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Region Neumarkt
Montag, 23. Juli 2018 27° 3

Kreativ

Künstler machen spontan Kunst im Bus

MdB Alois Karl hat Mitglieder des Mühlhausener Symposiums nach Berlin eingeladen. Es wurde ein außergewöhnlicher Besuch.
Von Hans Gleisenberg

Gi Schinn, Tanja Stockhammer, Jutta Graule, Stefan Fürbacher und Eugenia Zipf waren in Berlin. Foto: ngl
Gi Schinn, Tanja Stockhammer, Jutta Graule, Stefan Fürbacher und Eugenia Zipf waren in Berlin. Foto: ngl

MÜHLHAUSEN.Um interessierten Bürgern die parlamentarischen Abläufe zu erklären, sponsert das Amt für politische Bildung jedes Jahr Besuche in der Bundeshauptstadt. Erst vor Kurzem wieder hat MdB Alois Karl zu einer solchen Fahrt eingeladen. Dabei waren interessierte Bürger oder Ehrenamtliche – und diesmal aber auch Künstler aus Mühlhausen, Vohburg, Riedenburg und Lauchheim (Baden Württemberg).

Ideen kurz nach der Abfahrt

Sie sind von Alois Karl eingeladen worden, weil sie langjährige Protagonisten des Künstlersymposiums in Mühlhausen sind. Und es war kaum anders zu erwarten: Schon kurz nach der Abfahrt hatten die Bildhauer und Grafiker einige Ideen parat, wie man die Fahrt auch künstlerisch aufpeppen könnte.

Vor allem Eugenia Zipf, Allroundkünstlerin und Mitglied der Rocksdorfer Künstlergilde Der schmale Grat, sprühte vor Tatendrang. Allerdings wurde sie zunächst ein wenig von ihren Mitstreitern gebremst. Die Grafikerin Tanja Stockhammer und die Bildhauern Jutta Graule, Stefan Fürbacher und Gi Schinn waren der Meinung: Erst einmal wolle man abwarten, was die Hauptstadt so zu bieten habe.

Dort war das Künstlerquintett schon bei der Hegenbarth-Ausstellung beeindruckt – und es gab erste Ideen, wie man eine Ausstellung im Bus organisieren könnte. Auch die anderen Stationen wie Bundestag, Kanzleramt, Kurfürstendamm, Kreuzberg (hier war das Hotel) oder die Mauerreste inspirierten die Künstler sehr.

Dann ging es an die Umsetzung – und auch Busfahrer Benno Kreuzer wurde in die Aktionen eingebunden. Er half gerne, zum Beispiel bei der Aktion „Überfahrene Blätter“. Dabei wurde weißes Papier auf Berliner Boden gelegt und von den Busreifen quasi bedruckt. Damit wurde Berlin in Asphalt oder Schmutz quasi aufgesogen.

Erinnerungen auf 40 Blättern

Eine erste positive Resonanz gab es in der Bayerischen Landesvertretung, wo man die bis dahin noch nicht vollständigen Blätter auslegte. Bei der Rückreise gab es dann Kunst im Bus und mehr als 40 Blätter mit den Eindrücken der vier Tage wurden von den Künstlern erläutert – aufgehängt an einer langen Schnur. Geschichte, Kunst, Ästhetik, Lebensfreude – aber auch Tränen waren Themen auf den bedruckten Seiten. Das letzte Blatt stellte eine Hommage an die Bundeshauptstadt dar. Der Titel lautete: „Servus Berlin“.

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