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Region Neumarkt
Montag, 23. Juli 2018 27° 3

Sitzung

Keine weiteren Belastungen

Deining bleibt bei seinen niedrigen Steuersätzen für Unternehmen und will so attraktiv bleiben.
Von Andreas Friedl

Christoph Kienlein wurde für seinen Erfolg als bester Mechatroniker ausgezeichnet. Foto: Friedl
Christoph Kienlein wurde für seinen Erfolg als bester Mechatroniker ausgezeichnet. Foto: Friedl

Deining.Mit einem äußerst erfreulichen Tagesordnungspunkt leitete erster Bürgermeister Alois Scherer die Gemeinderatssitzung am Dienstagabend ein. Mit dem 19-jährigen Christoph Kienlein aus Kleinalfalterbach ehrte er den Kammersieger der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz des vergangenen Jahres. Kienlein hatte bei der Firma Burghardt GmbH in Mühlhausen eine Lehre als Mechatroniker absolviert und studiert derzeit am Staatsinstitut in Augsburg Lehramt in den Fachbereichen Technisches Zeichnen/CAD, IT, Werken/Technik. Für seine hervorragende Leistung bekam er von Scherer ein kleines Geschenk überreicht.

Der zweite Tagesordnungspunkt befasste sich mit den Vorschlagslisten für die Jugend- und Erwachsenenschöffen. Wie erster Bürgermeister Scherer hierzu anführte, haben sich für die Jugendschöffen drei, und für das weitere Schöffenamt acht Personen beworben. Einstimmig war dann der Gemeinderat dafür, dass die insgesamt sechs vorgeschlagenen Personen auf Grund ihrer Lebenserfahrung dem Amtsgericht Neumarkt empfohlen werden sollen.

Ein weiterer, aber relativ schnell abgehandelter, Beratungspunkt, war das Resümee der Bürgerversammlungen in der Gemeinde. So konnte der Rathauschef seinen Räten verkünden: „Die meisten Dinge konnten schon abgehandelt werden.“

Diskussion über Steuersätze

Kurz und sachlich wurde dann über die Entscheidung der künftigen Realsteuersätze diskutiert. Laut Scherer betragen die Hebesätze bei der Grund- und Gewerbesteuer in der Gemeinde Deining 300 Prozent. Im Landesdurchschnitt liegen sie bei der Grundsteuer bei 336 Prozent, beziehungsweise bei der Gewerbesteuer bei 332 Prozent. Wie der Rathauschef dazu weiter erläuterte, würde eine zehnprozentige Erhöhung der beiden Steuern der Gemeinde eine zusätzliche Einnahme von knapp 40 000 Euro bescheren. Um aber den Bürger und den Gewerbetreibenden keine weitere Belastung aufzubürden sei er dafür, dass die Hebesätze unverändert bleiben sollten. Dem widersprach aber Gemeinderätin Gabi Feierler-Egner: „Für mich ist das widersprüchlich. Nachdem wir die letzten Jahre nicht erhöht haben, könnten wir das jetzt tun.“ Diese Äußerung rief ihren Kollegen Werner Keckl auf den Plan: „Die Unternehmer scheuen Orte mit hohen Steuersätzen“, sagte er. Gabi Feierler-Egner vertrat bei der Abstimmung ihre Aussage und stimmte gegen den von Bürgermeister Scherer eingebrachten Beschlussvorschlag.

Erfolgreiche Arbeit gewürdigt

Ohne Gegenstimme war das Gremium, als es um die Verbesserung der Sachausstattung bei der Grund- und Mittelschule ging. So können sich die Lehrkräfte und Kinder unter anderem auf Digitalkameras, Beamer, Musikinstrumente, Schülertische, Seifenspender und Verbesserungen in der EDV-Anlage im Wert von knapp 25 000 Euro freuen. Zustimmung fand auch die Arbeitsfortsetzung eines an der Schule tätigen Sozialpädagogen, der wie im Vorjahr mit wöchentlich fünf Stunden seine Tätigkeit fortführe. Laut Scherer sehe die Schulleitung nach ständiger Auswertung der Arbeit des „Schulcoachs“ spürbare Erfolge.

Über Zuschüsse seitens der Gemeinde dürfen sich die Filialkirchenstiftung Oberbuchfeld, die Pfarrkirchenstiftung Deining und die Filialkirchenstiftung Kleinalfalterbach freuen.

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