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Knalleffekte oder mal Ruhe?

Ein Kommentar von Lothar Röhrl

Mal sehen, welche Knalleffekte die erste Sitzung des neuen Neumarkter Stadtrats heute bereit hält. Dort, wo es heuer wegen der Absagen beider großer Feste sonst ehr ruhig bleiben wird, hallen die entsprechenden Effekte sechs Jahre zuvor nach. Werner Thumann und Albert Löhner hießen die Protagonisten damals. Der eine wähnte sich als 1. Bürgermeister, bis der andere quasi als „Retter“ in die Bresche sprang: Einige der CSU – aber freilich nicht alle – sahen danach wie begossene Pudel aus.

Und heute Abend? Zumindest bei der Wahl zum 1. Bürgermeister dürfte es sich um eine gemähte Wiese für Markus Ochsenkühn handeln. Der bisherige Fraktionsvorsitzende genießt weit über die CSU hinaus Ansehen. Und dann beim 2. Bürgermeister? Gertrud Heßlinger hofft nicht umsonst, dass ihr dafür das zweitbeste Wahlergebnis vom 15. März genügend Legitimation gibt. Aber mit Hoffnungen allein ist das wahrscheinlich auch im neuen Stadtrat so eine Sache.

Jedenfalls scheinen die ersten Verlierer schon festzustehen: FLitZ hat in den Ausschüssen, in denen die Zwei-Mann-Verbindung noch vertreten ist, das Rederecht verloren. Darauf einigten sich UPW und CSU. FLitZ rückte das ins Instrumentarium dessen, dem sich Ungarns Autokrat Viktor Orbán bedient, ist hanebüchen. Ein bisschen mehr am Riemen reißen hätte sich FLitZ schon lange dürfen. Von Neuanfang im Verhältnis der Konservativen zu FLitZ ist nichts zu spüren.

Es wäre so schön gewesen, wenn dieser neue Rat unbelastet hätte anfangen dürfen. Vielleicht wird‘s ja noch?

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