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Klinikum Neumarkt lockert Besuchsverbot

Viele Angehörige freuen sich über diese Nachricht. Doch zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen müssen strikt eingehalten werden.

Das Klinikum Neumarkt lockert die Besuchsverbote. Foto: Eva Gaupp
Das Klinikum Neumarkt lockert die Besuchsverbote. Foto: Eva Gaupp

Neumarkt.Das Besuchsverbot am Neumarkter Klinikum wird ab Donnerstag, 14. Mai, etwas gelockert, teilt das Klinikum Neumarkt mit. Für viele Angehörige von kranken Patienten ist das eine gute Nachricht.

Service

Neumarkter freuen sich über Lockerungen

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Zunächst konnte die Klinikleitung der von der Bayerischen Staatsregierung festgelegten Verfügung das strikte Besuchsverbot an den bayerischen Kliniken bereits zum 9. Mai zu lockern, nicht nachkommen. In so kurzer Zeit sei das nicht realisierbar gewesen, heißt es vonseiten des Klinikums.

Konzept des Klinikums

In der Zwischenzeit habe man ein umfangreiches Hygiene-, Schutz-, Personal- und Organisationskonzept erstellt. Im Klinikum Neumarkt werden viele schwer kranke und immungeschwächte Menschen stationär betreut. Ein Besuch ist nur unter folgenden Voraussetzungen möglich:

  • Ab 14. Mai darf jeder Patient eine feste Person benennen, die einmal am Tag zu Besuch kommen darf und mindestens 16 Jahre alt ist. Diese Person wird vorab erfasst und in einer Liste aufgeführt. Die benannte Person kann während des Aufenthaltes nicht abgeändert werden.
  • Einmal pro Tag zwischen 13 und 17 Uhr (letzter Einlass um 16.30 Uhr) ist ein Besuch von der festgelegten Person möglich. Die Besuchsdauer beträgt maximal 30 Minuten pro Tag.
  • Der Zugang zum Klinikum in Neumarkt ist ausschließlich über den Haupteingang an der Nürnberger Straße möglich. Es ist von längeren Wartezeiten auszugehen. Beim Warten ist der nötige Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten.
  • Der Besucher muss sich mit Lichtbildausweis als die benannte Person identifizieren, die vom Patienten als Besuchsperson benannt wurde. Bei der Eingangskontrolle muss eine Checkliste ausgefüllt werden, auf der bestätigt wird, dass die Besuchsperson keine Krankheitssymptome hat. Außerdem wird jeder auf die einzuhaltenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen hingewiesen. Die Besuchsdaten werden 30 Tage lang gespeichert, um den Gesundheitsbehörden bei einem Neu-Infektionsfall eine Nachverfolgung zu ermöglichen.
  • Jeder Besucher muss während des gesamten Aufenthalts zu jeder Zeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Bitte beachten Sie, dass der Zutritt zum Klinikum nur mit einer Mund-Nasen-Bedeckung möglich ist, ggf. wird eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung gestellt. Während des gesamten Besuchs muss der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu Patenten, Besuchern und Personal eingehalten werden.
  • Der Besuch findet ausschließlich im Patientenzimmer statt. Es wird darum gebeten, keine Speisen mitzunehmen. Bei Mehrbettzimmern ist immer nur ein Besucher pro Zimmer zugelassen. Die Patienten im Mehrbettzimmer sind daher angehalten, die Besuchszeiten der Angehörigen abzusprechen, um Wartezeiten zu vermeiden.

Weiterhin nicht besucht werden dürfen Patienten mit bestätigter Covid-19 Infektion sowie Verdachtsfälle (Patienten auf den Stationen EJ, 6A, 6B und 6C). Ein Besuch von anderen isolationspflichtigen Patienten ist nur nach Rücksprache mit der Station möglich.

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Sonderregelungen gelten für Patienten in palliativer Situation, auf der Intensivstation, auf der Kinderstation und im Kreißsaal bzw. der Wochenstation. Auch hier ist vorab Rücksprache mit der Station zu halten. Es kann in einzelnen Fällen vorkommen, dann ein Besuch aufgrund von Untersuchungen oder anderen Gründen abgesagt werden muss oder generell nicht möglich ist.

Besuche nur in dringenden Fällen

Die Klinikleitung bittet darum, einen Besuch nur in dringenden Fällen vorzunehmen und bei kurzen Aufenthalten bis zu drei Tagen generell auf einen Besuch der Angehörigen zu verzichten. Insbesondere bei kurzen Krankenhausaufenthalten und einem komplikationslosen Genesungsverlauf kann es angesichts der mit der Corona-Pandemie verbundenen Infektionsrisiken angezeigt sein, keinen persönlichen Besuch vorzunehmen und sich mit Hilfe moderner Telekommunikationsmedien auf anderen Wegen mit den Angehörigen auszutauschen.

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Personen ab 60 Jahren mit Grunderkrankungen oder mit Schwächung des Immunsystems wird zum Eigenschutz grundsätzlich vom Krankenbesuch abgeraten. Den Anweisungen des Personals ist stets Folge zu leisten, weist das Klinikum darauf hin. Sollten einzelne Besucher gegen diese Regelungen verstoßen, wird das Klinikum von seinem Hausrecht Gebrauch machen und Verstöße entsprechend sanktionieren.

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Die Klinikleitung bittet um Verständnis für die restriktiven Regelungen. Sie dienen dem Schutz der Patienten und Mitarbeiter, aber auch der Besucher selbst und letztlich der Öffentlichkeit. (rs)

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