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Landkreis Neumarkt in Aquarelle getaucht

Maler Alfons Dürr präsentiert 20 Werke am Unteren Markt in Neumarkt. Bis zum 28. August sind die Gemälde zu sehen.
Von Gerd Schlittenbauer

Anna-Lena Lutz organisierte die Ausstellung von Alfons Dürr bei der Raiffeisenbank.
Anna-Lena Lutz organisierte die Ausstellung von Alfons Dürr bei der Raiffeisenbank. Foto: Gerd Schlittenbauer/Gerd Schlittenbauer

Neumarkt.Er ist eine Institution im Landkreis und nutzte die Gelegenheit, trotz Corona-Pandemie seine Werke in der Raiffeisenbank auszustellen: der Neumarkter Kunst- und Heimatmaler Alfons Dürr. Weil es keine Vernissage geben darf, luden Dürr und die Bank zu einem Pressetermin ein, bei dem die 20 Bilder näher erläutert wurden.

Anna-Lena Lutz und Oliver Melde von der Raiffeisenbank haben sich um die Organisation der Ausstellung gekümmert, die noch bis zum 28. August in der Galerie des Bankgebäudes am Unteren Markt zu sehen sein wird. „Die Bevölkerung soll keine Berührungsängste haben“, sagte Oliver Melde. „Trotz Corona kann jeder zu den banküblichen Öffnungszeiten ins Gebäude kommen und die Werke auf der Galerie in Ruhe betrachten –natürlich mit Mundschutz.“

Ein buntes Kaleidoskop

Und auf ebendieser Galerie eröffnet sich dem geneigten Betrachter ein buntes Kaleidoskop an Aquarellen, die Gebäude, Landschaften und Blumen abbilden. Alfons Dürr hat sich bereits von Kindesbeinen an für die Kunst begeistert: „Wenn ich einen Zettel zu Weihnachten schrieb, war es eine Malerei.“ Auch mit Skulpturen, Porträts oder Aktmalerei beschäftigte sich der Neumarkter, der jedoch die Kunst nie zum Beruf machte.

Und so bildete er sich zwar an den Kunstakademien in Nürnberg und Freiburg fort, um seinem früh erkannten Talent zu frönen, beruflich war Alfons Dürr aber am Vermessungsamt tätig. „Auch das ist ein grafischer Beruf“, sagt er, und außerdem hat Dürr auf diese Weise den Landkreis kennengelernt, den er nun in seiner ganzen Schönheit in der Malerei abbildet.

„Faszination Natura“ hat er seine aktuelle Ausstellung in der Raiffeisenbank genannt: „Alles, was der Mensch als Kunst bezeichnet, können wir nur über die Natur kennenlernen“, sagt Dürr. „Ein Freund von mir ist Nanophysiker –ein Blick in sein Elektronenmikroskop gibt mir Inspiration für meine Werke. Die Natur gibt uns die Farben und Formen vor, der Künstler muss sie umsetzen. Nur wenn man sich an diese Gesetze hält, stimmen in der Kunst auch die Farben.“

Malen mit Kaffee

Zwei ganz besondere Malereien präsentiert Dürr: Der Schuldturm und der Pulverturm sind mit Kaffee gemalt – eine Farbe, die auch bei Lichteinfall nicht verblasst. So finden sich bei diesen beiden Bildern alle Farbschattierungen wieder, die man bei genauem Hinsehen in einem Espresso entdeckt. Auch Blumen malt Dürr, so zum Beispiel das „Oberpfälzer Edelweiß –die Silberdistel.“ Neun Werke sind neu und wurden bisher nicht ausgestellt, alle sind käuflich erhältlich. Die Raiffeisenbank gibt nähere Auskunft. Auf den Werken findet sich der Habsberg, die Herbststimmung an der Schwarzen Laaber, die Bavariabuche, der Blick vom Winnberg, der Alte Kanal oder der Neumarkter Torschmied Veit Stoß –so wie ihn sich Alfons Dürr vorstellt.

Künftig will sich der Maler sogar der Modernen Kunst widmen: „Der Mikro- und der Makrokosmos, Hormone und Proteine werden dann abgebildet“, sagt Alfons Dürr.

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