MyMz
Anzeige

Politik

Kneipp-Anlage direkt an Lauterach-Quelle

In Lauterhofen wurde ein neues Konzept für den Freizeitpark „Am Karlshof“ vorgestellt. Auch Fotovoltaik war ein Thema.
Von Eva Gaupp

Die Regierung hat vorgeschlagen, die geplante Kneipp-Anlage im Freizeitpark „Am Karlshof“ direkt an der Quelle zu realisieren.
Die Regierung hat vorgeschlagen, die geplante Kneipp-Anlage im Freizeitpark „Am Karlshof“ direkt an der Quelle zu realisieren.

Lauterhofen. Die Freizeitanlage „Am Karlshof“ in Lauterhofen soll umgestaltet werden. Allerdings verzögert sich die Umsetzung, weil nach einer ersten Ausschreibung nur wenige Firmen Angebote gemacht hatten – und das zu teuren Preisen. Deshalb hat die Gemeinde das Projekt erneut ausgeschrieben.

Die bestehenden Treppen zur Lauterachquelle sind wenig trittsicher. Der Zugang zur Kneipp-Anlage würde komplett neu gestaltet.
Die bestehenden Treppen zur Lauterachquelle sind wenig trittsicher. Der Zugang zur Kneipp-Anlage würde komplett neu gestaltet.

In der Zwischenzeit hat Josef Garnhartner vom beauftragten Architekturbüro G+2S aus Deggendorf eine neue Idee für die Kneipp-Anlage am Donnerstagabend im Marktgemeinderat präsentiert. Die Fischereiverwaltung der Regierung habe vorgeschlagen, die Anlage direkt an der Quelle der Lauterach und nicht am anderen Ende des Parks einzurichten. Über Stufen könnte man direkt die Bachsohle begehbar machen, Dolomitblöcke mit Holzauflage könnten zum Verweilen einladen und die Bäume sorgten für Schatten, so Garnhartner.

Was passiert mit den Bäumen?

„Das würde zwar 20000 Euro mehr kosten, aber dafür würde man sich das Geld für die separate Kneipp-Anlage sparen“, sagte Garnhartner. Außerdem wäre die geplante Anlage dann schon nach dem ersten Bauabschnitt fertig. Bürgermeister Lang gefiel das Konzept, CSU-Marktrat Helmut Benzinger hatte Sorgen wegen der Kosten. Die werden voraussichtlich in einem halben Jahr vorliegen.

Derzeit ist die Quelle der Lauterach dicht eingewachsen. Doch die Kneipp-Anlage soll nicht zu schattig sein, wünschten sich einige Markträte.
Derzeit ist die Quelle der Lauterach dicht eingewachsen. Doch die Kneipp-Anlage soll nicht zu schattig sein, wünschten sich einige Markträte.

Renate Meier und Benno Eichinger (FW) plädierten dafür, dass der Platz nicht zu schattig sein soll. Ob sich dies realisieren lässt, ohne weitreichend in den Baum- und Buschbestand einzugreifen, wurde nicht erörtert. Denn derzeit ist die Quelle dicht eingewachsen und von großen Bäumen umstanden. Aktuell nahmen alle Markträte den Entwurf positiv zur Kenntnis.

Auch das war ein Thema in der jüngsten Marktegeinderatssitzung:

Politik

Die Jugend rückt wieder in den Fokus

Die Markträte in Lauterhofen diskutieren über einen Jugendpfleger. Einen Plan gibt es nicht, die Kostenfrage ist auch offen.

Schon relativ konkret liegen die Kosten für die Umgestaltung der Alten Sulzbacher Straße vor. Lauterhofen wird wohl einen Anteil von 350000 bis 400000 Euro übernehmen müssen. Die Straße ist an den Einfahrten unübersichtlich, der Belag geflickt und einen durchgehenden Fußweg besitzt sie auch nicht. Das soll sich ändern, wie ebenfalls Architekt Garnhartner ausführte. Mit den Anliegern sei bereits gesprochen worden, sie würden bei Bedarf Grund abtreten, damit die Gestaltung einheitlich erfolgen könne.

Im Großen und Ganzen waren die Marktgemeinderäte mit der Planung zufrieden. Nachfragen gab es zur Abrundung der Kurve von der Lauterachstraße in die Alte Sulzbacher Straße. Ludwig Härteis (ÖDP) befürchtete, würde die Ecke übersichtlicher, könnten die Autofahrer zu schnell fahren. Für die gegenüberliegende Seite schlug Erwin Spitz (CSU) vor, einen der drei geplanten Parkplätze zu verschieben, damit die Einmündung von der Lauterachstraße nicht zu schmal werde.

Wo der Dr.-Prechtl-Steig in die Alter Sulzbacher Straße mündet, soll ein kleiner Platz entstehen. Animation: Architekturbüro G+2S
Wo der Dr.-Prechtl-Steig in die Alter Sulzbacher Straße mündet, soll ein kleiner Platz entstehen. Animation: Architekturbüro G+2S

Gefallen fanden die Politiker an dem kleinen Platz, der an der Einmündung des Dr.-Prechtl-Steigs entstehen soll – mit Sitzgelegenheit und Baum. Attraktiver gestaltet werden soll auch gegenüber der geschotterte Bereich. Beide Areale dienen dazu, die Straße zu verschmälern, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu drosseln. Bis auf Ludwig Härteis stimmte das Gremium den Plänen zu.

Der Markt Lauterhofen lässt die Alte Sulzbacher Straße neu gestalten. Foto: Gaupp
Der Markt Lauterhofen lässt die Alte Sulzbacher Straße neu gestalten. Foto: Gaupp

Noch keine Entscheidung fiel zum Thema Anrufsammeltaxi (AST). Dazu stellte Michael Endres vom Landratsamt in Neumarkt das Konzept vor, verbunden mit der Bitte, der Markt Lauterhofen möge sich an dem System beteiligen. Das AST funktioniert vergleichbar wie der Rufbus. Es ist Teil des Öffentlichen Personennahverkehrs, fährt zu festgelegten Zeiten – aber nur, wenn der Fahrgast sich mindestens eine Stunde vorher anmeldet. Das AST ergänzt das Angebot unter der Woche abends zwischen 21 und 1 Uhr sowie am Wochenende von 9 bis 1 Uhr.

Zusätzlich zum normalen Fahrschein wird pro Fahrt ein Zuschlag von ca. fünf Euro erhoben, erklärte Endres, der Sachgebietsleiter für ÖPNV, Tourismus und Wirtschaft. Doch das sei immer noch bedeutend günstiger als ein echtes Taxi, für das es zwischen 40 und 50 Euro zu berappen gilt. Grundsätzlich unterstützten die Räte das Konzept, gaben dem Gast jedoch mit auf den Weg, dass sich die Kosten im Ramen halten müssten. „Wenn wir uns am AST beteiligen, soll der Landrat darauf schauen, dass wir beim Rufbus entlastet werden“, sagte Benzinger.

Debatte um Fotovoltaikanlagen

Für eine heftige Diskussion sorgte der Antrag für eine Freiflächenfotovoltaikanlage auf einer landwirtschaftlichen Fläche. Grundsätzlich ist dieses Vorhaben per Gesetz privilegiert. Allerdings hatte der Markt Lauterhofen in der Vergangenheit schon mehrfach solche Vorhaben abgelehnt. Das nun betroffene Grundstück sei jedoch nicht einsehbar und Landwirte erhielten immer öfter attraktive Pachtangebote, gab Beate Niebler (FW) zu bedenken. Parteikollege Benno Eichinger kritisierte, dass die Gemeinde es in den vergangenen zehn Jahren versäumt habe, Vorrangflächen für PV-Anlagen auszuweisen.

Verkehr

Fahrgäste können per App Busse bestellen

Der Kreis Neumarkt will viel Geld investieren, um den ÖPNV attraktiver zu machen. Dazu gehört ein einfacheres Tarifsystem.

Solch eine Planung müsse jetzt her, forderten auch Härteis und Zweiter Bürgermeister Reinhard Meier. Denn die Gemeinde müsse mit weiteren Anfragen rechnen. Für solche Vorrangflächen müsse jedoch ein Kriterienkatalog aufgestellt werden, war man sich einig, um fruchtbaren hochwertigen Boden zu schützen. „Da muss eine Regulierung her!“, mahnte Anton Preißl, der die staatliche Subventionierung dieser Flächen auch außerhalb von Autobahnen und Gleisen kritisierte.

Letztlich wurde die Behandlung des Antrags zurückgestellt, um Zeit für die Ausweisung von Vorrangflächen für solche PV-Anlagen zu haben. Eventuell mit einem Planungsbüro.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Neumarkt lesen Sie hier.

Anrufsammeltaxi

  • Fahrplan:

    Unter der Woche abends sowie am Wochenende könnten Taxis oder Kleinbusse Orte in Lauterhofen mit Neumarkt verbinden – auch orientiert an den Zügen in die benachbarten Großstädte.

  • Kosten:

    Der Freistaat gewährt hohe Zuschüsse, den Rest teilen sich Gemeinde und Landkreis.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht