MyMz
Anzeige

Kultur

Klangvolles Orchester und schöne Stimmen

Das Herbstkonzert des Symphonischen Blasorchesters Beilngries sorgte für viel Beifall.
Von Johann Grad

Großartiges Können zeigte das Symphonische Blasorchester unter der Leitung von Hans Haas. Foto: Johann Grad
Großartiges Können zeigte das Symphonische Blasorchester unter der Leitung von Hans Haas. Foto: Johann Grad

Beilngries.Mit starken und heftigen rhythmischen Passagen ließen Dirigent Hans Haas und das Symphonische Blasorchester Beilngries sozusagen die Filmhelden „Die Glorreichen Sieben“ in die Bühler Halle hereinstürmen. „Herbst und Musik“, das alljährliche große Konzert, hatte vor überaus zahlreichem Publikum begonnen. Nach dem Galopp zeigten die Instrumentalisten, wie ruhig, fein und getragen sie spielen und anmutige Klänge zaubern können.

So rhythmisch, wie sie gekommen waren, verschwanden „The Magnificent Seven“ wieder. Dann öffnete Tenor Jürgen Baer mit dynamisch leidenschaftlicher Stimme bei „Mattinata“ das Tor zu Sonne, begleitet vom sicheren Orchester. Stefanie Schmidt moderierte, wie schon oft, keck und souverän.

Fernöstliche und ungewohnte Musik führte die Ohren zum „Nanga Parbat“. Dirigent Michael Haas leitete mit sicherer Hand das Orchester, und die tadellosen, stimmungsvollen Klängen ließen die Schönheit des Königs der Berge erahnen. Die Musik beschrieb ,it harten, kräftigen Schlägen zunächst den mühsamen Aufstieg, dann bei leiser, plötzlich schrecklich werdender Musik und zuletzt mit tiefen Blechtönen eine herabstürzende Lawine. Die Stille danach interpretierten verschiedene Register des Orchesters mit gut zurückhaltendem Spiel und einer strahlenden Trompete. Dann wieder starkes Spiel beim letzten Aufstieg und rauschende, fröhliche Klänge für Glücksgefühl auf dem Gipfel. Viel Beifall gab es für das gut gespielte Stück.

Seit zehn Jahren singt Kristin Schano bei den Konzerten, diesmal durfte sie sich ein Lied aussuchen. Sie wählte aus Cats „Memory“. Strahlend und glanzvoll, ruhig und nachdenklich, erinnerte sie an die Vergangenheit und wollte ein neues Leben beginnen.

Nach der Pause sorgte Patzkes flott gespielter Marsch „Salut a Luxemburg“ für frohe Stimmung. Kristin Schano sang wunderbar und mit einem machtvollen Schluss die Ballade „Gold von den Sternen“. Locker, lässig und schwungvoll trug Tubist und Allrounder Fabian Graf „Just a Gigolo“ vor und erhielt viel Szenenapplaus.

Mit starker, gewandter Stimme interpretierte Andreas Flierl „The Music in the Night“. Überzeugend präsentierten Kristin Schano und Alfred Flierl als Duett „Vivo per lei“. Dann konnte das Orchester wieder sein großartiges Können bei „Anitschka“ zeigen, einer feurigen Musik mit flottem Tempo, das der Dirigent immer weiter beschleunigte.

„Swing in the Mood“, mit dem typischen Sound vorgetragen, versetzte das Publikum in Stimmung. Rock’n’Roll ging in die Beine und nach dem letzten Akkord gab es kräftigen Beifall für Orchester und Dirigenten. Bei der Zugabe griff Meister Hans Haas selber zur Trompete und entlockte ihr herrliche Töne, die das Orchester mit Handbewegungen und Melodien begleitete. „Thank you for the Music“ mit Kristin Schano und Orchester erhielt zum Schluss noch einmal rauschenden Beifall.

Mehr vom Konzert

  • James Bond:

    Fabian Graf erzählte als James Bond von seinen Taten, wurde aber der Bühne verwiesen. Dann konnten die jungen Instrumentalisten bei der Erkennungsmelodie ihr Können beweisen.

  • Grusel:

    Die Musik von A Rockin‘ Halloween gelang und gruselte.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht