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Volksfestmusik

Kontrast: Gipfelstürmer kontra Country

In Neumarkts Kleiner Jurahalle gab es für die in viel geringerer Zahl erschienenen Freunden des Linedance beste Bedingungen.
Von Lothar Röhrl

  • So war es in der Großen Halle: 3500 Fans auf Tischen und Bänken und die Promis auf der Bühne feierten wieder einmal die „Gipfelstürmer“. Fotos: Röhrl
  • In Bestform: Jörg Bauer, Sänger der „Gipfelstürmer“.

Neumarkt.Im Fußball würde man es ergebnismäßig so ausdrücken: Die „Gipfelstürmer“ haben am Montagabend in der Großen Halle auch den Vergleich mit der „Yukon River Band“, die in der Kleinen Jurahalle spielte, mit 3500:150 haushoch gewonnen. So viele Fans der Partyband beziehungsweise der Country- und Westernband waren zu deren Auftritten gekommen. Allerdings waren die Freunde der Country- und Westernmusik sicher aktiver. Denn die Tanzfläche vor der Bühne war stets gut gefüllt.

Dafür sorgten die Damen und Herren des Country- und Linedance-Vereins Neumarkt „Saloon-Sweepers“, die Erwachsenengruppe „Jolly Jumpers“ des Liberty-Country-Clubs Parsberg und vor allem die Teilnehmer an einem Linedance-Kurse der Volkshochschulen (Vhs) Neumarkt, Beilngries und Hilpoltstein. 2013 hatte es erstmals dieses Angebot aus einer „Nische“ gegeben; jetzt wurde es wiederholt. „Mit einer deutlichen größeren Tanzfläche“ – freute sich der Vorsitzende der „Saloon-Sweepers“, Michael Schnellinger. Denn die komplette erste Reihe an Tischen und Bänken war auf Veranlassung von Festorganisator Thomas Thumann (Hauptamt) und Festwirt Albert Zollbrecht für den „Linedance“ frei geräumt worden.

Die Tanzfläche ließ die Neumarkter Linedancer (vorne im schwarzen Hemd „Sweepers“-Vorsitzender und Vhs-Kursleiter Michael Schnellinger) nicht los.
Die Tanzfläche ließ die Neumarkter Linedancer (vorne im schwarzen Hemd „Sweepers“-Vorsitzender und Vhs-Kursleiter Michael Schnellinger) nicht los.

Schnellinger räumte seinerseits mit einem Vorurteil auf: „Es muss nicht jeder in der Line sein, um mittanzen zu können. Wer will, kann zur Musik auch Fox oder frei tanzen. Hauptsache: Man hat Spaß dabei.“ Doch die meisten tanzten eben in der Linie und damit möglichst synchron mit den anderen. Eine Teil der 100 Mitglieder der Sweepers, gut ein halbes Dutzend der „Jolly Jumpers“ und viele Kursteilnehmer waren in die Kleine Halle gekommen. Mit der „Yukon River Band“ spielte eine Band vom Fach auf: So gab es für die Fans dieser Tanzrichtung bestens vertraute Evergreens wie das gut 60 Jahre alte „I saw Linda yesterday“ von Dickey Lee oder das herrlich-sanfte „Tequila Sunrise“ und das leicht-poppige „How long“ der Country-Rock-Riesen „Eagles“ zu hören.

Fiddle und E-Guitars: Die „Yukon River Band“ kam bei den Fans bestens an.
Fiddle und E-Guitars: Die „Yukon River Band“ kam bei den Fans bestens an.

So geriet diese Veranstaltung auch zur besten Werbung für die von Michael Schnellinger und seiner Frau Brigitte abgehaltenen Vhs-Kurse: Montags zwei in Beilngries; dienstags zwei in Neumarkt; mittwochs je einer in Dietfurt, Beilngries und Freystadt; donnerstags zwei in Greding und einer in Beilngries. Alle liefen gut, merkte Schnellinger an. Ein Hit sei freitags die Damen-Gruppe „60-up“ in Beilngries. Dabei stünden dieser Altersgruppe entsprechend etwas langsamere Bewegungen auf dem Plan.

Am 7. November steht die fünfte Country-Night im Stammlokal G6 an. 2017 werden die „Saloon-Sweepers“ zehn Jahre alt.

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