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Ausstellung

Künstler mit Krisenerfahrung

Im Museum sind ganz besondere Bilder zu sehen.

Ein Werk der AusstellungFoto: Tost
Ein Werk der AusstellungFoto: Tost

PARSBERG.Vom 3. bis 30. September ist die Ausstellung „Gratwanderung“ im Burgmuseum in Parsberg in der Burgstraße 24 zu sehen. Mit dem außergewöhnlichen Ausstellungsprojekt wollen Bezirk Oberpfalz, die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg (KJF) und der Verein „Irren ist menschlich“ auf die Ausgrenzung psychisch kranker Menschen aufmerksam machen.

Zu sehen sind rund 30 Werke von 29 Oberpfälzer Künstlern mit seelischer Krisenerfahrung. Geöffnet ist das Burgmuseum Mittwoch, Freitag und Samstag von 11 bis 16.30 Uhr, Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und Sonntag von 14 bis 16.30 Uhr sowie zusätzlich am ersten Donnerstag im Monat von 18 bis 20 Uhr. Der Eintritt ins Burgmuseum beträgt 2,50 Euro (ermäßigt 1,50 Euro), zusätzlicher Eintritt für die Ausstellung wird nicht erhoben.

„Das Ausstellungsprojekt ist ein perfekter Beitrag zur Inklusion“, hebt Schirmherr Bezirkstagspräsident Löffler hervor, der auch von einer gelungenen Verbindung zweier Aufgabenbereiche des Bezirks Oberpfalz spricht: der psychiatrischen Versorgung der Menschen in den bezirkseigenen medizinischen Einrichtungen und der Kulturarbeit des Bezirks. Besonders freut es Löffler, dass sich der Verein „Irren ist menschlich“ getraut habe, das künstlerische Schaffen von Menschen mit seelischen Krisen in die Öffentlichkeit zu tragen.

„Denn die Herausforderungen, die psychisch kranke Menschen mit sich tragen, interessieren viele nicht“, ist Löffler überzeugt.

Zu sehen sind Zeichnungen, Skulpturen und Objekte, darunter auch die mit Preisen ausgezeichneten Werke von Tone Schmid (Weiden), „Hope“ (Pseudonym), „Harriett Burden“ (Pseudonym) und Johannes Frank (Regensburg).

„Für psychisch kranke Menschen ist Ausgrenzung eine der häufigsten Barrieren für die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft“, erklärt Bezirkstagspräsident Franz Löffler, „das Projekt ‚Gratwanderung‘ bietet eine Möglichkeit, diese Thematik auf besondere Art und Weise an die Öffentlichkeit heranzutragen, die der Bezirk Oberpfalz gerne unterstützt.“

Entstanden ist die Wanderausstellung aus einem künstlerischen Wettbewerb anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Regensburger Vereins „Irren ist menschlich“. Der Verein setzt sich erfolgreich für die Belange von Menschen mit Psychiatrieerfahrung ein und ist zu einer „festen Größe“ in der psychiatrischen und psycho­sozialen Landschaft Regensburgs und der Oberpfalz geworden.

Parsberg ist nach Regensburg, Beratzhausen, Cham, Erbendorf und Kallmünz die sechste Station der Ausstellung, die anschließend ihren Weg durch die Oberpfalz fortsetzt. Nächster Ausstellungsort ist ab 2. Oktober Weiden.

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