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Geschichte

Klosterdorf feierte das 775. Jubiläum

Die Einweihung des Stollensepfelhauses, der Festzug und eine historische Feuerwehrübung waren Höhepunkte in Seligenporten.
Von Heike Regnet

  • Am Freitag wurde im Rahmen der Jubiläumsfeier 775 Jahre Klosterdorf Seligenporten das sanierte Stollensepfelhaus eingeweiht. Foto: Regnet
  • Viele der Beteiligten waren mittelalterlich gekleidet. Foto: Regnet
  • Die Freiwillige Feuerwehr rückte mit dem historischem Spritzenwagen an. Foto: Regnet

Seligenporten.Am Wochenende wurde im Klosterdorf Seligenporten Geschichte lebendig. Das Dorf feierte 775-jähriges Bestehen und tauchte mit seinen Gästen ins Mittelalter ein. Zur Einweihung des Stollensepfelhauses waren schon am Freitag viele Politiker vor Ort.

Haus war eine „Bruchbude“

„Zwei Jahre hat es von der Idee bis zur Sanierung des Schusterhauses gedauert. Das Haus ist ein wichtiger Zeitzeuge“, sagte Gerhard Meyer, Vorsitzender des Heimatvereins Kloster Seligenporten bei der Einweihung. Das Gebäude soll künftig als Treffpunkt und Dorfmuseum genutzt werden. „Wir haben bei der Sanierung viel Dreck geschluckt“, so Meyer. „Es war eine echt versiffte Bruchbude.“ Dank hervorragender Handwerker sei ein herrliches Gebäude entstanden.

Bürgermeister Guido Belzl blickte in seinem Grußwort auf die Historie. Im Urkataster von 1839 war man auf den Hausnamen „Stollensepfel“ für das Schusterhaus gestoßen. Das Gebäude wurde 1698 errichtet. Ende der 1990er Jahre hatte es die Gemeinde zum Abriss erworben, um den Vorplatz zur Klosterkirche offener zu gestalten. Bei dem Genehmigungsverfahren wurde jedoch der historische Wert des Gebäudes festgestellt und das Haus unter Denkmalschutz gestellt. 2014 entstand die Idee, ein Dorfmuseum einzurichten. Mit dem Heimatverein wurde ein Nutzungskonzept entwickelt. So soll das Gebäude künftig neben dem Museum auch ein Treffpunkt für unterschiedliche Veranstaltungen werden.

355 000 Euro kostete die Sanierung, 242 000 Euro Zuschüsse gab es von der Bayerischen Landesstiftung, dem Landkreis und dem Bezirk. 500 Arbeitsstunden leisteten die Mitglieder des Heimatvereins, wofür Belzl dankte. „Mit diesem Haus ist ein kulturelles und gesellschaftliches Juwel für Seligenporten und die Marktgemeinde entstanden.“ Zur Einweihung überreichte er ein Bild von Anna Pfab, ehemals Lehrerin in Seligenporten.

Planer Stephan Lerzer informierte über die baulichen Besonderheiten. Das Ziel sei eine möglichst einfache Sanierung gewesen: „Das Gebäude von früher ist noch erkennbar.“ Viel Lob gab es von Staatssekretär Albert Füracker und Landrat Willibald Gailler, die an erster Stelle den Bürgern für ihr Engagement dankten.

Wikinger- und Kosakengruppen

Am Samstag war zur Jubiläumsfeier ein buntes Programm vorbereitet. Viele Bürger hatten sich in mittelalterliche Gewänder gekleidet, Musikgruppen sorgten für gute Laune. Im Klosterhof und am Schusterhaus hatten die Wikingergruppe Schattenwolf aus Neumarkt und die Kosakengruppe der Wallenstein Festspiele aus Altdorf ihre Lager aufgeschlagen. Die Dorfvereine hatten unter Federführung des Heimatvereins Kloster Seligenporten ein buntes Programm mit Spieleparcours, Bogenschießen, Bastelständen und einem historischen Einzug in den Klosterhof vorbereitet. Die Feuerwehr Seligenporten zeigte einen historischen Löscheinsatz. Um das Feuer zu löschen, waren die Bürger gefragt, denn die Spritze musste per Wassereimerkette befüllt werden.

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775 Jahre Klosterdorf Seligenporten

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