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Auszeichnung

Kulturpreis für Neumarkterin

Die Medizintechnikerin Dr. Tanja Kurzendorfer verbessert in ihrer Doktorarbeit die Diagnose der Herzinsuffizienz.

Die Neumarkterin Dr. Tanja Kurzendorfer (Mitte) erhält den Kulturpreis Bayern 2019 als die beste Absolventin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Studienfach Medizintechnik. Überreicht wurde der Preis von Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG (rechts) und dem Staatsminister Bernd Sibler (links) Foto: Alex Schelbert / Bayernwerk AG
Die Neumarkterin Dr. Tanja Kurzendorfer (Mitte) erhält den Kulturpreis Bayern 2019 als die beste Absolventin der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg im Studienfach Medizintechnik. Überreicht wurde der Preis von Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG (rechts) und dem Staatsminister Bernd Sibler (links) Foto: Alex Schelbert / Bayernwerk AG

Neumarkt.Dr. Tanja Kurzendorfer hat den Kulturpreis Bayern des Bayernwerks für ihre Dissertation in der Informatik mit Schwerpunkt Medizintechnik erhalten.

Sie beschäftigt sich darin mit der Weiterverarbeitung von Bildern, die mit der Magnetresonanztomografie erstellt wurden. Die Neumarkterin ist eine von 33 Absolventen staatlicher bayerischer Hochschulen und Universitäten, die am Donnerstagabend im Münchener Brauhaus am Nockherberg mit der Bronzestatue „Gedankenblitz“ geehrt worden sind.

Rund um den Preis

  • Die Preisträgerin:

    Sie kommt aus Neumarkt und hat an der Uni Erlangen Medizintechnik studiert. Sie arbeitet bei der Siemens Healthcare in Forchheim

  • Weitere Preisträger:

    Neben den 33 besten Absolventen wurden Kunstpreisträger ausgezeichnet: das Musikerduo Coconami, der Bildhauer Sebastian Kuhn, die Schauspielerin Juliane Köhler, die Dellnhauser Musikanten.

Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert. Überreicht wurde er von Reimund Gotzel, Vorstandsvorsitzender der Bayernwerk AG, und Staatsminister Bernd Sibler. Mit dem Kulturpreis Bayern hat das Bayernwerk gemeinsam mit dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst nun schon zum 15. Mal herausragende Leistungen in Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet: Den Preis erhalten die 33 besten Absolventen staatlicher bayerischer Hochschulen, fünf Kulturschaffende und ein Sonderpreisträger. „All unsere Preisträger gestalten die Kultur, Wissenschaft und Kunst Bayerns aktiv mit und setzen Impulse für unsere Zukunft. Der Kulturpreis Bayern ist ein Zeichen der Würdigung und des Dankes dafür“, erklärte Reimund Gotzel. Die Arbeiten der Absolventen und Doktoranden kommen aus unterschiedlichen Fachbereichen. Sie bilden ein großes Spektrum gesellschaftlich relevanter Themen ab.

Narben im Herz aufspüren

Zur Diagnose von Herzerkrankungen wird häufig die Magnetresonanztomografie (MRT) verwendet. Mithilfe dieses bildgebenden Verfahrens kann die Struktur von Gewebe und Organen in einzelnen Schichten betrachtet werden. Die größte Herausforderung für Mediziner stellt die Analyse der Gewebevitalität des Herzens dar. Wichtig, um vernarbtes Gewebe von nicht vernarbtem zu unterscheiden, sind eine akkurate Segmentierung des Herzens und die präzise Analyse der MRT-Daten. In ihrer Doktorarbeit vergleicht Dr. Tanja Kurzendorfer drei weiterentwickelte Segmentierungsmethoden miteinander, um bessere Ergebnisse zu erzielen und somit den Arzt maßgeblich bei seiner Diagnose zu unterstützen. Zusätzlich stellt die Ingenieurin eine neue schichtweise Narbendarstellung vor. So kann genau zwischen Narbengewebe an Herzaußenwand, Herzmuskulatur und Herzinnenwand unterschieden werden.

Der Nachweis von Narbengewebe am Herzmuskel beispielsweise liefert wichtige Informationen für die Behandlung von Herzinsuffizienz. Die 29-jährige, promovierte Informatikerin sieht in der Weiterentwicklung der Medizintechnik eine wichtige Aufgabe und möchte deshalb weiter in diesem Bereich arbeiten: „Durch Medizintechnik lässt sich die Effizienz von medizinischen Eingriffen steigern und damit das Ergebnis der durchgeführten Eingriffe zu verbessern.“ Dr. Tanja Kurzendorfer kommt aus Neumarkt. Sie arbeitet bei der Siemens Healthcare GmbH in Forchheim.

Neben den 33 besten Absolventen wurden folgende fünf Kunstpreisträger ausgezeichnet: das Musikerduo Coconami, der Bildhauer Sebastian Kuhn, die Schauspielerin Juliane Köhler, die Dellnhauser Musikanten und der Kabarettist Django Asül. Den Sonderpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst erhielt der Schauspieler und Kabarettist Ottfried Fischer. Überreicht wurde der Preis von Staatsminister Bernd Sibler.

Sonderpreis verliehen

Außerdem verleiht das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Kulturpreises Bayern einen Sonderpreis. Die 33 Preisträger der bayerischen Hochschulen und Universitäten werden von ihrer jeweiligen Hochschule benannt. Der Kulturpreis Bayern ist in der Sparte Kunst mit je 5.000 Euro dotiert, in der Sparte Hochschulen mit je 2000 Euro. Alle Preisträger erhalten die vom Schwandorfer Bildhauer Peter Mayer geschaffene Bronzeplastik „Gedankenblitz“. Den Kulturpreis Bayern verleiht das Bayernwerk in Partnerschaft mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst seit 2005. Er geht auf den Kulturpreis Ostbayern zurück.

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