MyMz
Anzeige

Parsberg

Klinik-Aus: Grüner kritisiert die CSU scharf

Friedrich Loré, Stadtrat von Bündnis 90/Die Grünen, prangert die Informationspolitik der Parsberger CSU zur Krankenhausschließung an.

Friedrich Loré (Grüne) kritisiert, die CSU habe nur einen bestimmten Kreis von Stadträten zum Klinik-Gespräch eingeladen. Foto: Vatter-Wittl
Friedrich Loré (Grüne) kritisiert, die CSU habe nur einen bestimmten Kreis von Stadträten zum Klinik-Gespräch eingeladen. Foto: Vatter-Wittl

Parsberg.In einer Stellungnahme schreibt er: Auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung am Donnerstag sei als Tagesordnungspunkt 1 eine Information zum Kreiskrankenhaus Parsberg angekündigt gewesen. Verwundert reibe sich da der Stadtrat die Augen und frage sich: „Jetzt schon? Was ist passiert?.“

Vor wenigen Monaten hätten alle Verantwortlichen in Stadt und Landkreis laut verkündet, dass die Zukunft des Krankenhauses Parsberg gesichert sei. Im Juli sei die große Überraschung gefolgt. „In der Zeitung stand zu lesen, dass das Krankenhaus Parsberg defizitär sei. Eine Million Euro Defizit waren der Anlass, eine Schließung des Krankenhauses ins Spiel zu bringen. Seitens der Verwaltung hielt man es nicht für nötig, den Stadtrat über diese urplötzlich entstandene Situation zu informieren“, schreibt Loré. Wer als Stadtrat noch geglaubt habe, dass nun wenigstens zeitnah eine Diskussion mit den gewählten Vertretern der Parsberger Bürgerinnen und Bürger stattfinden werde, der sei arg enttäuscht worden. „Wobei, das stimmte ja nicht so ganz. Nur eine Minderheit im Stadtrat wurde nicht informiert.“ Die Mehrheitsfraktion, also die CSU, habe sich mit dem Bürgermeister im August den Fragen der Mitarbeiter und Bürger gestellt. Wer nicht das Glück gehabt habe, als Stadtrat dem „erlauchten Kreis der zu Informierenden“ anzugehören, der habe sich mit den Informationen aus den Medien zufriedengeben müssen, ärgert sich der Grüne.

Am 27. September habe der interessierte Stadtrat, also jener, der nicht zu den Auserwählten gehört habe, der Zeitung dann erste Details zum Parsberger Ärztehaus entnehmen können. „So, anstelle eines Krankenhauses soll es nun ein Ärztehaus werden“, schreibt Loré. „Es ist sicherlich unstrittig, dass die Einwohner von Parsberg Ärzte brauchen, auch sicherlich noch nicht vertretene Fachrichtungen. Ob diese dann aber tatsächlich kommen werden, wird die Zukunft zeigen.“ Der Verlust des Krankenhauses sei in erster Linie ein Verlust für die Bewohner. Es stelle sich doch die Frage, ob wirtschaftliches Denken immer Vorrang vor sozialem Denken haben müsse.

Und noch eine Frage stellt sich für den Grünen: „Warum soll ich meine Freizeit in einer Sitzung des Stadtrates verbringen, in der angeblich über die Situation des Krankenhauses informiert werden soll? Es reicht doch vollkommen aus, wenn ich mir am Tag nach der Sitzung eine Tageszeitung kaufe. Da werde ich dann schon alles lesen können, was man meint, den Stadträten an Informationen zukommen lassen zu können.“ Das bisherige Vorgehen in Sachen Krankenhaus habe sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, welchen Stellenwert Stadträte bestimmter Fraktionen für Verwaltung und Bürgermeister besitzen. Demokratie geht anders!

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht