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Literatur

Kulturstadl wird zur Humor-Arena

Michi Malcherek gewann den Poetry Slam in Lauterhofen.
Von Hans-Jürgen Hennig

Die Teilnehmer des Poetry Slams mit Sieger Michi Malcherek im gestreiften Shirt und Rahel Behnisch (rechts) Foto: Hans-Jürgen Hennig
Die Teilnehmer des Poetry Slams mit Sieger Michi Malcherek im gestreiften Shirt und Rahel Behnisch (rechts) Foto: Hans-Jürgen Hennig

Lauterhofen.Ein Poetry Slam ist eine Veranstaltungsform, auf der die Künstler mit selbst geschriebenen Texten gegeneinander antreten und das Publikum mit seinem Beifall für eine Platzierung stimmt. Bei einem modernen Slam gibt es hauptsächlich witzige Geschichten mit Comedy-Touch, in denen nur ab und an ein paar Reime vorkommen.

Maria Rammelmeier begrüßte das gut gestimmte Publikum und gab ein paar Hinweise auf noch folgende kulturelle Veranstaltungen im Kulturstadl. Anschließend übergab sie das Wort an Rahel Behnisch, die Organisatorin des Poetry Slams. Diese moderierte auch den gesamten Abend und trug zunächst eine kleine, humorvolle Geschichte vor, um die Stimmung aufzulockern. Es folgten die Beiträge der Teilnehmer des Slams in zwei Vierergruppen. Die beiden Gewinner mussten dann im Finale gegeneinander antreten und der Applaus des Publikums entschied über den Sieg.

Angetreten waren Alexandra Alter, Hans-Jürgen Hennig, Enora le Corre und Miro Bebic in der ersten Gruppe sowie Michi Malcherek, Barbara Gerlach, Patrik Hajjar und Christian Alter in der zweiten Gruppe. Vorgetragen wurden Geschichten und Erlebnisse. Darunter war der Blick in das Innenleben eines Computers, der eine eigenständige Persönlichkeit hat und mit den Menschen hadert.

In anderen Geschichten ging es um eine Schlägerei unter Gummibären, die Unsinnigkeit der Bedeutungsschwangerschaft in Film und Fernsehen oder einen Single, der Werbung in eigener Sache macht. Alle Beiträge waren sehr stark pointiert und brachten das Publikum zum Lachen.

Ein Kracher wurde die Verwechslung zwischen einer Vorsorgeuntersuchung und einem Rohreinigungsservice. Gedichte in traditioneller Reimform trug Hans-Jürgen Hennig vor, vom Heldentod in Afghanistan, oder von einem Apfeldieb, der „hängen“ musste. Alles in allem ein gelungener Abend, an dem viel gelacht wurde.

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