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Kultur

Kolping gewährt Blick in „Hinterweltboazn“

Die Theatergruppe bringt in Beilngries eine schwarze Komödie auf die Bühne. Am Ostersonntag ist Premiere.
Von Johann Grad

Zwischen den Welten geht es zu wie im richtigen Leben, aber keiner kehrt mehr zurück. Foto: Johann Grad
Zwischen den Welten geht es zu wie im richtigen Leben, aber keiner kehrt mehr zurück. Foto: Johann Grad

Beilngries.Eins ist ganz sicher: Sie kommen nicht mehr auf die Erde zurück! Wer einmal in der Hinterweltboazn einkehrt, ist aber noch nicht endgültig angekommen, sondern in einer „Zwischenwelt“. Wie lange bleibt man an diesem schauerlichen Ort und wo geht es dann hin? Die Theatergruppe von Kolping Beilngries probt derzeit diese spannende Komödie. Welche Auflösung es wohl gibt?

Nicht alles verraten die Darsteller im Gespräch, nur ein wenig von ihrem Charakter und bei manchen erfährt man auch , warum sie in dieser „Zwischenwelt“ sind. Da ist die Wirtin, (Irmgard Scheiblecker), die auf einmal wie aus der Versenkung hinter der Theke auftaucht. „I hob an guatn Durst, bin alleweil betrunken oder grantig“, verrät die Betrunkene, torkelt zum Tisch und schläft weiter ihren Rausch aus. Annamirl, die Pfarrersköchin (Uli Nester), streng, spitzzüngig und bigott, muss viel büßen und betet fürs Seelenheil aller, besonders aber für das eigene. Was mag die angestellt haben auf Erden?

Sogar die blutjunge Kellnerin Lilli ist in dieser Boazn gelandet, obwohl sie charmant und fleißig ist oder war da etwas mit einem Maßkrug? Einen Hausl braucht es hier auch und es macht nichts, dass der Nepomuk (Christoph Thumann) einen dezenten Sprachfehler hat, respektive ein „Stotterer ist, und auch etwas einfältig.

Der Rudi (Sebastian Schmidt) ist auch da, wie er leibt und gelebt hat, rotzfrech, laut, faul, Gelegenheitsarbeiter, hat immer a bisserl was mitgehen lassen, ist aber tierlieb und kümmert sich fürsorglich um sein „Rattzerl“ und um die Lilli, die es ja gerade erst in die Hinterweltboazn hereingeschneit hat. Nicht viel zu sagen hat hier die Leichenfrau (Lydia Lange).

Und da ist auch noch der Blasi (Bertram Pscherer), auf Erden stets auf Genauigkeit bedacht, der aber eine Schwammerlsuppe zu viel gegessen hat. Auch in der Boazn hantiert er immer mit Mappe und Beilstift, zählt alle möglichen Zahlen zusammen und verkündet das Ergebnis. Aber er macht eine aufregende Entdeckung!

Man wird sehen, was Blasi herausfindet. Nicht in der Boazn, sondern vor der Bühne im Souffleurkasten, sitzt Elfriede Bruckschlöglund betätigt sich als Einflüsterin, wenn jemand einen Hänger hat. Die Hälfte der Proben ist geschafft, es geht lustig und entspannt zu, alle führen Regie, manchmal schauen Gäste vorbei und geben auch Tipps ab. Das Bühnenbild ziemlich fertig, die Maler müssen noch ran. „Es ist ein kurzweiliges, lustiges Stück“, findet Bertram Pscherer, was sicher auch am Können und der Spielfreude der Leute in der Hinterweltboazn liegt.

Die Requisiten stammen aus privaten Beständen und es ist gut, wenn man nicht alles wegschmeißt, wie einer meint. Für das Organisatorische ist Sandra Binder zuständig. Die Eintrittskarte kostet acht Euro und sie wird bei Schuh Sport Schmidt in Beilngries verkauft.

Die Aufführungen

  • Ort:

    Großer Pfarrsaal in Beilngries in der Hauptstraße 47

  • Pause:

    Verköstigung des Theaterpublikums, Musik von Norbert und Theo Binder, jeder spielt auf seiner Ziach.

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