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Knochen im Wald gefunden

Ein Spaziergänger entdeckte im Birktal skelettierte Leichenteile. Ein seit 18 Jahren vermisstes Pärchen wurde identifiziert.

In einem Waldstück im Birktal (Gemeindebereich Kipfenberg) fand ein Spaziergänger Knochenteile.
In einem Waldstück im Birktal (Gemeindebereich Kipfenberg) fand ein Spaziergänger Knochenteile. Foto: Polizei Oberbayern Nord

Kipfenberg.Ein Spaziergänger machte vergangene Woche einen grausigen Fund: In einem Waldstück im Gemeindebereich Kipfenberg entdeckte er einen skelettierten menschlichen Schädel und weitere Knochen. Wie die Polizei jetzt mitteilt, soll es sich dabei um ein Pärchen handeln, dass seit 2002 als verschwunden gilt.

Am Nachmittag des 2. Mai fand ein Spaziergänger in einem Waldstück im Birktal die Knochen. Nach ersten polizeilichen Sicherungsmaßnahmen folgte für die Kripo Ingolstadt ein mehrere Wochen andauernder Prozess zur Ausgrabung, Bergung und rechtsmedizinischen Untersuchung der menschlichen Überreste.

Ungelöste Mordfälle

Ihr Schicksal ist noch ungeklärt

Drei weitere mysteriöse Fälle beschäftigen die Polizei in Ostbayern: Maria Baumers Leiche wird im Herbst 2013 gefunden. Von Anna Poddighe und Kerstin Langley fehlt seit Jahren jede Spur.

Im Rahmen der durch Beamte der KPI Ingolstadt in Handarbeit durchgeführten Grabungen konnten ein zweiter Schädel und weitere Knochen gesichert werden. Das Erdreich wurde in einer Halle zerkleinert und gesiebt. Hierbei konnten Zähne und weitere Knochenteile gesichert werden.

Seit 2002 vermisst

Dem Institut für Rechtsmedizin gelang es im Anschluss zunächst festzustellen, dass es sich um ein weibliches und ein männliches Skelett handelt. Im Rahmen weiterer aufwendiger Untersuchungen konnte DNA-Material aus den Knochen gesichert werden. Das Ergebnis der Untersuchungen der Rechtsmedizin war, dass es sich bei den aufgefundenen Leichen um ein seit 2002 vermisstes Pärchen handelt. Damals erstattete ein Verwandter Vermisstenanzeige bei der Polizei in Ingolstadt, da das Pärchen nicht erreichbar war.

In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Ingolstadt richtete die Kripo eine Ermittlungsgruppe (EG Birktal) ein. Ziel der nun erneut angelaufenen Ermittlungen ist es, in enger Kooperation mit der Rechtsmedizin und aufbauend auf damaligen Erkenntnissen, die tatsächlichen Umstände des Todes der nun aufgefundenen Vermissten aufzudecken.

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