MyMz
Anzeige

Kritik an Zufahrt für Wohngebiet

Anwohner der Erschließungsstraße in Röckersbühl fürchten Verkehrslärm durch das neue Baugebiet in Berngau.
Von Michael Schrafl

Die Ortsdurchfahrt von Berngau soll durch eine neue, westliche Umgehungsstraße noch mehr beruhigt werden. Foto: Lothar Röhrl
Die Ortsdurchfahrt von Berngau soll durch eine neue, westliche Umgehungsstraße noch mehr beruhigt werden. Foto: Lothar Röhrl

BERNGAU.Derzeit ist die Gemeinde dabei, in Röckersbühl ein neues Baugebiet auszuweisen. Bei der jüngsten Sitzung behandelten die Gemeinderäte die Einwände und Anregungen aus der öffentlichen Auslegung. Dabei wurde immer wieder auf das hohe Verkehrsaufkommen auf der nahen Staatsstraße 2238 hingewiesen und den damit verbundenen Verkehrslärm – ebenso auf eventuell zu erwartendes Hangwasser bei Starkregen und nach der Schneeschmelze. Das Landratsamt regte deshalb eine Lärmschutzwand an.

Bürger stellen Alternative vor

Einige Anlieger äußerten Bedenken wegen der Verkehrserschließung des neuen Baugebietes. So sei die geplante Zufahrt (Stichstraße) über die Siedlungsstraße „Am Brückl“ zu schmal und diese verfüge auch nicht über einen Gehweg, führte Peter Summerer an. Der Zufahrtsverkehr bringe mehr Lärm mit sich und vermindere die Lebensqualität der Anlieger massiv. Er regt daher die Erschließung über die alte Möninger Straße an. Auch die Familie Wölki befürchtet eine erhöhte Verkehrsbelästigung.

Bürgermeister Wolfgang Wild sowie die große Mehrheit des Gemeinderats betrachteten hingegen die geplante Verkehrsanbindung als die finanziell wirtschaftlichste und sinnvollste Lösung. Johann Barth und Stefan Meier waren der Auffassung, eine Verkehrsanbindung von oben sei durchaus zu überlegen, zumal das Baugebiet sicher später erweitert werde. Einstimmig schloss der Gemeinderat dann den Bebauungsplan „Röckersbühl-West II“ als Satzung.

Rats-Splitter

  • Thema:

    Bauen im Überschwemmungsgebiet

  • Beschluss:

    Der Gemeinderat hat die Bauvoranfrage für ein Doppelhaus in Berngau, Reifenstein 10, zurückgestellt, weil sich die Terrasse im Überschwemmungsbereich befindet.

  • Klärung:

    Der Bauherr soll sein Vorhaben vorab mit dem Wasserwirtschaftsamt abklären.

Manfred Stigler aus Röckersbühl verlagert seinen Betrieb „Mauritz Natursteinhandel“ von dem Neumarkter Stadtteil Lähr nach Röckersbühl. Dazu hat er ein Grundstück oberhalb des ehemaligen Firmengeländes Heim erworben. Entstehen sollen eine Halle mit Lager und Büro sowie im Außenbereich mehrere Lagerboxen. Der Gemeinderat machte den Weg für das Vorhaben frei – durch die Änderung des Flächennutzungsplans sowie einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für ein Gewerbegebiet „Langenbüchel II“.

Sickerwasser zwischenlagern

Biogasanlagen-Betreiber Albert Fiehl aus Allershofen will ein Silo für Sickerwasser künftig wieder als Güllelager nutzen. Die Sickerwasser sollen auf dem Hof von Markus Seßler im Ortskern von Berngau zwischengelagert werden. Dazu hat Fiehl einen 250 Kubikmeter fassenden Behälter für die nächsten fünf Jahre angemietet, hieß es. Der Gemeinderat sieht die Sache aufgrund der eventuellen Geruchsbelästigung und der vielen An- und Abfahrten kritisch. Auflagen machte das Wasserwirtschaftsamt dem Biogas-Anlagenbetreiber, was die Ableitung des Niederschlagswassers betrifft. Es soll in eine Versickerungsmulde auf dem Grundstück eingeleitet werden.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht