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Stadtrat

Kosten für die Martini-Schule steigen

Dass sich nun alles nahezu verdoppelt, stieß vielen sauer auf. Für Unmut sorgte noch eine weitere Sache.
Von Heike Regnet

Die Arbeiten an der Martini-Schule laufen. Im Stadtrat sorgte eine erneute Kostensteigerung für Diskussionen.Foto: Regnet
Die Arbeiten an der Martini-Schule laufen. Im Stadtrat sorgte eine erneute Kostensteigerung für Diskussionen.Foto: Regnet

Freystadt.Alle Stadträte waren sich am Dienstag einig, dass für die Schüler der Martini-Schule beste Rahmenbedingungen geschaffen werden sollen. Dass sich die Kosten für die lose Möblierung nun aber nahezu verdoppeln, stieß vielen sauer auf. Für Unmut sorgte zudem eine öffentliche Toilette.

Diplomingenieur Bernhard Leitner von Moser und Ziegelbauer Architektur informierte zum geplanten Parkplatz an der Allersberger Straße. Die Parkflächen werden 2,60 Meter breit, auch ein Bushalteplatz wird angelegt. Für das öffentliche WC favorisierte er eine eigenständige Lösung. Am Haus Franziskus anzubauen, sei keine Option. Geplant sei eine Zwei-Raum-Anlage mit einer Toilette für Damen/Herren/Behinderte, einem Urinal im zweiten Raum und dazwischen liegendem Technikraum. Das WC soll in Stahl mit rostroter Optik verkleidet werden, Kosten 180 000 Euro. Insgesamt schlagen Parkplatz und öffentliches WC mit 500 000 Euro zu Buche. 60 Prozent Förderung werden erwartet.

Viel teurer als gedacht

Eva Otto-Greiner wollte auf die Stahlverkleidung, die 30 000 Euro kostet, verzichten und riet zu Beton mit Farbe. Hans Gerngroß fragte, ob die Nutzung der sanitären Anlagen in der angrenzenden Wirtschaft wirklich nicht möglich sei. Stefan Großhauser appellierte, eine Lösung unter Einbeziehung des Hauses Franziskus zu finden und einen Teil der hier bestehenden Toiletten jederzeit von außen zugänglich zu machen. Gegen drei Stimmen wurde dem Bau des öffentlichen WC mit Grundausstattung, also ohne Stahlverkleidung, zugestimmt.

Aus der Sitzung

  • Messgeräte: Stephan Regensburger fragte, wann alle Geräte aufgestellt sind. Dorr erklärte, dass der Bauhof noch einmal aktiv werden müsse, da nicht alle Messgeräte an den vereinbarten Stellen stehen.

  • Feuerwehrhäuser: Die Heizkostenzuschüsse werden überarbeitet.

Voran gehen die Arbeiten an der Martini-Schule. Projektleiter Robert Kaschke vom Architekturbüro Berschneider und Berschneider informierte über die neuen Ausschreibungen. Die Angebote für die Innentüren lagen zwischen 337 000 und 378 000 Euro (Berechnung 290 000 Euro). Nachgebessert wurde bei der losen Möblierung. Unter anderem werden statt der geplanten 400 Meter Schränke rund 600 Meter benötigt. Dies habe sich in vielen Abstimmungsgesprächen mit der Schulleitung ergeben und sei dem neuen Schulkonzept geschuldet. Statt der 740 000 Euro laut Berechnung liege man jetzt bei 1,2 Millionen Euro.

Rektorin Christine Gottschalk erläuterte die Details. Karl Schuster fragte, ob nun wirklich an alles gedacht wurde. Robert Hackner wollte wissen, wie es mit der Sicherheit aussieht. Eine Amokprävention wurde thematisiert, bestätigte Kaschke. Hans Gerngroß fragte nach der Förderung der Mehrkosten. Diese gebe es nicht, so Bürgermeister Alexander Dorr. Fabian Seitz und Robert Hackner monierten, dass das Lernkonzept der Schule doch schon zu Beginn der Planung bekannt gewesen sei. Sie fragten, warum man nun bei der Ausstattung so enorm nachbessern müsse. Kaschke erklärte, dass sich der Mehrbedarf erst in den erfolgten Gesprächen ergeben habe.

Ausstattung wird nachgebessert

Lukas Lebherz sah beim Nachbessern kein Problem und freute sich auf „eine zukunftsfähige Schule“. Anton Ferschl gab zu Bedenken, dass man die Mehrausgaben „beim Bürger draußen“ rechtfertigen müsse. Hans Gerngroß ärgerte sich über das „scheibchenweise“ Vorgehen. „Von 21 Millionen sind wir jetzt auf 26 Millionen Euro für die Schule.“ Ludwig Schöll mahnte: „Wir können jeden Euro nur einmal ausgeben.“ Einstimmig wurde der beantragten Möblierung zugestimmt.

Zur Oberflächenentwässerung erläuterte Stadtbaumeister Michael Meyer, dass diese über eine Leitung unter der Staatsstraße 2237 in die Schwarzach erfolgen soll, Kosten 108 000 Euro. Zum Gießen des Schul- und Sportgeländes sollen die vorhandenen Absenkbrunnen genutzt werden.

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