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Kleine Terminflut bei Hofkirche-Jubiläum

Dreimal geht es binnen acht Tagen um das 600-Jährige der Neumarkter Kirche, die einst Pfalzgraf Otto II. erbauen ließ.

Neumarkts HofkircheFoto: NT-Archiv
Neumarkts HofkircheFoto: NT-Archiv

Neumarkt.Am Montag, Freitag und Samstag gibt es Termine, die zum Programm „600 Jahre Hofkirche“ gehören. Auftakt ist am Montag um 19 Uhr mit einem Choralrequiem für Pfalzgraf Otto II. und die verstorbenen Angehörigen der pfalzgräflichen Familie. Gestaltet wird es von der Männerschola der Hofkirche.

Der Hintergrund ist, dass der 8. April der Todestag von Pfalzgraf Otto II. (https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_II._Pfalz-Mosbach) ist. Er verstarb 1499. Seine Familie ließ die Hofkirche als Gotteshaus für den pfalzgräflichen Hof erbauen. Er selbst liegt als einziger der Pfalzgrafen in der Hofkirche begraben. Ein Gedanke bei der Stiftung von Gotteshäusern und deren Nutzung als Grablege war die „Memoria“. Die Stifter erhofften sich ein Gebetsgedenken nach ihrem Tod. Das Grabmal Ottos ist ein herausragendes Kunstwerk, aber eben mehr als reine Dekoration. Pfarrer Stefan Wingen sagte zu diesem Termin: „Wir wollen für den Verstorbenen die heilige Messe feiern und dankbar seiner Familie gedenken, der wir unser Gotteshaus zu verdanken haben. So drücken wir auch unseren Glauben aus, dass wir an ein Leben nach dem Tod glauben und unseren Verstorbenen über den Tod hinaus verbunden sind.“

Am Freitag folgt um 19 Uhr ein Ökumenischer Tauferinnerungsgottesdienst. Der Hintergrund dazu ist, dass die Hofkirche durch den Konfessionswechsel der Regierenden mehrmals die Konfession gewechselt hatte: katholisch, evangelisch-lutherisch, evangelisch-reformiert, katholisch. Im Zusammenhang mit diesen Wechseln ist viel Leid verbunden. Im Namen der Religion bekämpften sich Menschen auch in Neumarkt. Das Christen verbindende Sakrament ist die Taufe. Bei aller Konkurrenz, allen Konflikten und Auseinandersetzungen, blieb das Getauftsein doch immer der „rote Faden“, der die Christen, die in der Hofkirche beteten, miteinander verband.

Stefan Wingen schrieb dazu: „Wir leben in einem Zeitalter, in dem wir aufeinander zugehen möchten. Trotz aller Unterschiede und Differenzen, die nach wie vor bestehen und die man nicht einfach übergehen kann, wollen wir einander ernst nehmen und das Gemeinsame betonen. So wollen wir in diesem besonderen Gottesdienst gemeinsam auf das Wort Gottes hören und gemeinsam unserer Taufe gedenken, durch die wir in die Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott hineingenommen sind. Als Brüder und Schwestern in Christus wollen wir so auch der Welt ein Zeugnis geben, dass wir mit der Hilfe Gottes Spaltungen überwinden möchten.“ Pfarrerin Murner und Pfarrer Wingen werden den ökumenischen Wortgottesdienst gemeinsam feiern.

Und schließlich wird am Samstag ab 18.30 Uhr Jubelpaar-Gottesdienst zelebriert. Die Ehepaare, die im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Ehejubiläum gefeiert haben, sind zu diesem besonderen Gottesdienst eingeladen. Musikalisch gestaltet wird diese heilige Messe von Helmut Enzenberger an der Trompete und Elisabeth Weiß an der Orgel.

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