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Gemeinderat

Kita in Sengenthal heißt „Zwergenhaus“

Am ehemaligen Heidelberg-Betriebsgelände soll ein Gewerbegebiet entstehen. Doch dort sind seltene Tierarten beheimatet.
Von Michael Schrafl

Bürgermeister (2. v. r.) und Gemeinderäte bei der Abstimmung. Welcher Name für die neue Kindertagesstätte macht das Rennen? Foto: Michael Schrafl
Bürgermeister (2. v. r.) und Gemeinderäte bei der Abstimmung. Welcher Name für die neue Kindertagesstätte macht das Rennen? Foto: Michael Schrafl

SENGENTHAL.Die neue Kindertagesstätte der Gemeinde wird „Zwergenhaus“ heißen. Dies beschloss der Gemeinderat mit 12:1 Stimmen. Favorit des Kindergartenteams war der Name „Schatzkiste“ gewesen. Insgesamt waren von der Bevölkerung 36 Vorschläge eingegangen. Weiter beschloss das Gremium, das pädagogische Konzept auch für die neue Einrichtung zu übernehmen. Auch behalten die Elternbeiträge die bisherige Höhe. Einstimmig stimmte der Gemeinderat dem vorgestellten Farbprogramm zu. So ist in einer Gruppe die Farbe Gelb kennzeichnend, in der anderen Orange und in der dritten Grün. Das Farbkonzept gilt auch für die Fliesen in den WCs und Bädern der Gruppen.

Zu Beginn der Sitzung gedachten Bürgermeister und Gemeinderäte in einer Gedenkminute des am Montag verstorbenen ehemaligen Gemeinderats Hans Holzammer aus Sengenthal. Hans Holzammer war Gründungsmitglied des ASC, des Schützenvereins und des Arbeitskreises Natur und Umwelt sowie langjähriges Mitglied der Feuerwehr Sengenthal. Mit seinem Bruder Paul hat er das Unternehmen Holzammer mit großem Erfolg aufgebaut und geführt. Für seine großen Verdienste hatte die Gemeinde im Jahr 2012 Hans Holzammer mit der goldenen Bürgermedaille ausgezeichnet.

Gemeinde belohnt Stromsparer

Wie Bürgermeister Werner Brandenburger bei der Sitzung erklärte, verfügen die Ölkuchenmühle und Richthof noch nicht über einen Glasfaseranschluss. Um auch diesen Ortsteilen schnelles Internet zu ermöglichen, steigt die Gemeinde in Kooperation mit der Gemeinde Mühlhausen in das Förderprogramm ein.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, das AOM-Energieeffizienz-Förderprogramm in diesem Jahr fortzuführen und dafür 17 000 Euro bereitzustellen. Gefördert werden unter anderem Energieberatung, Thermographie, Stromspeicher, Heizpumpentausch und Heizungserneuerung. Neu in die Förderung aufgenommen hat die Gemeinde die „weiße Ware“. So soll es für Haushaltsgeräte wie Kühlschrank und Tiefkühltruhe mit der Energieklasse A +++ 100 Euro Förderung geben.

  • Bestätigung: Kommandanten FFW Reichertshofen: 1. Christian Frank, 2. Daniel Metschl, 3. Sebastian Mundschedl
  • Auszeichnung:„Holzbaupreis 2018“ für den neuen Bauhof, Urkunde des Bayerischen Staatsministeriums Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
  • Antrag: Straßenlampe an der Bushaltestelle in Stadlhof

Auf Heidelberg-Gelände sollen Hallen entstehen

Johann Pfeiffer beabsichtigt, auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Heidelberg mehrere Hallen für seine Firma und für private Vermietung zu errichten, ebenso ein Bürogebäudes mit Betriebswohnung und eine Freiflächenphotovoltaikanlage.

Guido Bauernschmitt vom Büro TEAM 4 stellte dazu den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „ GE- ehemaliges Betriebsgelände Fa. Heidelberger-Ost“ vor. Wie er sagte, ist die Fläche von hoher ökologischer Bedeutung, ist doch dort die nur mehr sehr selten vorkommende Heidelerche beheimatet, ebenso die Zauneidechse und weitere Tierarten, die auf der „Roten Liste“ stehen.

„Ein harter Brocken“

Es ist abzuwarten, wie die Naturschutzbehörden zu dem Bauvorhaben stehen und welche Maßnahmen sie vom Vorhabenbetreiber abverlangen werden. Deshalb habe er den Bereich „Ausgleichsmaßnahmen“ bei den Festsetzungen vorerst ausgespart. Dazu will er erstmal die Stellungnahmen Träger öffentlicher Belange abwarten. Bauernschmitt: „Sicherlich ein harter Brocken!“ Der Gemeinderat beschloss, den vorhabensbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. Gleichzeitig trifft die Gemeinde mit Pfeiffer eine Vereinbarung zwecks seiner Übernahme der Planungs- und Erschließungskosten und naturschutzrechtlicher Ausgleichsmaßnahmen.

Sabina Beer regte im Gremium an, Blühstreifen für Bienen und Insekten anzulegen. Wie Bürgermeister Brandenburger sagte, werden zwischen Radweg und Bauhof mehrere Bäume gepflanzt und auch eine Blühwiese angesät. Weitere geeignete Flächen seien am Spielplatz Buchberg und am Schützenhaus Reichertshofen.

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