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Ausstellung

Kunst am Treppenaufgang

Das Parsberger Rathaus ist zu einer Galerie für die Kunstgilde Parsberg geworden. Die Werke wechseln halbjährlich.
Von Vera Gabler

Mit Werken von Matthias Schlüter (rechts) hat die Kunstgilde eine feste Ausstellung eröffnet.  Foto: Vera Gabler
Mit Werken von Matthias Schlüter (rechts) hat die Kunstgilde eine feste Ausstellung eröffnet. Foto: Vera Gabler

Parsberg.Beim Umbau des Rathauses wurde auch der Treppenaufgang neu gestaltet. Dessen Wände werden nun von der Kunstgilde Parsberg als „fester Ausstellungsraum“ für wechselnde Ausstellungen genutzt.

Nach dem Projekt „offene Galerie“ zum Vereinsjubiläum im vergangenen Jahr begrüßte es der Vorstand mit Hanna Rothenbücher, dass man nun im Rathaus die Gelegenheit bekomme, sich dauerhaft präsentieren zu können.

Wie bereits berichtet, hatte sich das Gremium des Hauptverwaltungs- und Finanzausschusses einstimmig dafür eingesetzt, eine Art Galerie am neuen Treppenaufgang zum ersten Stock einzurichten. Die Stadtverwaltung und der Vorstand der Kunstgilde mit Rothenbücher und Martin Neufert vereinbarten, dass drei Wände entlang der Treppe zur Verfügung stehen.

Kunstgilde Parsberg

  • Galerie im Rathaus:

    Ein Künstler stellt ein halbes Jahr lang seine Werke im Treppenaufgang aus.

  • Jahresschau:

    Wieder ab 17. November bis 8. Dezember mit allen Mitgliedern im Säulensaal der Parsberger Burg.

Neben den technischen Anforderungen, wie der Größe und Anzahl der Bilder, wurde vereinbart, dass die Exponate das sittliche Gefühl der Allgemeinheit nicht verletzen, dass keine religiösen oder politischen Gruppierungen beleidigt werden und dass die Bilder keine diskriminierenden und Gewalt verherrlichten Szenen zeigen.

Wechsel nach sechs Monaten

Neben den versicherungsrechtlichen Festlegungen wurde zudem vereinbart, dass keine Skulpturen aufgestellt werden können, aber Fotografien davon als Bilder. Bei der offiziellen Eröffnung am Sonntag ergänzte Rothenbücher vor den ersten Besuchern, dass die Dauer der Einzelausstellungen sechs Monate betragen und jeweils an den verkaufsoffenen Sonntagen im April und Oktober gewechselt wird. Bürgermeister Josef Bauer bestätigte, dass das Aufhängen der Bilder von Fachkräften aus dem Bauhof vorgenommen wurde und künftig auch werde, desweiteren übernehme die Stadt keine Haftung für Diebstahl oder Beschädigung. Die getroffenen Vereinbarungen waren aber bei der Eröffnung kein Thema, vielmehr ließen sich die Gäste von den Werken Schlüters und seinen Erläuterungen beeindrucken.

Matthias Schlüter liebt Reisen, sie führten ihn in den Mittelmeerraum, auch nach Amerika und Asien und nach Afrika. „Mein Bruder lebte eine Zeit lang in Tansania“ und so habe er bei Besuchen immer seine Staffelei dabei gehabt, um fernab von Touristengebieten das Leben der afrikanischen Stämme in Bilder festzuhalten. „Sie führten zu Begegnungen mit fremden Kulturen“, erzählte er bei der Eröffnung. Gerade Schwarzafrika habe ihm bewusst gemacht, wieviel lebenswertes in einem schlichten zivilisationsfernen Umfeld liegt und zur fordernden Konfrontation werden kann. Schlüter habe die bildhaften Erlebnisse in Skizzen vor Ort festgehalten, umringt von den Afrikanern, die er dann ebenfalls zur Begeisterung aller malte.

Ansteckende Begeisterung

„Es wird ein Besuchermagnet“ betonte das Stadtoberhaupt begeistert, nicht nur der Kontinent hätte ihn schon immer begeistert, jetzt werden sich er ,wie alle, die in das Rathaus kommen, von der Begeisterung Schlüters anstecken lassen. Rothenbücher ergänzte nach dem Dank an die Stadt, dass schon beim Aufhängen der Bilder die Mitarbeiter begeistert gewesen seien. Die Galerie werde sicher zu einem Besuchermagnet.

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