MyMz
Anzeige

Politik

Kandidatenliste L(i)ebenswertes Deining

Die Zusammensetzung wurde ebenso erläutert wie das weitere rechtliche Verfahren, um an der Kommunalwahl teilnehmen zu können.
Von Andreas Friedl

Die Gemeinderatskandidaten der Initiative „L(i)ebenswertes Deining“  Foto: Friedl
Die Gemeinderatskandidaten der Initiative „L(i)ebenswertes Deining“ Foto: Friedl

Deining.Gut ein Dutzend Gäste begrüßte am Donnerstagabend Leonhard Oesterle, der Sprecher der Initiative „L(i)ebenswertes Deining“ zur Verabschiedung einer Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 15. März in der Pizzeria „Adriano“.

Wie er gleich zu Beginn wissen ließ, seien alle Anwesenden, die in der Gemeinde Deining wohnhaft und hier ein Wahlrecht haben, zur Verabschiedung der Kandidatenliste wahlberechtigt. Zudem erläuterte er die Listenzusammensetzung und das weitere rechtliche Verfahren, um überhaupt an der Kommunalwahl teilnehmen zu können.

Nachdem die Anwesenden einstimmig darüber befunden hatten, dass über den „Listenblock“ und nicht über die Platzierung der einzelnen Kandidaten abgestimmt werden soll, stellten sich die Bewerber für einen Sitz im Gemeinderat vor. Auf Platz eins und zwei der Liste steht Markus Schenk, der sich, wie er sagte, für die Allgemeinheit einbringen möchte.

Die Initiative

  • Wahlvorschlag:

    Die Initiative bittet die Bürgerinnen und Bürger, sich zur Unterstützung des Wahlvorschlags in die Unterschriftenliste, die in der Gemeindeverwaltung aufliegt, bis zum 2. Februar einzutragen, um zur Wahl zugelassen zu werden.

Für ihn soll die Gemeinde Deining ein liebens- und lebenswerter Ort sein, bei dem auch die Nachhaltigkeit, ob beim Bauen oder Gewerbeansiedlungen, wie auch in der Sozialpolitik berücksichtigt werde. Den dritten und vierten Platz hat Franz Inzenhofer inne, dessen Ziel es unter anderem ist, dass die derzeitigen Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat „aufgebrochen“ werden.

Nachhaltiger Wachstum wichtig

Christoph Bäumler befindet sich in der Liste auf Position fünf und sechs. Für ihn ist die Transparenz in der Gemeindepolitik sehr wichtig. Ein stärkerer Fokus soll auf die Natur gelegt werden: „Es soll ein gemäßigtes Wachstum geben, das auch der Natur Raum lässt. Wichtig ist nachhaltiger Wachstum mit Konzept, statt Stückwerk, Beispiel der Kindergarten oder der Ortskern.“ So definierte er die weiteren Ziele von „L(i)ebenswertes Deining“. Dies seien unter anderem die bleibende Lebensqualität, Wachstum, das dem dörflichen Charakter entspricht, statt Fortführung des jetzigen Größenwahns, keine Erweiterung des Gewerbegebiets in Tauernfeld, keine weiteren neuen Gewerbegebiete in der Gemeinde zum Nachteil von Mensch und Natur; Bauplatzvergabe vorrangig an Gemeindebürger, damit auch noch in zehn Jahren Platz für bauwillige Gemeindebürger vorhanden ist sowie Erhalt der dörflichen Struktur und bleibender Lebensqualität für die heimische Bevölkerung und deren Kinder; keine weiteren Bauplätze ohne Rücksicht auf die Ortsbilder und bestehende Nachbarschaftsbebauung, sondern lebenswerte Ortschaften durch nachhaltige, zukunftsorientierte Baumaßnahmen. Verdichtung der Ortschaften nicht nach dem Motto „Erlaubt ist, was gefällt“, sondern Berücksichtigung der Oberpfälzer Kulturlandschaft. Statt Führung der Gemeinde nach rein betriebswirtschaftlichen Faktoren, auch Berücksichtigung sozialer Faktoren.

Deshalb beispielsweise einer seiner Forderungen: Förderungen von Landwirten, die auf Bio-Landwirtschaft umsteigen wollen. Die Gemeinde soll für umstellungswillige Landwirte Anreize schaffen, indem sie beispielsweise Flächen preisgünstig verpachtet oder verkauft, statt einseitige Förderung von Gewerbe- und Siedlungsgebieten.

Beteiligung der Bürger

Auf Platz sieben und acht der Liste steht Leonhard Oesterle, für den unter anderem die Beteiligung der Bürger an der Mitgestaltung der Politik äußerst wichtig ist. Auf dem Platz neun und zehn steht Martina Richards: „Wichtiges ist für mich auch die Nachhaltigkeit: Der Neubau von Windrädern in unmittelbarer Nähe sollte nicht mehr stattfinden. Auch die Erweiterung des Gewerbegebietes Tauernfeld sollte eingeschränkt werden.“ Transparenz, Mitgestaltung durch Bürger und Nachhaltigkeit forderte auch Kerstin Oesterle, die auf Platz elf und zwölf steht. Auf Platz 13 und 14 steht Roswitha Bäumler, die auch die Ziele ihrer Vorredner vertrat. Patrick Kaiser, der für eine bürgernähere Politik in der Gemeinde eintritt, bekleidet auf der Liste Platz 15 und 16.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht