas“, an der Füracker, Deß, Bögl, Müller und Doleschal teilnahmen. Johann Bögl sprach über sein Unternehmen und stellte Verkehrsmittel „Transport-System-Bögl“ vor.

Auch abseits der offiziellen Tagesordnungspunkte diskutierten die Tagungsteilnehmer die Ergebnisse der Landtagswahl und Wege, um das Vertrauen der Wähler wieder zurückzugewinnen. Die Junge Union versteht sich dabei als wichtiger Motor für die Politik der CSU und in Bayern generell. In diesem Kontext fordert der JU-Kreisvorsitzende Martin Willjung: „Die Menschen in Bayern wollen einen Plan für die Zukunft.“ Bei der Landtagswahl sei die CSU gerade noch „mit einem blauen Auge davon gekommen“.

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