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Aktion

Kinder lernen viel über Europa

410 Kinder nehmen in den Sommerferien an den Kinderkünstlertagen teil. Das Thema lautet „Leben in Europa“.
Von Luis Münch

In der Arena des LGS-Parks wurden am Montagvormittag die Kinderkünstlertage eröffnet. Foto: Luis Münch
In der Arena des LGS-Parks wurden am Montagvormittag die Kinderkünstlertage eröffnet. Foto: Luis Münch

Neumarkt.Mit dem letzten Schultag war für die Neumarkter Schüler am vergangenen Freitag wieder ein Schuljahr geschafft. Der Schulranzen landet in der Ecke, sechs Wochen Ferien stehen bevor. Doch was nun? Das Jugendbüro der Stadt Neumarkt veranstaltet in den Sommerferien das sechswöchige Ferienprogramm „Kinderkünstlertage“, das am Montagvormittag in der Arena im LGS-Park unter dem Motto „Leben in Europa“ eröffnet wurde.

Stadträtin und Jugendreferentin Birgit Gärtner kündigte an, die insgesamt 410 teilnehmenden Kinder werden europäische „Lebensweisen, Kulturen, Sehenswürdigkeiten und einheimische Gerichte kennenlernen“ – ob beim Kochen, Handwerken, Nähen, Malen, oder Singen.

Betreuung für Kinder in den Ferien

Die Stadt biete ein familienfreundliches Programm – „gerade für Mütter, die berufstätig sind. Die wissen, dass ihre Kinder liebevoll betreut werden“, erklärte die Jugendreferentin. Die Neumarkter Wirtschaft werde „unterstützt und gefördert“, wodurch eine „Win-Win-Situation“ geschaffen werde.

Der Leiter des Jugendbüros, Siegfried Müller, wolle die Kinder neugierig darauf machen, was Europa eigentlich ist. „Nicht nur das Europaparlament, sondern wir als Teil Europas. Wir sind Neumarkter, Oberpfälzer, Bayern, Deutsche, aber auch Europäer. Dieses Stück Freiheit müssen wir erhalten. Das geht nur, wenn wir dafür Bewusstsein schaffen.“ Europa sei ein Schatz, aus dem wir alle schöpfen.

50 Betreuer sind vor Ort

Insgesamt 50 Betreuer setzen das Thema in verschiedenen Workshops um. So malen die Kinder eine bunte Europakarte und erkunden beim Koch-Workshop Europa kulinarisch. Außerdem dürfen sich die Kinder über Workshops rund um das Töpfern, die Mosaikgestaltung, Landart und Tanzen freuen. Auch beim Fotografieren sowie dem Workshop „Schrift und Sprache“ begeben sich die Kinder auf eine europäische Rundreise.

„Die eigene Fantasie kann die Basis sein, um etwas neues, fremdes entdecken zu können – wach zu träumen“, sagte Müller. Um die Fantasie zu entfalten, setzen die Betreuer auf das „freie Spiel“: „Ein normaler Raum kann plötzlich Raumschiff sein. Kinder haben genug Fantasie, um sich in einem solchen Umfeld bewegen zu können“, erklärte der Leiter des Jugendbüros.

Rund ums Programm

  • Blöcke:

    Das vom 29. Juli bis zum 6. September dauernde Programm ist in fünf Blöcke aufgeteilt. Auf den ersten, zweiwöchigen Block folgen jeweils vier Blöcke, an denen die Kinder eine Woche lang an den Kinderkünstlertagen teilnehmen. Die ersten drei Wochen findet das Ferienprogramm im LGS-Park statt, danach rund um das G6.

  • Abschlussfest:

    Am 9. August feiert der erste Block sein Abschlussfest, an dem jede Gruppe den Eltern und Freunden zeigt, wie sie sich in den zwei Wochen mit dem Thema Europa auseinandergesetzt haben.

  • Entlastung:

    Mit dem Programm sollen Eltern, welchen wenig zur Verfügung steht, entlastet werden.

Die teilnehmenden Kinder werden in mehrere Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hat ihre eigenen Schwerpunkte zum Thema „Leben in Europa“ entdeckt. Die Kinderkünstlertage sollen helfen, Beziehungen aufzubauen. „Gute Pädagogik übt Einfluss über Beziehungen“, erklärte Müller. Man wolle den Kindern beibringen: Wenn sie sich selber einbringen, haben sie Einfluss, auf das, was um sie herum passiert. „Ein mündiger Bürger zu sein, muss man lernen. Das funktioniert nicht, indem man den Kindern beibringt: Folge schön, was dir gesagt wird“, erklärte der Leiter des Jugendbüros. Bei der Umsetzung haben die Betreuer große Spielräume. Das Erleben in der Gruppe soll aber immer im Mittelpunkt stehen.

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