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Künstler gehen „auf Abstand“

Die Mühlhausener Künstlergilde „Schmaler Grat“ trotzt den Einschränkungen und präsentiert im August eine Kunstaktion.
Von Hans Peter Gleisenberg

Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer und Organisatorin Eugenia Zipf mit den Künstlern
Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer und Organisatorin Eugenia Zipf mit den Künstlern Foto: Hans Gleisenberg

Mühlhausen.Ab dem 3. August gibt es in Mühlhausen an der Schleuse 25 wieder ein Kunstevent. Fünf namhafte Bildhauer gestalten hier die Kunstaktion unter dem Motto: „1,50 Meter – Auf Abstand“. Zur Chronologie: Der Corona Lockdown hat auch bei der Mühlhausener Künstlergilde vom „Schmalen Grat“ Spuren hinterlassen, denn das für August geplante Jubiläums- Bildhauersymposium „Solo für 10“ kann nicht stattfinden.

Großes Bedauern hervorgerufen

Dies hat vor allem bei den Protagonisten dieses in der Region einzigartigen Events, Michael und Sabine Königer, großes Bedauern hervorgerufen, denn die Vorbereitungen in der Zentrale in Rocksdorf liefen bereits auf Hochtouren. Alles sei vorbereitet gewesen, und dann die Absage, sagten die Organisatoren enttäuscht.

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Bei den Kunst- und Kabaretttagen in Mühlhausen werden 15 Künstler ihre Werke im Untergrund präsentieren.

Nun war guter Rat teuer, um das Jubiläumsjahr doch noch zu retten um die Einschränkungen in irgendeiner Form zu umschiffen und die Tradition der Kunstevents fortzusetzen. Hier hatte der dritte Partner vom „Schmalen Grat“, die Grafikerin Eugenia Zipf, die Idee und stieß mit ihrem Vorschlag, eine Kunstaktion abzuhalten, auf offene Ohren.

Die Vorfreude ist groß

Sofort wurde alles in die Wege geleitet und schon bald hatte man die Zusage von fünf renommierten Bildhauern, die sich bereiterklärten, vom 3. bis 7. August mit in die Bresche zu springen. Eugenia Zipf erläuterte gegenüber der MZ ihre Idee. „Mein Gedanke war, dass man den teilnehmenden Bildhauern einen Stein, wie immer aus den Schätzen des Wasserwirtschaftsamts, zur Verfügung stellt, die diesen gemäß dem Motto „Auf Abstand“ jeweils einen Tag zur künstlerischen Bearbeitung erhalten. Nun sind wir aber übereingekommen, jedem Künstler seinen eigenen Stein zur Verfügung zu stellen. Hier werden nun die Künstler, getrennt voneinander, ihre Inspiration einbringen und die fünf Werke werden nach Abschluss am 8. August zu einem Kunstwerk zusammengefügt“, sagt Zipf.

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Die Teilnehmer beginnen in Mühlhausen erst um 20 Uhr mit ihrer Arbeit. Wieder dabei ist Tanja Stockhammer, die im vergangenen Jahr für Aufsehen sorgte.

Bei Treffen am gestrigen Sonntag herrschte gute Laune und Vorfreude auf diese Veranstaltung. „Ich bin froh, dass es unseren einheimischen Künstlern, auch in schweren Zeiten, gelungen ist, diese tolle Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Die Unterstützung der Gemeinde steht hierbei außer Frage, denn Stillstand ist auch kulturell ein Rückschritt“, so die Ansage von Bürgermeister Dr. Martin Hundsdorfer.

Die Kunstaktion

  • Abschluss:

    Die fünf Skulpturen werden, gemäß dem Motto der Kunstaktion, mit Abstandssteinen zusammengeführt und am 8. August, 19 Uhr, als Gemeinschaftswerk in einer Abschlussveranstaltung präsentiert. Auftakt war gestern ein Termin an der Schleuse.

Mit dem bekannten Michael Königer, sowie Günter „Gi“ Schinn aus Riedenburg, Stephan Fürbacher-Walter sowie Michael Lynderup nehmen alte Bekannte am Event teil. Neu dabei ist Oskar Reithmeier aus Hohenfels, der, nach seinem Bekunden, auf die Truppe aus Mühlhausen gespannt sei und stolz sei, hier teilnehmen zu dürfen.

Michael Königer machte deutlich, dass anhand seiner Recherchen diese Aktion die einzige sei, die mit in Stein gehauene Erinnerungen auf die aktuelle globale Entwicklung Bezug nimmt. Die offizielle Eröffnung nimmt Finanzminister Albert Füracker vor.

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