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Ausstellung

Kreisel aus aller Welt in Beilngries

Eine neue Spielzeugausstellung kann in Beilngries bestaunt werden. 250 Kreisel sind eine neue Attraktion.
Von Johann Grad

Sammlerin Dr. Franziska Krammer-Keck und Hans Fanderl zeigen verschiedene Arten von Kreiseln.Foto: Grad
Sammlerin Dr. Franziska Krammer-Keck und Hans Fanderl zeigen verschiedene Arten von Kreiseln.Foto: Grad

Beilngries.Mit einer neuen Attraktion für Klein und Groß kann das Spielzeugmuseum in Beilngries aufwarten. Dr. Franziska Krammer-Keck, geboren in Bozen in Südtirol, jetzt in Pfaffenhofen zuhause, schenkte dem Kulturhistorischen Verein Beilngries/Kinding ihre Sammlung von 250 Kreiseln aus 35 Ländern.

Sie fanden Platz in Vitrinen des Spielzeugmuseums. Vorsitzender Hans Fanderl freute sich über den Neuzugang in Form einer Schenkung. „Leihgaben werden nach gewisser Zeit wieder abgeholt und es entstehen Lücken, Schenkungen dagegen bleiben im Haus“, so der Vorsitzende.

Die Funktion der Kreisel gefielen

Nachdem alle Voraussetzungen erfüllt waren, zogen die kleinen und großen Kreisel ein ins Spielzeugmuseum.
Auf ihren Reisen, berichtet die Sammlerin, fand und sah sie immer wieder Kreisel, deren Form und Funktion ihr gefielen. Überhaupt hat der Kreis eine vollendete Form, die Linie dagegen hat Anfang und Ende. Kreisel sind weltweit verbreitet. Ganz kleine hat Krammer-Keck in Afrika im Busch gefunden. Die Menschen dort nehmen eine harte Beere, bohren sie durch und stecken ein Hölzchen hinein. Auf Flohmärkten findet man auch historische Kreisel, sie sind ziemlich mit 40 Euro bis 60 Euro recht teuer, besonders metallene aus der Vergangenheit.

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Ehemalige Kollegen bringen von ihren Reisen diese kleinen Dinger mit. Aus Afrika, Thailand, Tibet oder Peru hat sie welche bekommen, auch ihre Kinder sind z. B. in Kolumbien fündig geworden. Sie hat die Kreisel protokolliert und, als es immer mehr wurden, Vitrinen angeschafft, um sie ordentlich aufheben zu können. „Ich fand es schade, dass nur meine Familie die Kreisel sehen konnte“, meinte sie.

Deshalb suchte sie Möglichkeiten, ihre Schätze ausstellen zu können und wurde fündig im Stadtmuseum von Ingolstadt. Sogar im Finanzamt in Pfaffenhofen waren die Kreisel ein halbes Jahr ausgestellt. Auf der Suche nach einem festen Platz kam Krammer-Keck mit Hans Fanderl in Kontakt. Dem gefiel die Idee und er bot eine bleibende Stätte für die Kreisel an. In einer Feier unterschrieben jetzt Krammer-Keck und Hans Fanderl für den Kulturhistorischen Verein den Überlassungsvertrag.

Ein frühes Weihnachtsgeschenk

Vizebürgermeister Anton Grad freute sich ebenfalls über das „frühe schöne Weihnachtsgeschenk“ und Attraktion für das Museum, wo für er sich bedankte. Für den Fremdenverkehrsort Beilngries sei das Spielzeugmuseum ein Aushängeschild für kleine und große Gäste und bei einem Besuch werden natürlich Erinnerungen wach. Grad dankte den Helfenden für die Betreuung des Museums. Mit einem bedenkenswerten Satz beendete Dr. Franziska Krammer-Keck den Festakt: „In wohlhabenden Ländern wie Saudi Arabien findet man keine Kreisel, aber in armen Ländern durchaus.“ Das Sielzeugmuseum ist bis März am Mittwoch von 14 Uhr bis 16 Uhr geöffnet. Am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 13 Uhr bis 17 Uhr.

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Dr. Franziska Krammer-Keck

  • Ausbildung:

    Die mit Bozener Dialekt aufgewachsene „Franzi“ machte eine Gesangsausbildung und studierte Germanistik.

  • Laufbahn:

    Nach der Promotion war sie fünf Jahre Erste Sprecherin beim ORF Studio Salzburg.
    Nach dem Wechsel zum Bayerischen Rundfunk nach München, war sie hauptsächlich tätig in den Programmen „Klassik“.

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