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Kaspar Hauser grüßt nun die Besucher

In der Gemeindekanzlei wurde eine Büste des berühmten Findelkinds angebracht. Das Werk stammt von Bildhauer Elias Lichtenstein.
Von Doris Distler

Im Wartebereich der neuen Gemeindekanzlei von Pilsach begrüßt eine Büste von Kaspar Hauser die Besucher. Von links: 2. Bürgermeisterin Ulrike Nißlbeck, Bürgermeister Adolf Wolf, Heimatarchivar Karl Pruy und Künstler Elias Lichtenstein.  Foto: Doris Distler
Im Wartebereich der neuen Gemeindekanzlei von Pilsach begrüßt eine Büste von Kaspar Hauser die Besucher. Von links: 2. Bürgermeisterin Ulrike Nißlbeck, Bürgermeister Adolf Wolf, Heimatarchivar Karl Pruy und Künstler Elias Lichtenstein. Foto: Doris Distler

Pilsach.Ganz knapp vor dem Ende seiner Amtszeit präsentierte das scheidende Gemeindeoberhaupt Adolf Wolf in der neuen Gemeindekanzlei der umgebauten Grundschule Pilsach eine Büste der Lokalberühmtheit Kaspar Hauser. Archivar Karl Pruy gab dem Kunstwerk mit einem Lächeln seinen Segen.

Der Bildhauer Elias Lichtenstein aus Oberried hat das Werk in insgesamt 19 Stunden angefertigt und vom Architektenbüro Berschneider mit einer entsprechenden Wandkonsole im Wartebereich befestigen lassen. Jeder Besucher der Gemeindekanzlei wird nun vom berühmten „Findelkind“ der Gemeinde begrüßt.

Zur Entstehungsgeschichte verriet Adolf Wolf, dass er sich auf der letzten Gewerbeschau bereits mit dem lokalen Künstler unterhalten hatte und die Idee sich im Kopf festgesetzt hatte. Allerdings war man erst von einer geschnitzten Figur ausgegangen, dann sei eine Puppe mit entsprechender historischer Kleidung im Gespräch gewesen bis schließlich von Elias Lichtenstein selbst die Idee mit der Büste aus Gips kam.

Der Künstler aus Oberried sei selbst von der Idee begeistert gewesen und auch die Rücksprache mit dem Architekturbüro Berschneider sei positiv verlaufen. Die Vorlage für das „Gesicht“ von Kasper Hauser war von Gemeinde-Archivar Karl Pruy gekommen, der bereits in seinem Heimatbuch „Vom Damals zum Heute“ über das berühmte Findelkind geschrieben und die Frage untersucht hatte, ob Kaspar Hauser wirklich im Pilsacher Schloss gefangen gehalten wurde. Zwar sei dies nicht belegbar, doch deute vieles darauf hin. Die Gemeinde Pilsach hat die Thematik schon öfter aufgegriffen, zum Beispiel bei der damaligen Landesgartenschau oder beim Volksfestzug in Neumarkt.

Innerhalb von wenigen Wochen war das Projekt schließlich umgesetzt worden, Adolf Wolf dazu: „Umso mehr freut es mich, jetzt wo Schluss ist mit meinem Amt, dass wir das noch zusammen hinbekommen haben.“ Er bedankte sich für die „Punktlandung“ beim Architekturbüro Berschneider, welche den Zeitplan für die Gemeindekanzlei zum Abschluss gebracht hätte. Zwar könne man aufgrund von Corona und den geltenden Abstandsregelungen den Sitzungssaal für die Gemeinderatssitzung nicht benutzen, doch sei dies letzte Woche noch das Lehrerzimmer gewesen und der scheidende Gemeindechef betonte, wie er sich über die Gemeindekanzlei freue.

Mit dem Bürgermeisterzimmer, dem separaten Eingang und dem Sitzungssaal habe man nun endlich „repräsentative“ Räumlichkeiten für die Gemeinde Pilsach – auch durch die Büste mit Kaspar Hauser und das könnte sich für die Gemeinde „sehen lassen“.

Kaspar Hauser

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    Es ist nicht belegbar, doch vieles deutet darauf hin.

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